Mann unterhält sich mit Psychologe in Praxis.

Stationäre Versorgung bei psychischen Erkrankungen

In Koordination mit niedergelassenen Medizinern betreut das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Menschen, die an schweren psychischen Erkrankungen leiden – ambulant, teilstationär oder stationär.

Die Anzeichen für eine psychische Erkrankung sind sehr unterschiedlich. Während leichtere Depressionen und Angstzustände meist in ambulanten Therapiesitzungen behandelt werden können, bedarf es bei schweren psychotischen Störungen einer umfassenden Betreuung, die sich flexibel an die Bedürfnisse des Einzelnen anpasst.

Das Borderline-Syndrom ist dabei eine häufige Diagnose, bei der Betroffene eine weit gefächerte Symptomatik und auf vielen Ebenen ein instabiles Verhaltensmuster aufzeigen. Psychosen sind zudem dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen können, bei dem schnelle Hilfe erforderlich ist.

Behandlungsbestandteile

  • Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf stellt in Koordination mit weiteren Vertragspartnern sozialpsychiatrische und psychotherapeutische Hilfen – je nach Notwendigkeit – ambulant, teilstationär oder stationär zur Verfügung.

  • Patienten werden bedarfsgerecht im häuslichen Umfeld betreut.

  • Für eine intensive Behandlung und Krisenintervention steht ein spezialisiertes Team aus Ärzten und Therapeuten 24 Stunden täglich zur Verfügung.

  • Eine koordinierte Zusammenarbeit erfolgt zwischen: dem stationären Behandlungsbereich, dem teilstationären Behandlungsbereich, der sozialpsychiatrischen Psychosen Ambulanz, der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) und einem mobilen Team aus Ärzten und Therapeuten, das im Umfeld des Betroffenen arbeitet.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Teilnehmer an diesem Programm erhalten innerhalb einer Woche einen Termin bei einem teilnehmenden niedergelassenen Psychiater.

  • Eine enge Zusammenarbeit von Klinikärzten, niedergelassenen Psychiatern und Nervenärzten sowie Hausärzten und Therapeuten erfolgt für die Diagnostik, Therapie und Betreuung der Patienten.

  • Therapie- und Hilfsangebote stehen von Anfang an langfristig zur Verfügung.

  • Allen Patienten steht während der gesamten Behandlungsdauer ein festes Team aus einem Therapeuten und einem Arzt als persönlichen Ansprechpartnern zur Seite.

Teilnahme bei folgenden Diagnosen

  • Schizophrenie

  • anhaltende wahnhafte Störung

  • akute vorübergehende psychotische Störung

  • induzierte wahnhafte Störung

  • schizoaffektive Störung

  • nicht näher bezeichnete, nichtorganische Psychose

  • manische Episode mit psychotischen Symptomen

  • bipolar affektive Störung

  • Borderline-Persönlichkeitsstörung

  • schwere Depression mit psychotischen Symptomen

  • rezidivierende depressive Störung

  • gegenwärtig schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

  • sonstige nichtorganische psychotische Störung

Informationen zur Teilnahme

Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Versicherte unterschreiben Teilnahmeerklärung bei einem vertraglich gebundenen Arzt, können aber die Teilnahme innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen.

Leistungserbringer

  • Universitätsklinikum Hamburg–Eppendorf (UKE)
    Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie 
    Martinistraße 52 
    20246 Hamburg
    Telefon: 040 7410 -59869 
    Telefax: 040 7410 -56402

    Nähere Infos erhalten Sie auch in Ihrem IKK Service-Center vor Ort.

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