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Koronare Herzkrankheit: Leistungen für Vorsorge und Therapie

Die koronare Herzkrankheit (KHK), auch ischämische Herzkrankheit genannt, kann zum Herzinfarkt führen – eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch mit den richtigen Maßnahmen lässt sich eine Erkrankung abwenden oder therapieren. Die IKK classic unterstützt Sie dabei.

Therapie: Symptome der koronaren Herzkrankheit nicht unterschätzen

Eine koronare oder ischämische Herzkrankheit äußert sich von Kurzatmigkeit bis zu Schmerzen in der Brust, die in Arme, Nacken, Kiefer, Bauch und Rücken ausstrahlen können. Ursache ist eine Gefäßverkalkung, medizinisch Arteriosklerose genannt. Bei der koronaren Herzkrankheit verengen sich so die Koronararterien und behindern den Blutfluss, bis der Herzmuskel nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Im schlimmsten Fall kann das zu einem Herzinfarkt führen, eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch es gibt Möglichkeiten, dem vorzubeugen. Die IKK classic unterstützt Sie dabei.

Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist zur Volkskrankheit geworden. Mit IKK Promed bietet die IKK classic ein strukturiertes Behandlungsprogramm an, damit Betroffene ihre Lebensqualität steigern können.

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Stationsersetzende kardiologische Operationen

Nicht immer müssen Operationen mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden sein. Moderne OP-Technik und schonende Narkoseverfahren machen es möglich.

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Behandlung

Herzsportgruppen

Menschen, die unter der koronaren Herzkrankheit (KHK) leiden oder einen Herzinfarkt erlitten haben, können eine spezielle Herzsportgruppe besuchen. Die die IKK classic unterstützt die Teilnahme.

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Behandlung

Ernährungsberatung

Um der koronaren Herzkrankheit vorzubeugen, oder bei einer Erkrankung den Herzinfarkt abzuwenden, ist eine gesunde Ernährung wichtig. Lassen Sie sich professionell per Online-Videotelefonie beraten – ganz bequem von Zuhause.

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Besondere Versorgung

Invasive Kardiologie

Liegt eine Koronare Herzerkrankung (KHK) vor oder ist eine Herzkatheter-Behandlung oder eine Operation erforderlich, können Sie sich in der Praxisklinik Herz und Gefäße Dresden behandeln lassen.

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Eine Gruppe von Ärzten in weißen Kitteln sitzt um einen Tisch herum © Getty Images
Besondere Versorgung

Telemedizinische Versorgung

Das telemedizinische Versorgungsprogramm „HerzConnect“ verbessert die Fernüberwachung und -betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz.

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Vorsorge: die Herzgesundheit stärken

Eine ungesunde Ernährung, Übergewicht, zu wenig Bewegung und der Konsum von Suchtmitteln gehören zu den Hauptursachen der koronaren Herzerkrankung. Wer seinen Lebensstil anpasst, kann sein Herz schützen.

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Kursangebote

Gesundheits- und Ernährungskurse

Um das Herz zu schonen und zu stärken, sind sowohl eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf die Zigarette als auch der richtige Umgang mit Stress wichtig. Mit der Teilnahme an Gesundheitskursen erhalten Sie die passende Unterstützung – online und vor Ort.

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Vorsorge

Check-up

Um frühzeitig eine Krankheit zu erkennen, ist eine umfassende Vorsorgeuntersuchung wichtig. Personen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren können den Check-up einmalig kostenfrei in Anspruch nehmen, ab 35 Jahren alle drei Jahre.

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Koronare Herzkrankheit: Wenn das Herz nicht mehr kann

In Industrienationen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen laut der Weltgesundheitsorganisation WHO die häufigste Todesursache unter Erwachsenen. Die meisten Sterbefälle gehen dabei auf das Konto der koronaren Herzkrankheit, kurz KHK, die auch ischämische Herzkrankheit genannt wird. Fast zehn Prozent der Menschen im Alter von 40 bis 80 Jahren haben mit dieser chronischen Erkrankung zu kämpfen, Männer häufiger und früher als Frauen. Damit diese Zahlen nicht weiter steigen, müssen die Risikofaktoren ausfindig gemacht werden. Denn: Unbehandelt kann die KHK das Herz schädigen und bis zum Tod führen.

Wie entsteht die KHK?

Unser Herz ist von Blutgefäßen umgeben, die es mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Im Falle der koronaren Herzkrankheit kommt es in diesen Herzkranzgefäßen, auch Koronararterien genannt, zu einer Ateriosklerose – also einer Gefäßverkalkung. Fette und Eiweiße lagern sich in den Wänden der Gefäße ein und lassen diese verengen. Entstehen durch die Verkalkung Engstellen oder Verschlüsse in den Schlagadern, ist die Versorgung des Herzens mit sauerstoffhaltigem Blut behindert. Reißen zudem die als Plaque bezeichneten Ablagerungen in den Blutgefäßen, kann es zum Blutgerinnsel kommen, welches die Gefäße vollständig verstopft. Je nach Schweregrad der arteriosklerotischen Veränderungen sind dabei ein, zwei oder drei Hauptäste der Herzkranzgefäße von Engstellen betroffen. 

 

Angina pectoris und andere Symptome

Die Symptome einer koronaren Herzkrankheit hängen von zwei Faktoren ab: wie stark die Herzkranzgefäße verengt sind und an welcher Stelle sich der Engpass befindet. Fehlen Symptome komplett, spricht man von einer stummen Ischämie. Diese kommt besonders bei älteren Patienten und Diabetikern vor. Bei anderen, meist weiblichen Betroffenen zeigen sich nur unspezifische Symptome, zum Beispiel Atemnot, Blutdruckabfall, erhöhte Pulsfrequenz, Hautblässe, Schweißausbrüche, Übelkeit, Oberbauchschmerzen oder Angstzustände. 

Das typische Leitsymptom der KHK ist allerdings die Angina pectoris: mehr oder weniger starke, anfallsartige Brustschmerzen, die auch in Arme, Nacken, Rücken, Oberbauch oder Kiefer ausstrahlen, und ein Engegefühl in der Brust, das oftmals zu Beklemmungs- und Angstgefühlen führt. Die Beschwerden werden meist durch körperliche Belastung ausgelöst, da der Herzmuskel dann mehr Sauerstoff benötigt und nicht genug Blut durch die Koronararterien fließt. Die Grenze zur zumutbaren Belastung nennt man Belastungsschwelle. Zu Beginn der koronaren Herzkrankheit treten die Symptome nur dann auf, wenn der Sauerstoffbedarf des Herzens bei körperlicher Anstrengung gesteigert ist, bei emotionaler Belastung, einer Überfunktion der Schilddrüse oder wenn der Sauerstoffgehalt des Blutes niedrig ist.  

Bei einer stabilen Angina pectoris fällt die Stärke der Beschwerden immer ähnlich aus und die Symptome verringern sich nach kurzer Zeit. Dagegen verläuft der Schmerz bei der atypischen Angina pectoris in Wellen oder tritt erst nach beendeter körperlicher Belastung auf. Von einer instabilen Angina Pectoris spricht man, wenn die Beschwerden plötzlich ohne körperliche Belastung zunehmen oder sich die Belastungsschwelle verändert. Dies kann bedeuten, dass die Schmerzen früher auftreten, länger andauern, häufiger oder stärker werden. Auch jede erstmalig auftretende Angina pectoris wird als instabil bezeichnet. Wichtig: Im Gegensatz zur stabilen Form ist eine instabile Angina pectoris ein Notfall – es besteht die Gefahr eines akuten Herzinfarkts, weil das Gefäß ohne Vorwarnung auch komplett verschließen kann.

Schweregrade der Beschwerden bei Angina pectoris

Es werden vier Schweregrade von Angina Pectoris unterschieden.

  • Bei Grad 1 treten Brustschmerzen erst bei plötzlicher psychischer oder körperlicher Belastung auf, aber nicht bei Alltagsaktivitäten wie Laufen oder Treppensteigen.

  • Bei Grad 2 treten Brustschmerzen bei stärkerer Anstrengung auf, wie schnellem Laufen, Bergaufgehen und Treppensteigen nach dem Essen, bei Kälte oder gleichzeitiger psychischer Belastung.

  • Bei Grad 3 treten Brustschmerzen bereits bei leichter körperlicher Belastung auf wie normalem Gehen oder beim Ankleiden.

  • Bei Grad 4 treten Brustschmerzen bereits in Ruhe oder bei geringster körperlicher Belastung auf.

Diagnoseverfahren der Kardiologie

Ob eine Herzerkrankung vorliegt, erkennt ein Facharzt für Kardiologie vor allem durch gezielte Messungen und eine bildliche Darstellung des Herzens und seiner Gefäße. Auch die Messung des Blutdrucks sowie Untersuchungen der Blutfett-, Nieren- und Zuckerwerte geben Aufschluss über die Herzgesundheit. Die wichtigste Testmethode: EKG-Tests des Herzens im Belastungs- und Ruhezustand. Dabei werden die elektrischen Erregungen des Herzens über Elektroden auf der Haut abgeleitet. Der Arzt erkennt an den Aufzeichnungen, ob Zeichen eines früher durchgemachten Herzinfarktes oder Herzrhythmusstörungen bestehen und ob die aufgetretenen Brustschmerzen auf einen akuten Herzinfarkt oder eine akute Durchblutungsstörung hindeuten.

Bei einer Herzultraschall-Untersuchung, der sogenannten Echokardiographie, lassen sich zudem die Herzgröße, die Bewegung des Herzmuskels und die Pumpfunktion sowie eventuelle Herzklappenprobleme festellen. Außerdem kann mithilfe der Myokard-Szintigraphie die Durchblutung und Sauerstoffversorgung überprüft werden. Besteht der Verdacht auf eine akute, lebensbedrohliche Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße, kommt eine Herzkatheteruntersuchung zum Einsatz. Dabei wird ein dünner Schlauch über ein Blutgefäß bis zum Herzen vorgeschoben.

Risikofaktoren für KHK

Das Risiko für die koronare Herzkrankheit steigt mit zunehmendem Alter. Auch genetische Veranlagungen spielen eine Rolle und Männer erkranken deutlich öfter als Frauen. Der wichtigste Faktor, den Sie selbst beeinflussen können: ein ungesunder Lebensstil, vor allem Übergewicht und unausgewogene Ernährung. Denn damit gehen meist erhöhte Blutfett- und Cholesterinwerte sowie Bluthochdruck einher, welche die Gefäßwände schädigen und verkalken können. Zudem enstehen im Bauchfett Botenstoffe, die Entzündungsprozesse im Körper fördern. Andere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, Rauchen und Diabetes.

Vorbeugung: So gleibt das Herz gesund

  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

    Blutdruck, Blutzucker sowie die Blutfett- und Cholesterinwerte sollten regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden, um gefährliche Veränderungen rechtzeitig zu entdecken und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

  • Ausreichend Bewegung

    Wer regelmäßig Sport treibt, senkt Blutdruck und Cholesterinwerte.

  • Nichtraucher werden

    Die giftigen Substanzen aus dem Tabakrauch schädigen die Gefäße.

  • Übergewicht abbauen

    Mit sinkendem Köpergewicht erreichen auch Blutfett- und Cholesterinwerte sowie der Bluthochdruck wieder ein gesundes Maß.

  • Gesunde Ernährung

    Am wichtigsten bleibt eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Denn wer jahrelang ungesund lebt, fördert die Entstehung von Bluthochdruck, Diabetes und eines erhöhten Cholesterinspiegels. Ursachen, die für die koronare Herzkrankheit mitverantwortlich sind.

Behandlung der koronaren Herzerkrankung

Die koronare Herzkrankheit kann man nicht heilen, aber: Die richtige Therapie verbessert die Lebensqualität der Patienten und verlangsamt das Fortschreiten der Erkrankung. Außerdem zielt die Behandlung darauf ab, Komplikationen und einen Herzinfarkt zu vermeiden. Neben der Beseitigung von Risikofaktoren kommen dabei auch Medikamente zum Einsatz, etwa Blutplättchenhemmer gegen Blutgerinnsel, Beta-Rezeptoren-Blocker zur Senkung des Blutdrucks und Lipidsenker gegen zu hohe Blutfettwerte. Zusätzlich können Medikamente wie Nitrate helfen, die Blutgefäße des Herzens zu erweitern und es so besser mit Sauerstoff zu versorgen. Ist die koronare Herzkrankheit durch Medikamente nicht ausreichend kontrollierbar, kommt zusätzlich eine operative Aufdehnung der Herzkranzgefäße durch einen flexiblen Metallzylinder infrage, den sogenannten Stent. Bei der Bypass-Operation überbrücken Behandlungsteams wiederum verengte Blutgefäße mit körpereigenen Arterien oder künstlichem Gewebe. In vielen Fällen lassen sich so Herzinfarkte verhindern und die Gesundheit der Betroffenen stärken.

IKK Med

Haben Sie Fragen zu einer Krankheit, Behandlung oder einem Arzneimittel? Dann rufen Sie uns an: Die Experten von IKK Med beraten Sie gern. Über unsere kostenlose Hotline können Sie Ihre Fragen zu medizinischen Angelegenheiten stellen.

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