Welcher Outdoor-Bewegungstyp sind Sie?

Bye-bye Fitnessstudio, hallo Natur. In der warmen Jahreszeit zieht es uns alle nach draußen. Wir stellen Ihnen fünf Bewegungstypen vor – und Outdoor-Sportarten, die zum jeweiligen Typ passen.

Manch einer bewegt sich gern, andere wiederum haben ein echtes Motivationsproblem, wenn es um Sport geht. Fest steht: 75 Prozent der Deutschen bewegen sich zu wenig. Dabei ist es gar nicht so schwer, seinen inneren Schweinehund zu überwinden. Erfahren Sie, welcher Bewegungstyp Sie sind – und welche Outdoor-Sportart Ihnen die beste Motivation bietet.

Der Sportmuffel

Mit dem Auto zur Arbeit fahren, tagsüber am Schreibtisch sitzen und abends auf der Couch entspannen: Der Sportmuffel meidet jegliche Art körperlicher Ertüchtigung. Sport assoziiert er vorwiegend mit üblem Muskelkater und Verletzungen aller Art. Das Sprichwort "Sport ist Mord" könnte er in die Welt gesetzt haben. Sport im Fernsehen schaut er zwar gerne, selbst welchen zu treiben käme ihm jedoch nie in den Sinn. Schlechtes Wetter, wichtige Termine und der stressige Arbeitstag sind willkommene Ausreden für den Sportmuffel. Außerdem könne man ja auch noch nächste Woche mit dem Training beginnen. 

Der Frühling ist allerdings auch für den Sportmuffel die ideale Jahreszeit für einen sportlichen Neuanfang. Das Training an der frischen Luft wirkt sich besonders posititv auf den Körper aus. Viele Sportmuffel benötigen einen persönlichen Motivator, damit der Neuanfang gelingt. Um dran zu bleiben, darf ihn das Training außerdem nicht überfordern. Am besten er lässt sich von einem Team motivieren, trainiert in der Gruppe oder leistet sich einen persönlichen Trainer. Wichtig ist auch, dass die Bewegung Spaß macht und nicht nur als körperlich anstrengend angesehen wird.
 

Manche Sportmuffel hält vor allem die Angst vor potenziellen Verletzungen vom Training ab. Sie sollten es doch mal mit Nordic Walking oder Schwimmen probieren – das Verletzungsrisiko ist verschwindend gering.

Meerjungfrauenschwimmen, auch Mermaiding genannt, ist ein echtes Ganzkörper-Work-out und fördert die Beweglichkeit. Bei diesem Schwimmsport stecken beide Beine in einer synthetischen Fischflosse.

Cross-Golf oder Urbangolf ist für alle Großstadtmenschen eine tolle Gelegenheiten, ihre Umgebung in den Sport mit einzubeziehen. Es hat nur noch wenig mit dem elitären Charakter des Golfsports zu tun. Kein Caddie, keine Kleiderordnung, kein Regelwerk und auch kein Handicap sind vonnöten, aber Spaß ist dennoch garantiert. Crossgolf kann man überall im freien Gelände spielen. Ziele können je nach den örtlichen Begebenheiten immer wieder neu ausgesucht werden – ein Papierkorb, eine Pfütze oder ein Straßenschild. Einzige Voraussetzung: Andere Menschen dürfen dabei nicht gefährdet werden. Wer die wenigsten Schläge benötigt, gewinnt.

In puncto Gruppenaktivitäten ist ein Fitness-Bootcamp die beste Adresse für schnelle Erfolge. Man trainiert im Team unter Anleitung eines Personal Trainers und an der frischen Luft. Hier wird zwar ordentlich geschwitzt, dafür ist die gegenseitige Motivation unglaublich hoch. Das straffe Sportprogramm hilft, klar gesteckte Ziele innerhalb weniger Wochen zu erreichen.

Zeichnung einer Meerjungfrau unter Wasser

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Der Naturliebhaber

Mit dem Fahrrad zur Arbeit, in der Mittagspause ein Spaziergang und abends den Sonnenuntergang im Garten genießen: Der Naturliebhaber bewegt sich bereits unter der Woche relativ viel, jedoch eher gemütlichen Schrittes, denn schließlich will man ja auch die Umgebung genießen. Das Wandern und Umherstreifen, Innehalten und Genießen liegen diesem Bewegungstyp sehr.

Zeichnung eines Mannes beim Wandern im Gebirge

Der Frühling ist seine Jahreszeit, weil sich die Natur vor den Augen des Naturliebhabers entfaltet und er mit ihr zusammen aufblüht. Die frische Luft, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, der Geruch von frischem Gras und Vogelgezwitscher tun seinem Organismus gut. Sportarten, die Mensch und Natur in Einklang bringen, sind deshalb ideal für den Naturliebhaber. Bestens geeignet sind Übungen, die auf dem Prinzip von Anspannung und Entspannung aufbauen. Der Naturliebhaber trainiert lieber allein als im Team, so kann er sich noch besser auf sich und seine Umgebung konzentrieren.

Folgende Sportarten passen besonders gut zum Naturliebhaber: SUP Yoga ist eine spezielle Form von Yoga, bei der man die Übungen auf einem Stand Up Paddeling Board ausführt. Das sanfte Schaukeln der Wellen, die scheinbare Unerreichbarkeit auf dem Wasser und seine beruhigende Wirkung machen dieses Outdoor-Training zu einem einzigartigen Erlebnis. Einige Seen bieten Gruppenkurse mit Trainer an, Vorkenntnisse sind nicht vonnöten. Die schwimmende Yogamatte, bzw. ein SUP-Board kann man an vielen Seen ausleihen.

Slacklining ist zum Beispiel eine spannende Sportart, die den Naturliebhabern den Schweiß nicht gleich aus allen Poren treibt. Beim Slacklining wird ein Gurtband zwischen zwei Bäume gespannt und anschließend darauf balanciert. Neben Balance braucht es Konzentration und Koordination. Da man ständig ausbalancieren muss, wird automatisch der gesamte Körper trainiert. Ein weiterer Vorteil: Man kann sich langsam steigern. Das Slacklinen bietet jede Menge Abwechslung, in Form von Waterlinen, Highlinen oder Longlinen. Profis vollführen sogar Tricks und Sprünge auf dem gespannten Band. Viele Städte bieten in Parks bereits spezielle Vorrichtungen zum Anbringen einer Slackline.

Auch beim Bogenschießen trainiert man in der freien Natur. Die ruhige Sportart erfordert Kraft und Konzentration, und man muss Umwelteinflüsse wie den Wind beim Trainieren einberechnen.

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Der Figurorientierte

Eine gesundheitsbewusste Ernährung und das tägliche Work-out gehört für den figurorientierten Bewegungstyp zum guten Ton. Sein Körper ist sein Tempel. Die Vernachlässigung desselben sieht er als Charakterschwäche. Getreu dem Motto "Wer nicht in Jogginghosen zur Arbeit kommt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren", trainiert er bereits morgens auf dem Weg zur Arbeit. Joggen, Fahrradfahren, Treppen steigen fördern sein Wohlbefinden. Die Grenze zwischen "sich fortbewegen" und Sport treiben verwischt bei ihm gänzlich.

Bewegung ist für den Figurorientierten das A und O, deshalb freut er sich umso mehr über den Frühling. Denn nun kann er endlich wieder bei schönem Wetter sein geliebtes Outdoor-Training absolvieren und Neues ausprobieren, um seinen Körper fit zu halten. Beim Training muss er sich so richtig auspowern können, denn in seiner Welt gilt: Viel hilft viel!

Welcher Sport zu ihm passt? Etwas, bei dem er sich verausgaben und den gesamten Körper in Form bringen kann. Dazu gehören zum Beispiel Ultimate Frisbee oder Crunning. Bei Ultimate Frisbee treten je sieben Spieler gegeneinander an. Man braucht jede Menge Kondition, um der fliegenden Frisbeescheibe hinterher zu hechten. Ziel ist es, den Frisbee als Team durch geschicktes Zuwerfen in der gegnerischen Endzone zu fangen. Das Spiel fördert Teamgeist und Fairness, denn ein Schiedsrichter ist nicht vorgesehen. Da es extrem anstrengend ist, ist Ultimate Frisbee für echte Sportfreaks bestens geeignet.

Auch Crunning ist ein sehr effektives Ganzkörper-Work-out. Das Wort verbindet Crawling mit Running, ist also eine Mischung aus Krabbeln und Laufen und sieht zugegebenermaßen ziemlich lustig aus. Auf allen Vieren Vollgas zu geben, ist ebenso anstrengend wie es aussieht. Dabei wird garantiert jede Muskelregion beansprucht. Handschuhe und Helm sind hierbei ein Muss.

Zeichnung eines Mannes beim Joggen im Park

Der Kontaktfreudige

Wer Sport treibt, um andere Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu schließen oder ein Date klarzumachen, gehört eindeutig zu den kontaktfreudigen, geselligen Bewegungstypen. Alleine zu trainieren liegt ihm eher nicht, er ist gerne unter Menschen. Falls mal niemand Zeit hat mit ihm zu trainieren, quatscht er gnadenlos jeden anderen Sporttreibenden im Park an.

Frühlingsgefühle und die beim Sport ausgeschütteten Endorphine sind genau die richtige Mischung für den sportlichen Antrieb des Kontaktfreudigen. Raus aus dem miefigen Fitnessstudio und rein in die blühende Natur. Sein Sportgeist wird zu dieser Jahreszeit erst wieder so richtig geweckt. Denn Gruppen- oder Teamsport unter freiem Himmel sind sein Ding, schließlich kann man nur so neue Leute kennenlernen.

Zeichnung eines Paars beim Boulen im Park

Diese Sportarten sollte der Kontaktfreudige jetzt ausprobieren: Plogging – die Verbindung von Joggen mit Müllsammeln. Der Trend kommt ursprünglich aus Skandinavien, aber auch in vielen deutschen Städten treffen sich mittlerweile Laufgruppen zum gemeinsamen Müllsammeln. Wer sich fürs Plogging entscheidet, hat damit ganz nebenbei noch ein tolles Gesprächsthema, nämlich den Umweltschutz.

Gemeinsam Fachsimpeln lässt es sich auch beim Boule. Ältere Herren wissen den Kugelsport als gesellige Gruppenaktivität schon lange zu schätzen. Während man seine Kugeln auf einer Kiesfläche möglichst nah an die Zielkugel spielt, kann man sich wunderbar unterhalten. Wem das klassische Boule zu langweilig ist, sollte es mal mit Crossboccia versuchen. Wie auch beim Crossgolf wird die gesamte Umgebung ins Spiel mit einbezogen und Hindernisse eingebaut.

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Der Adrenalinjunkie

Dieser Sport-Typ macht gerne Grenzerfahrungen und ist immer auf der Suche nach dem nächsten Kick. Schneller, höher, weiter lautet seine Devise. Der Adrenalin-Junkie ist immer in Bewegung und am Wochenende ständig unterwegs. Er trainiert, um sich selbst zu spüren, neue Erfahrungen zu sammeln und auszubrechen. Routine langweilt ihn, Abwechslung ist ihm wichtig. Adrenalin ist sein Lebenselixier.

Der Adrenalin-Junkie probiert gerne neue Extremsportarten aus und geht an seine Grenzen oder darüber hinaus. Er kann sich nur draußen unter freiem Himmel so richtig auspowern. Hungrig nach neuen Abenteuern, heißt er den Frühling mit offenen Armen willkommen. Indoor-Sport ist ihm ein Graus, er trainiert lieber am Fels und in den Bergen, auf dem offenen Meer oder hoch am Himmel. Hier sind sein Körper und Geist wirklich frei.

Welcher Sport zu ihm passt? Jeder, der Normalsterblichen den Angstschweiß auf die Stirn treibt oder sie schlichtweg überfordert. Wo die Verletzungsgefahr am größten ist oder gar eine Nahtoderfahrung winkt, ist der Adrenalinjunkie gleich Feuer und Flamme: Freeclimbing oder gar Free Solo, Freerunning, Parkour, Chase Tag oder Wingfoilen gehören in diese Kategorie. Während beim Freeclimbing noch mit Seil und Zwischensicherungen gearbeitet wird, geht es beim Free Solo um das Erklimmen von Bergen, Felswänden oder Routen komplett ohne Sicherungs- und Hilfsmittel.

Wer den Kick im Team sucht, sollte es mal mit Chase Tag versuchen. Dabei wird das klassische Fangenspiel mit einem Hindernis-Parcours und Freerunning kombiniert. Was das genau heißt? In atemberaubendem Tempo und springend, kletternd, rutschend müssen sich die Sportler durch einen Parcours bewegen, um die Spieler der gegnerischen Mannschaft abzuklatschen.

Echte Wasserratten können ihren Adrenalinpegel übrigens mit Wingfoilen schön nach oben treiben. Das zusätzliche Tragsegel (Foil) unter dem Kiteboard katapultiert Sie in ungeahnte Sprunghöhen und lässt sie förmlich über das Wasser fliegen.

Gerade der Adrenalinjunkie sollte bei aller Abenteuerlust jedoch nie die realisitsche Einschätzung dafür verlieren, welche Sportarten für ihn auch tatsächlich körperlich machbar sind. Ein gesundes Gefahrenbewusstsein ist gerade bei Extremsportarten Grundvoraussetzung, um sich selbst und andere nicht zu gefährden. 

Zeichnung einer Frau beim Freeclimbing an einer Felswand
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