Kindern das Schwimmen beibringen: Tipps und Übungen zum Schwimmenlernen

Redaktion
IKK classic

Rund die Hälfte aller Deutschen kann nicht oder nicht gut schwimmen. Dabei ist Schwimmen nicht nur eine wohltuende Erfrischung bei heißen Temperaturen, sondern auch sehr gesund. Zudem kann die Fähigkeit, schwimmen zu können, im Ernstfall lebensrettend sein. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Kindern das Schwimmen beibringen, und lernen Sie die gängigsten Schwimmstile kennen!

Egal, ob Sie im Freibad nach einem ausgiebigen Sonnenbad ins kühle Nass springen oder in der Schwimmhalle Ihre Bahnen ziehen: Schwimmen macht einfach Spaß. Und nicht nur das: Es ist auch eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Für Kinder und Erwachsene gilt außerdem: Wer nicht schwimmen kann, läuft im Ernstfall Gefahr zu ertrinken, wenn er aus Versehen ins Wasser fällt.

Statistik der Nichtschwimmer in Deutschland

Die Zahl der Grundschulkinder in Deutschland, die nicht schwimmen können, steigt. Zu diesem Ergebnis kam bereits 2022 eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die Umfrage zeigte, dass sich der Anteil der sechs- bis zehnjährigen Kinder, die nicht schwimmen können, auf 20 Prozent verdoppelt hatte. Seitdem hat sich an diesem Trend nichts geändert, wie auch die Deutsche Welle kürzlich berichtete. Gründe dafür sind vor allem Geld- und Personalmangel.

Das kann tödliche Folgen haben. So meldete die DLRG für das Jahr 2025 mindestens 393 Todesfälle durch Ertrinken, davon 311 in Binnengewässern wie Flüssen oder unbewachten Seen. Zwar haben laut der letzten Befragung unter Eltern etwa 54 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler das Seepferdchen. Als sicherer Schwimmer gilt jedoch nur, wer die Anforderungen des Jugendschwimmabzeichens in Bronze mindestens erfüllt. Das Seepferdchen bescheinigt lediglich das Beherrschen wichtiger Grundlagen.

Deshalb ist davon auszugehen, dass etwa 58 Prozent der Kinder nicht sicher schwimmen können – und im Notfall nicht in der Lage sind, sich selbst zu retten. Die Verantwortlichen der Studie sehen die Gründe für den Rückgang der Schwimmfähigkeit bei Kindern zum einen in den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und zum anderen darin, dass durch die hohe Zahl der Bäderschließungen immer weniger Schwimmunterricht an Grundschulen stattfindet.

Eine europaweite Studie zur Schwimmfähigkeit bei Kindern kam jüngst zu dem Ergebnis, dass Kinder mögliche Gefahren beim Schwimmen unterschätzen. Laut dieser Studie unterschätzt fast jedes zweite Kind in Deutschland Gefahrensituationen im Schwimmbad. Im Freiwasser ist der Anteil mit 44 Prozent etwas niedriger, aber immer noch alarmierend hoch. Dabei macht das Alter kaum einen Unterschied, das Geschlecht hingegen schon: Jungen schätzen Risiken häufiger zu niedrig ein als Mädchen.

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Ab welchem Alter können Kinder schwimmen lernen?

Die Eltern müssen also ran. Doch wie können sie ihren Kindern das Schwimmen beibringen? Laut Empfehlung der DLRG sollten Kinder ab dem fünften Lebensjahr schwimmen lernen. An das Wasser gewöhnen können Eltern ihre Kleinen aber schon früher, erklärt Lisa Kersten. Sie ist Schwimmtrainerin bei den Schwimm- und Sportfreunden Bonn, ehemalige Leistungsschwimmerin und sagt: „Wenn ein Kind noch nie im Wasser war, ist es am wichtigsten, ihm die Angst zu nehmen.“

Fünf Tipps, um Kindern das Schwimmen richtig beizubringen

  • Tipp 1: Gewöhnen Sie Ihr Kind früh ans Wasser

    Das funktioniert spielerisch in der Badewanne. Lassen Sie Ihr Kind beispielsweise ein Spielzeug vom Wannenboden hochholen, während sein Kopf unter Wasser ist. Eine weitere tolle Übung, um das Ausatmen unter Wasser zu trainieren, ist das Blubbern. Entweder einfach mit dem Mund üben oder mithilfe eines Strohhalms, empfiehlt Kersten. Die Schwimmtrainerin nennt noch weitere Übungen: „Man kann zum Beispiel einen Tischtennisball vor sich her pusten. Das sorgt dafür, dass Kinder mit dem Mund teilweise unter Wasser tauchen.” Oder der sogenannte Propeller: „Das Kind soll unter Wasser summen. Dabei lernt es, unter Wasser auszuatmen und über Wasser einzuatmen. Das macht auch sehr viel Spaß!“

    Beim Tauchen ist es grundsätzlich wichtig, die Augen offen zu halten. „Denn wenn das Kind im Schwimmbad richtig schwimmen lernt, benötigt es Orientierung – und das geht nur mit offenen Augen. Das ist auch eine der größten Herausforderungen: Im Wasser zu lernen, sich zu orientieren und mit der Atmung zurechtzukommen.“ Beim Tauchen mit offenen Augen sollten Sie aber keinen Badezusatz verwenden.

  • Tipp 2: Kindern beibringen, den Kopf unter Wasser zu halten

    Im nächsten Schritt ist es wichtig, den Kindern beizubringen, den Kopf unter Wasser zu halten. Lisa Kersten erklärt: „Sonst kommt es beim Brustschwimmen zum Kopfstellreflex. Dabei wird der Kopf stark in den Nacken genommen, was eine Fehlhaltung ist. Das kann man sich so vorstellen, als würde man beim Laufen die ganze Zeit in den Himmel schauen. Spätestens nach ein paar Minuten bekommt man Nackenschmerzen. Auch beim Schwimmen ist das sehr ungesund für die gesamte Wirbelsäule und raubt die Kraft, die man für die Bewegung braucht.“

    Um dem vorzubeugen, sollten Kinder an das Tauchen gewöhnt werden, zum Beispiel mit Tauchringen. „Ich mache gerne eine Übung, bei der sich die Kinder wie ein Paket zusammenrollen und auf den Beckenboden des Nichtschwimmerbereichs sinken lassen sollen. Danach stellen sie sich einfach wieder hin.” 

    Übung: Lassen Sie Ihr Kind in Torpedoposition durchs Wasser gleiten. Dafür hält es sich im knietiefen Wasser am Beckenrand fest oder es sitzt auf einer Treppe. Sie selbst stehen in kurzer Entfernung im Wasser. Bitten Sie Ihr Kind, sich in Bauchlage mit beiden Beinen vom Rand abzustoßen und zu Ihnen zu gleiten. Dabei soll es die Arme zum Pfeil zusammenlegen und dann vorstrecken. Dabei soll es das Gesicht ins Wasser legen, Luft ausblubbern und die Augen geöffnet halten.

  • Tipp 3: Kindern die Armbewegungen beibringen

    Wenn sich das Kind an das Wasser gewöhnt hat, ist der nächste Schritt, die Vorwärtsbewegung zu üben. „Das lernen Kinder am besten mit Hilfsmitteln wie einem Brett oder einer Schwimmnudel. Eine weitere Möglichkeit ist, sich in einer Gleitposition aufs Wasser zu legen“, empfiehlt Lisa Kersten. „Sie sollen sich vom Wasser tragen lassen und können sich mit den Händen am Hilfsmittel festhalten. Dann können sie den Wechselbeinschlag üben, also mit den Beinen strampeln. Dabei kommt der Beinschlag aus der Hüfte. So merken Kinder, dass sie allein durch den Beinschlag durchs Wasser kommen.“

    Da es für Kinder kognitiv viel zu verarbeiten gibt, sollten sie die Armbewegungen erst üben, wenn der Beinschlag richtig sitzt. Beim Erlernen der Schwimmstile sollten Kinder mit dem Kraulen und dem Rückenschwimmen beginnen. „Das ist der natürlichste Weg, denn so bewegt man sich auch im Alltag beim Spazierengehen“, sagt die Schwimmtrainerin. Wenn wir gehen, schwingen die Arme und Beine automatisch mit. Beim Brustschwimmen müssen Kinder ganz andere Bewegungen lernen, deswegen ist das nicht der einfachste Schwimmstil.“ Um die Armbewegung zu lernen, sollten Kinder wie eine Windmühle mit den Armen paddeln und sich so durchs Wasser ziehen.

    Eine Übung dafür ist die Torpedo-Übung, mit der Sie das schrittweise mit Ihrem Kind ebenfalls üben können. Zunächst soll es sich einfach gleiten lassen, dann mit den Beinen strampeln. Zuletzt nimmt es die Arme hinzu und paddelt windmühlenartig durchs Wasser.

  • Tipp 4: Brustschwimmen als Letztes lernen

    Zuletzt ist das Brustschwimmen an der Reihe. Kersten rät: „Auch hier sollten Kinder mit dem Beinschlag anfangen und diesen zunächst trocken üben, indem sie sich auf eine Bank legen.“ Gerade beim Brustschwimmen werden oft Fehler gemacht, warnt die Profi-Schwimmerin. Der häufigste Fehler ist: Im Volksmund wird die Beinbewegung oft Froschbeinschlag genannt. Doch das führt dazu, dass man instinktiv die Beine unter den Bauch zieht. Eigentlich sollten die Oberschenkel aber in Verlängerung der Hüfte bleiben und die Fersen in Richtung Po gezogen werden.“

    Auch die Fußstellung ist wichtig, mahnt Kersten. „Wenn die Unterschenkel angehoben werden, sollten die Füße nach außen gedreht werden.“ Auch hier gilt es, den Kopfstellreflex zu vermeiden. Ausgeatmet wird während der Gleitphase, wenn der Körper gestreckt wird und der Kopf unter Wasser taucht.

    Übung: Den Ablauf der Armbewegung beim Brustschwimmen sollte man am besten mit Trockenübungen trainieren. So kann risikofrei geübt werden, welche Position die richtige ist. 

  • Tipp 5: Die richtige Schwimmhilfe nutzen

    Das Ganze lässt sich auch mit einer Schwimmnudel oder einem Schwimmbrett üben. Auf weitere Schwimmhilfen sollten Sie jedoch verzichten. Denn Ihr Kind sollte spüren, dass es im Wasser nicht von allein oben bleibt. Machen Sie nach einer halben Stunde Schluss. Es sollte noch Zeit sein, damit Ihr Kind frei spielen kann. Schließlich soll das Schwimmenlernen Freude machen.

    Was für Kinder gilt, gilt auch für Erwachsene: Unternehmen Sie Ihre Schwimmtrainings in flachem Wasser. So können Sie das Training jederzeit unterbrechen und sich hinstellen. Bitten Sie eine Freundin oder einen Freund, der sicher schwimmen kann, Sie zum Training zu begleiten. So fühlen Sie sich sicherer und können bei Bedarf um Tipps bitten.

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Welche Schwimmstile gibt es?

Beim Schwimmen unterscheidet man zwischen Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen, sowie dem Delphin-Stil. Die Stile unterscheiden sich in ihrer Geschwindigkeit und Schwierigkeit. Neben dem technisch anspruchsvollen und anstrengenden Delphin-Stil ist das Brustschwimmen die komplizierteste Technik. Im Gegensatz dazu ist das Kraulschwimmen die am leichtesten zu erlernende Methode und die, mit der man am schnellsten schwimmt. Deshalb ist „Freistil“ (= freie Wahl des Schwimmstils) im Wettkampf längst zum Synonym für Kraulschwimmen geworden. 

Richtige Technik beim Brustschwimmen

Der Klassiker: Die meisten Hobbyschwimmer legen den Kopf permanent in den Nacken, um ihn nicht unter Wasser tauchen zu müssen. Das ist jedoch falsch und belastet die Hals- und Lendenwirbelsäule enorm. Richtig ist, das Gesicht nur während der Zugphase der Arme zum Luftholen aus dem Wasser zu heben. Der Vortrieb wird durch ein kraftvolles Auseinanderziehen der Arme erzeugt. Beim Beinschlag sind die Knie nach außen gedreht, weshalb man auch von „Froschbeinen“ spricht.

Animation mit Person im Badeanzug und mit Badekappe beim Brustschwimmen.

Richtige Technik beim Kraul bzw. Freistil

Etwas komplexer, dafür aber effizienter, gesünder und eleganter. Dabei werden die gestreckten Beine trittartig bewegt. Das Gesicht ist zum Beckenboden gerichtet und die Arme pflügen wie Schaufelräder durchs Wasser. In dem Moment, in dem Sie den Oberkörper eindrehen, sodass eine Schulter aus dem Wasser ragt, und den Arm wieder zurückholen, erfolgt die Atmung durch eine Kopfdrehung zur geöffneten Körperseite.

Animation mit Person im Badeanzug und mit Badekappe beim Kraulschwimmen.

Richtige Technik beim Rückenschwimmen

Beim Rückenkraulen ist eine gute Orientierung im Wasser wichtig, da man nicht sieht, wohin man schwimmt. Der Vorteil dieser Schwimmtechnik ist, dass Mund und Nase immer über Wasser bleiben. Der Arm wird lang gestreckt über den Kopf geführt und taucht mit dem kleinen Finger beginnend ins Wasser ein. Dort schiebt der Arm das Wasser wie ein Schaufelrad kraftvoll unter dem Körper weg und taucht eng neben dem Körper wieder aus dem Wasser auf. Die Beintechnik ist dieselbe wie beim Freistilschwimmen, nur dass der Tritt in Richtung Wasseroberfläche ausgeführt wird.

Animation mit Person im Badeanzug und mit Badekappe beim Rückenkraulen.

Sechs Tipps für mehr Sicherheit beim Schwimmen

  • Brechen Sie das Training sofort ab und verlassen Sie das Wasser, wenn Sie während des Schwimmens Schmerzen oder Krämpfe bekommen.

  • Gehen Sie niemals ins Wasser, wenn Sie sich krank fühlen.

  • Üben Sie möglichst im Hallenbad und nicht an einem See, schon gar nicht in einem unbewachten Gewässer. In trübem Wasser kann man nicht erkennen, wie tief es ist. In fließenden Gewässern können sich gefährliche Strömungen und Strudel bilden.

  • Wenn Ihnen die Kraft ausgeht oder Sie einen Krampf bekommen, machen Sie den Seestern: Dazu legen Sie sich auf den Rücken, strecken Arme und Beine von sich und atmen ruhig. Kurz ausruhen und dann um Hilfe rufen.

  • Achten Sie auf Ihre Umgebung und schwimmen Sie nicht in Bereichen, in denen Boote und Schiffe fahren. 

  • Kennen Sie Ihre Grenzen. Als Nichtschwimmer sollten Sie nur bis zum Bauch ins Wasser gehen. Aber auch erfahrene Schwimmer sollten ihre Kraft nicht überschätzen.

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Darum ist Schwimmen gut für die Gesundheit

Welchen Schwimmstil Sie auch wählen – die Wassersportart hat viele Vorteile. Durch den Widerstand des Wassers werden nahezu alle Muskelgruppen gleichmäßig beansprucht. Das Herz-Kreislauf-System wird trainiert und die Lungenfunktion verbessert sich. Da die Gelenke kaum belastet werden, eignet sich Schwimmen besonders für Menschen mit Übergewicht oder Rückenproblemen, für Schwangere und Senioren.

Schwimmen macht Spaß und kann im Notfall sogar Leben retten. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie das Schwimmen allein erlernen können, nehmen Sie doch an einem Schwimmkurs teil, zum Beispiel bei der DLRG. Auf der Website des Vereins finden Sie Kurse in Ihrer Nähe.

FAQ: Kindern das Schwimmen beibringen

Ab welchem Alter sollten Kinder schwimmen lernen?

Die DLRG empfiehlt, dass Kinder ab einem Alter von etwa fünf Jahren schwimmen lernen. Noch wichtiger als das genaue Alter ist jedoch, dass Kinder sich sicher und wohl im Wasser fühlen. Eltern können deshalb schon früher mit der Wassergewöhnung beginnen, beispielsweise in der Badewanne oder beim gemeinsamen Planschen. Dabei geht es zunächst nicht um Technik, sondern darum, Angst abzubauen, das Gesicht ins Wasser zu nehmen und das Ausatmen unter Wasser spielerisch zu üben.

Wie lernt ein Kind schwimmen ohne Schwimmkurs?

Auch ohne Schwimmkurs können Eltern ihr Kind Schritt für Schritt unterstützen. Am Anfang stehen einfache Übungen zur Wassergewöhnung: blubbern, tauchen, einen Tischtennisball über die Wasseroberfläche pusten oder unter Wasser summen. Danach können Kinder üben, sich vom Wasser tragen zu lassen, sich vom Beckenrand abzustoßen und in der sogenannten Torpedoposition durchs Wasser zu gleiten. Wichtig ist, immer im flachen Wasser zu üben, damit das Kind jederzeit stehen kann.

Welche Übungen helfen Kindern beim Schwimmenlernen am meisten?

Besonders hilfreich sind Übungen, die Wassergewöhnung, Atmung und Wasserlage trainieren. Dazu gehören Blubberblasen, Tauchringe aus dem flachen Wasser holen oder das Gleiten in der Torpedoposition. Auch der Wechselbeinschlag mit Schwimmbrett oder Schwimmnudel hilft Kindern, ein Gefühl für Vortrieb zu entwickeln. Entscheidend ist, die Übungen spielerisch und in kurzen Einheiten aufzubauen.

Welche Schwimmhilfen sind beim Schwimmenlernen sinnvoll?

Schwimmnudel und Schwimmbrett können beim Üben sinnvoll sein, weil Kinder sich daran festhalten und einzelne Bewegungen wie den Beinschlag trainieren können. Auf zu viele Auftriebshilfen sollten Eltern aber verzichten. Kinder müssen spüren, wie sich ihr Körper im Wasser verhält, und lernen, dass sie nicht automatisch oben bleiben. Schwimmhilfen ersetzen außerdem niemals die Aufsicht durch Erwachsene.

Welche Schwimmtechnik sollten Kinder zuerst lernen?

Viele Kinder lernen Kraul- oder Rückenschwimmen leichter als Brustschwimmen. Der Grund: Beim Kraulen und Rückenschwimmen bewegen sich Arme und Beine natürlicher und im Wechsel. Brustschwimmen ist koordinativ anspruchsvoller und wird deshalb meist erst später empfohlen. Besonders wichtig ist, dass Kinder beim Schwimmen nicht dauerhaft den Kopf in den Nacken nehmen, sondern das Atmen mit der Bewegung verbinden.

Wann gilt ein Kind als sicherer Schwimmer?

Das Seepferdchen ist ein wichtiger erster Schritt, reicht aber noch nicht aus, um ein Kind als sicheren Schwimmer einzuschätzen. Als sicherer Schwimmer gilt in der Regel erst, wer mindestens die Anforderungen des Jugendschwimmabzeichens Bronze erfüllt. Eltern sollten deshalb auch nach dem Seepferdchen weiter mit ihrem Kind üben und besonders auf Sicherheit achten – vor allem in Seen, Flüssen und anderen unbewachten Gewässern.

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Veröffentlicht am 01.08.2023

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