Künstliche Befruchtung

Wir unterstützen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Denn die Sehnsucht nach einem eigenen Kind kann schmerzvoll sein, wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt. Zum Glück kennt die moderne Reproduktionsmedizin viele Wege, um Betroffenen zu helfen.

Für die meisten Paare ist es ein aufregender Moment, wenn sie beschließen, eine Familie zu gründen. Allerdings ist die Befruchtung ein komplexer Vorgang, sodass auch gesunde Paare häufig ein bis zwei Jahre auf eine Schwangerschaft warten. Erst nach dieser Zeit ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen. Das gilt übrigens für beide Partner, denn die Gründe für das Ausbleiben einer Schwangerschaft sind in etwa gleich auf die Geschlechter verteilt.

Ungewollt kinderlose Paare unterstützt die IKK classic über den gesetzlichen Rahmen hinaus finanziell bei einer künstlichen Befruchtung.

Die Kostenübernahme der künstlichen Befruchtung als gesetzliche Leistung ist auf 50 Prozent begrenzt. Den betroffenen Paaren verbleibt oft ein hoher Eigenanteil. Im Interesse unserer Versicherten reduzieren wir mit einem weiteren Zuschuss den verbleibenden Eigenanteil.

Neu ab 2016: Wir erstatten verheirateten Paaren je Behandlungsversuch bis zu 500 Euro ihres zu zahlenden Eigenanteils, wenn beide Partner bei der IKK classic versichert sind. Ist nur ein Partner bei der IKK classic versichert, werden bis zu 250 Euro des noch zu zahlenden Eigenanteils erstattet.

Der Zuschuss wird für alle gesetzlich abrechnungsfähigen Leistungen im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung gewährt. Zusätzlich gewählte Leistungen, auf die kein gesetzlicher Anspruch besteht, können nicht mit erstattet werden.

Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung werden unter folgenden Voraussetzungen übernommen: 

  • Das Paar ist verheiratet und beide Ehepartner haben zum Behandlungsbeginn das 25. Lebensjahr vollendet.
  • Die Frau hat zum Beginn des jeweiligen Behandlungsversuches das 40. Lebensjahr und der Mann das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet. 
  • Es werden nur Ei- und Samenzellen der Ehepartner zur künstlichen Befruchtung verwendet.
  • Nach ärztlicher Feststellung besteht hinreichende Aussicht, dass durch die Behandlung eine Schwangerschaft herbeigeführt werden kann.

Zur Beantragung der künstlichen Befruchtung erstellt ein zugelassener bzw. ermächtigter Arzt einen Behandlungsplan, der vor Beginn der Behandlung zur Genehmigung bei der IKK classic eingereicht wird. Dabei entscheidet der Arzt, welche der Behandlungsmethode für das Paar medizinisch geeignet ist.

Die am häufigsten eingesetzte Methode der künstlichen Befruchtung ist die In-vitro-Fertilisation (IVF). Dabei werden die Eizelle der Frau und die Samenzellen des Mannes in einem Reagenzglas zusammengebracht. Bei einer erfolgreichen Befruchtung setzt der Arzt die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter. Sollten die Spermien zu unbeweglich sein, kann der Arzt eine Samenzelle mit Hilfe einer sehr feinen Nadel direkt in die Eizelle injizieren. Dieses Verfahren heißt Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Oftmals sind mehrere Behandlungsversuche nötig, die aber leider keine Garantie auf den Erfolg geben können. Die maximale Anzahl der Versuche hängt von der verwendeten Methode ab.

Zum Beispiel bekäme ein IKK-versichertes Ehepaar bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion oder bei der In-vitro-Fertilisation, für die jeweils eine Höchstzahl von drei Behandlungsversuchen festgelegt ist, einen Zuschuss in Höhe von bis zu 500 Euro pro Versuch, also maximal 1.500 Euro.

Nach erfolgter Behandlung wird der gesetzliche Kostenanteil direkt über Ihre Krankenversicherungskarte abgerechnet. Den weiteren Zuschuss erhalten Sie nach Abschluss des Behandlungsversuches von uns erstattet.

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