Was ist eigentlich das Imposter-Syndrom?
Das Imposter-Syndrom beschreibt das Gefühl, die eigenen Erfolge nicht wirklich verdient zu haben und die eigene Kompetenz zu unterschätzen. Wir denken, wir sind ein Hochstapler, der von seiner Umwelt demnächst als unfähig enttarnt wird. „Ich hatte einfach nur Glück.“, „Die anderen können das bestimmt besser als ich.“ sind nur Beispielsätze, die einem dabei durch den Kopf spuken können.
Besonders bei neuen Herausforderungen, im Job oder beim Start ins Berufsleben können solche Selbstzweifel auftreten. Man hat vielleicht gerade eine Ausbildung abgeschlossen, übernimmt neue Verantwortung oder bekommt positives Feedback – und kann es nicht so richtig annehmen.
Das kann dazu führen, dass man Erfolge kleinredet, sich ständig mit anderen vergleicht oder besonders viel leisten möchte, um sich selbst und anderen zu beweisen, dass man gut genug ist. Gleichzeitig werden Fehler schnell als Beweis dafür gesehen, dass die eigenen Zweifel doch stimmen.
WICHTIG: Das Imposter-Syndrom bedeutet nicht, dass man tatsächlich weniger kompetent ist. Im Gegenteil: Häufig stehen hinter den Zweifeln Menschen, die bereits viel erreicht haben, ihre eigenen Leistungen aber nicht angemessen anerkennen können.