Schwangere Frau sitzt am Schreibtisch und benutzt das Handy.

Rundum versorgt: Digitale Lösungen für besondere Lebenslagen

Ob Schwangerschaft, Pflegebedürftigkeit oder eine Erkrankung: Das Leben hält stetig neue Herausforderungen bereit. Allein müssen Sie sich ihnen allerdings nicht stellen: Immer mehr digitale Helfer stehen Ihnen zur Seite, damit Sie auch in turbulenten Zeiten rundum versorgt sind.

Ein kurzer Moment kann Ihren ganzen Alltag auf den Kopf stellen – wenn etwa der Schwangerschaftstest endlich positiv ist. Manche Veränderungen wirken zunächst beängstigend: Benötigt beispielsweise ein geliebter Mensch nach einem Unfall plötzlich langfristige Pflege oder bei Ihnen selbst wird eine schwerwiegende Erkrankung diagnostiziert.

Aber: Mit digitaler Unterstützung behalten Sie auch in herausfordernden Zeiten den Überblick. Wir stellen Ihnen Apps und Online-Angebote vor, die Ihnen beim Managen jeder Lebenssituation helfen.

Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Medizinprodukte in Form von Apps, die im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetzes in den Leistungskatalog gesetzlicher Krankenkassen aufgenommen wurden und im sogenannten DiGA-Verzeichnis gelistet sind. Sie bieten nachweislich einen medizinischen Nutzen oder verbessern den Ablauf einer Behandlung. Da sie per Kassenrezept verordnet werden können, spricht man auch von "Apps auf Rezept".

  • Digitale Pflegeanwendungen (DiPA): Smartphone- oder Webanwendungen, die den pflegerischen Alltag organisieren oder die Gesundheit pflegebedürftiger Menschen verbessern. Als Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung können sie von der Pflegekasse erstattet werden.

  • Elektronische Patientenakte (ePA): Gesetzlich Versicherte können auf freiwilliger Basis ihre gesundheitsbezogenen Dokumente zentral in einer elektronischen Patientenakte speichern und sicher verwalten. Die darin enthaltenen Informationen stehen ihnen selbst sowie Leistungserbringern zur Verfügung – sofern der Versicherte zuvor die jeweiligen Leistungserbringerinstitutionen dafür berechtigt hat.

  • Mobile Health (M-Health): Die Nutzung von mobilen Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Fitnesstrackern in der Gesundheitsversorgung, etwa in Form von Gesundheits-Apps.

  • Onlinekurs: Vergleichbar mit einem Kurs im Fitnessstudio oder an einer Abendschule werden Onlinekurse zu festen Zeiten mit einer bestimmten Anzahl an Personen durchgeführt. Die Teilnehmenden müssen sich unter Umständen Geräte oder Arbeitsmittel selbst beschaffen und für einen geeigneten Platz sorgen. Der Vorteil: Die Kurse können an jedem Ort stattfinden. Inhaltlich gibt es sowohl Fach- als auch Sportseminare, einzeln oder mit Übungsgruppen.

  • Schwangerschafts-App: Eine Anwendung für das Smartphone oder andere mobile Endgeräte, die Schwangere bei gesundheitlichen und organisatorischen Themen unterstützt.

  • Telemedizin: Ärztliche Versorgungskonzepte, die über eine gewisse räumliche Distanz hinweg erbracht werden, etwa telefonisch oder virtuell über digitale Kommunikationswege wie Videoanrufe. Telemedizin kann zur Diagnose, Therapie oder Rehabilitation zum Einsatz kommen sowie in der ärztlichen Entscheidungsberatung von Patientinnen und Patienten. Auch können mehrere Ärztinnen und Ärzte digital zusammenarbeiten.

  • Zyklus-Apps: Eine Anwendung für das Smartphone, die anhand eingegebener Daten und Messwerte berechnet, wann die nächste Periode oder die fruchtbaren Tage zu erwarten sind.

Tools und Helfer für werdende Eltern

Eine Schwangerschaft: 40 Wochen voller Vorfreude – aber auch zahlreiche organisatorische und gesundheitliche Herausforderungen. Um die verschiedenen Abschnitte dieser spannenden Zeit zu meisten, stehen werdenden Eltern zahlreiche digitale Angebote zur Verfügung.

Schon beim Kinderwunsch können sich Paare digitale Unterstützung holen: Zyklus-Apps tracken die fruchtbaren Tage im Monat und steigern so die Chance für eine erfolgreiche Empfängnis.

Ist der Schwangerschaftstest dann endlich positiv, liefern spezielle Schwangerschafts-Apps nützliche Tipps und Ratschläge. Die Anwendung Babelli erklärt etwa Woche für Woche, wie der Fötus gerade aussieht und was es zum jeweiligen Entwicklungszeitpunkt zu beachten gilt. Welche Medikamente und Wirkstoffe man während der Schwangerschaft vermeiden sollte, zeigt das kostenlose Angebot Embryotox des Bundesministeriums für Gesundheit. Auch für die Gesundheit werdender Mütter gibt es smarte Helfer: Die App Keleya begleitet werdende Mütter Woche für Woche mit geführten Yoga-Übungen, Expertenvideos und Podcasts sowie Online-Geburtsvorbereitungskursen. Zu Keleya gehört auch die Hebammensuche Ammely. Über sie können Schwangere bei Fragen an die Hebamme auch die Möglichkeiten der Telemedizin nutzen.

Onlinekurse bereiten nicht nur auf die Entbindung vor – auch für die Rückbildung gibt es digitale Trainings, die junge Mütter zurück zu einem gesunden Körpergefühl coachen.

Nicht vergessen: Digitale Angebote können die Versorgung während der Schwangerschaft sinnvoll ergänzen – sie ersetzen aber keinesfalls den persönlichen Austausch mit medizinischen Fachkräften und Hebammen.

Digitale Angebote für vor, während und nach der Schwangerschaft

  • Kinderwunsch und Familienplanung

    Um einen Kinderwunsch zu verwirklichen, sollten Sie Ihre fruchtbaren Tage tracken. Zahlreiche Apps helfen Ihnen dabei, Ihren Zyklus im Blick zu behalten.

    Zyklus-Apps im Test
  • Vorsorge und Termine

    Nützlichen Tools erinnern Sie an Vorsorgeuntersuchung, helfen bei der Geburtsvorbereitung und beantworten alle ihre Fragen.

    Die besten Schwangerschaftshelfer
  • Hebammensuche

    Gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband e.V. hat unser Kooperationspartner Keleya die Plattform „Ammely“ entwickelt. Sie unterstützt werdende Mütter bei der oft zeitaufwändigen Recherche nach einer Hebamme mit freien Kapazitäten.

    Zur Ammely-Hebammensuche
  • Arzt- und Kliniksuche

    Mit unserer Onlinesuche finden Sie eine geeignete Klinik für die Geburt und den passenden Arzt.

    Zum Verzeichnis
  • Rückbildung

    Nach einer Schwangerschaft haben viele Frauen mit Beckenbodenproblemen zu kämpfen. Mit pelvina erhalten Sie ein zertifiziertes Onlineprogramm.

    Zum Online-Beckenbodentraining

Schwangerschaftsbegleiter Keleya

Keleya bietet Schwangeren eine professionelle Begleitung durch diese aufregende Zeit – mit geführten Yoga-Übungen, Meditationen, Videos, Podcasts, täglich neuen Hebammen-Ratschlägen und einem Online-Geburtsvorbereitungskurs. Die App passt sich individuell an Ihre Bedürfnisse an.

Zur Keleya-App

Warum hat mir das keiner gesagt?

Neun Monate Glückseligkeit pur und rosiger Mama-Glow? Von wegen! Die Realität sieht für einige Schwangere ganz anders aus. Influencerin Toyah Diebel und Michael Muley, zweifacher Vater und sturmerprobter Ehegatte, räumen auf mit den Irrglauben rund um die Schwangerschaft.

Toyah Diebel und Michael Muley, Protagonisten der YouTube-Serie rund um Schwangerschaft und Geburt "Warum hat mir das keiner gesagt?"
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Smarte Unterstützung in der Pflege

Ob im Alter oder durch eine plötzliche Erkrankung: Wer den Alltag aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr alleine bewältigen kann, braucht rund um die Uhr zuverlässige Unterstützung.

Digitale Pflegeanwendungen, kurz DiPA, ergänzen seit Januar 2022 den Leistungsumfang der gesetzlichen Pflegeversicherung. In Form von Apps oder Webanwendungen optimieren sie die Organisation des pflegerischen Alltags sowie die Abstimmung mit Pflegediensten, was Angehörige und Patienten entlastet. Außerdem können sie die Gesundheit pflegebedürftiger Menschen mit gezielten Übungen stärken – etwa durch Sturzprävention oder mentales Training für Demenzpatienten. DiPAs, die im digitalen Pflegehilfsmittelverzeichnis gelistet sind, können von der Pflegekasse erstattet werden.

Neben den DiPA erleichtern auch telemedizinische Angebote wie Videosprechstunden erleichtern die Versorgung von Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Mehr zu den Möglichkeiten der Telemedizin lesen Sie hier.

Darüber hinaus profitieren Pflegebedürftige und Pflegende auch von den Möglichkeiten des digitalen Gesundheitssystems. So lassen sich etwa in der digitalen Patientenakte (ePA) Medikationspläne, Diagnosen oder Informationen zu Therapiemaßnahmen an einem zentralen Ort speichern. Die ePA erleichtert so nicht nur die Planung der Behandlung, sondern sorgt auch dafür, dass das behandelnde Ärzteteam im Notfall schnell alle relevanten Gesundheitsdaten einsehen kann.
 

Digitale Services für die Pflege

  • Senior und Mittzwanziger unterhalten sich

    Onlinekurse für Pflegende

    Gemeinsam mit unserem Partner curendo bieten wir Ihnen kostenfreie Online-Pflegekurse, die Sie besuchen können, so wie es Ihre Zeit erlaubt. Stellen Sie sich Ihren individuellen Pflegekurs zusammen. Zu den Pflegekursen

  • Bewohnerinnen eines Pflegeheims beim geselligen Kaffeetrinken

    IKK Pflegelotse

    Mit dem Pflegelotsen können Sie kostenlos und unabhängig nach ambulanten Pflegediensten oder Pflegeheimen suchen. Sie finden Infos zu Größe, Kosten, Versorgungsformen, Qualität, Lage und Anschrift. Zur Pflegeheimsuche

  • Junger Mann zeigt älteren Herren etwas auf seinem Smartphone.

    Diese Pflege-Apps können Sie unterstützen

    Pflegebedürftige als auch ihr Umfeld haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Erfahren Sie, wie Pflege-Apps in besonderen Umständen helfen können.

    Chronische Erkrankungen digital managen

    Medikamente einnehmen, Arzttermine planen, Messwerte dokumentieren – wer mit einer chronischen Erkrankung lebt, muss im Alltag nicht nur gesundheitliche Herausforderungen bewältigen.

    M-Health-Anwendungen – also Gesundheitsanwendungen fürs Smartphone und andere mobile Endgeräte – können das Krankheitsmanagement effizienter gestalten. Spezielle Apps helfen chronisch erkrankten Menschen dabei, die ärztlich verordneten Maßnahmen richtig umzusetzen und so zum Therapieerfolg beizutragen.

    Auch gezielte Behandlungen per App, Webanwendung oder Videosprechstunde können die Gesundheit von Betroffenenen stärken. Im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetzes wurden die sogenannten digitalen Gesundheitsanwendungen – kurz DiGA – in den Leistungskatalog gesetzlicher Krankenkassen aufgenommen. Diese Medizin-Apps bewirken einen medizinischen Nutzen oder eine Verbesserung im Ablauf einer Behandlung und können per Kassenrezept verordnet werden. Doch wie finden Sie das passende Angebot für Ihre Bedürfnisse?

    So wählen Sie medizinische Apps richtig aus

    MyTherapy-App

    Die kostenlose App MyTherapie wurde speziell für chronisch Erkrankte entwickelt. Sie erinnert zuverlässig an die pünktliche Medikamenteneinnahme, nötige Messungen oder anstehende Aktivitäten. Außerdem vereinfacht die App die Dokumentation der Therapie und den Austausch mit dem behandelnden Ärzteteam. Datenschutz und -sicherheit sind TÜV-geprüft, die Weiterentwicklung findet in Zusammenarbeit mit Forschungspartnern wie der Charité in Berlin statt.

    Zur MyTherapy-App

    Passende Apps bei verschiedenen Krankheitsbildern

    • Smartphone fotografiert eine Tablettenschachtel.

      Apps für Krebserkrankungen

      Immer mehr mobile Anwendungen helfen bei der Vorsorge oder begleiten Krebskranke während und nach der Therapie. Zu den Krebs-Apps

    • Frau misst mithilfe einer Diabetes-App ihren Blutzucker-Wert

      Diese Apps helfen bei Diabetes

      Blutzucker messen, Insulin spritzen, gesunder Lebensstil: Mit smarten Tools haben Diabetiker ihre Krankheit noch besser im Griff. Zu den Diabetes-Apps

    • Älterer Herr nutzt Herz-Apps beim Cardio-Training

      Apps bei Herzerkrankungen

      Smarte Unterstützung für die Herzgesundheit und zuverlässige Hilfe im Falle eines Notfalls – das können Herz-Apps leisten.

      Kostenübernahme von Apps

      Die IKK classic übernimmt die Kosten für Anwendungen wie BabyCare oder Keleya, die Sie während und nach der Schwangerschaft begleiten, oder Tinnitracks, der Tinnitus-Therapie per App.

      Darüber hinaus übernehmen wir für unsere Versicherten die Kosten für als Medizinprodukt zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)

      Weitere Angebote aus unserem Digital-Portfolio

      Älterer Herr beschäftigt sich mit einem Tablet.

      IKK Digital Plus

      Egal ob am Rechner oder per Smartphone: Mit unseren digitalen Angeboten haben Sie Ihre Gesundheit immer und überall im Griff, zum Beispiel mit praktischen Vorsorge-Apps.

      Alle digitalen Angebote
      Junge Frau sitzt gemütlich im Sitzsack mit Smartphone in der Hand

      IKK classic-App

      Persönliche Daten ändern, Nachweise hochladen oder Fachärzte in Ihrer Nähe finden. Unsere Service-App macht's möglich.

      Zur IKK-App
      Eine Frau hält ihr Smartphone in den Händen.

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