Warum ist sie gut? Durch das Bücken, Heben, Tragen und die oft nach vorne gerichtete Arbeitshaltung (z.B. beim Mauern, Fliesenlegen, Montieren über Kopf oder am Tisch) kann der Bereich zwischen den Schulterblättern und die obere Rückenmuskulatur oftmals stark verspannen. Diese Übung löst die dort liegenden Muskeln (Rhomboiden, Teile des Trapezius) und verbessert die Beweglichkeit der Schulterblätter, was auch den Nacken entlastet.
Und so geht's:
- Position: Stelle dich mit dem Rücken zur Wand, die Füße stehen etwa eine Fußlänge von der Wand entfernt. Beuge die Knie leicht. Platziere den Faszienball zwischen deiner Wirbelsäule und einem Schulterblatt auf Höhe der Brustwirbelsäule (etwa mittig bis zum unteren Rand des Schulterblatts). Lehne dich nun kontrolliert gegen den Ball.
- Druckaufbau: Du kannst den Druck ganz einfach selbst regulieren: Je mehr du dich gegen die Wand lehnst, desto intensiver wird der Druck. Drücke dich mit den Beinen leicht weg, um den Druck zu verringern.
- Rollen: Bewege dich durch leichtes Beugen und Strecken deiner Knie langsam auf und ab. Rolle Millimeter für Millimeter entlang der Muskulatur zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt, um besonders verspannte Stellen (Triggerpunkte) aufzuspüren.
- Verweilen & Atmen: Wenn du einen solchen Triggerpunkt findest, halte dort für 30–60 Sekunden inne. Atme tief und gleichmäßig ein und aus.
- Seitenwechsel: Wechsle nach etwa 1-2 Minuten die Seite.
Tipp: Wenn dir die Übung an der Wand nicht intensiv genug ist, kannst du sie auf dem Boden durchführen: Lege dich dazu auf den Rücken (Knie aufgestellt) und platziere den Ball an derselben Stelle unter dem Schulterblatt. Um den Druck zu regulieren, hebe dein Becken leicht an. Je höher das Becken, desto mehr Gewicht lastet auf dem Ball und desto intensiver wird die Massage.
Wichtig: Achte bei der gesamten Übung darauf, den Ball ausschließlich auf der weichen Muskulatur zu bewegen. Rolle niemals direkt über die Knochen um Reizungen zu vermeiden.