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Corona-Pandemie: Was gilt aktuell bei Leistungen und Services?

Die 3. Welle scheint gebrochen zu sein: Die Infektionszahlen sinken weiter. Auch bei den Impfungen geht es mit Tempo voran. Bald soll es für vollständig Geimpfte und Genesene mehr Möglichkeiten und Freiheiten geben. Das alles gibt einem das Gefühl, auf einem guten Weg in der Corona-Pandemie zu sein.

(Stand: 10.05.2021)

Um alle Beteiligten bestmöglich zu schützen und zu entlasten, gelten für das Gesundheitswesen bereits eine Reihe von Sonderregelungen. Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Regelungen sowie zu den häufigsten Fragen rund um Ihre Versicherung und Corona.

Corona-Test & -Impfung

Wie funktioniert die Testregelung seit dem 8. März?

Seit dem 08.03.21 gilt: Alle Menschen in Deutschland ohne Corona-Symptome sollen wöchentlich einen kostenlosen Schnelltest erhalten. Die Kosten dafür übernimmt der Bund, die Organisation läuft über die Gesundheitsämter vor Ort. Denn die Schnelltests müssen von geschultem Personal vorgenommen werden. Mögliche Teststandorte sind Testzentren, Apotheken oder Arztpraxen.

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion und der Arzt verordnet einen Test, übernimmt  weiterhin Ihre IKK classic die Kosten. Die Abrechnung erfolgt direkt über Ihre KV-Karte. Ähnliches gilt, wenn Sie für die stationäre Aufnahme in eine medizinische Einrichtung (Krankenhaus, Reha-Klinik etc.) einen Negativtest benötigen.

 

Was mache ich bei einem positiven Testergebnis?

Haben Sie bei einem Schnell- oder einem Selbsttest ein positives Ergebnis erhalten, sollten Sie schnellstmöglich einen zuverlässigeren PCR-Test machen, um den Infektionsverdacht zu bestätigen. Kontaktieren SIe dafür Ihren Hausarzt oder ein Testzentrum. Bis das endgültige Testergebnis vorliegt, gilt es, die eigenen Kontakte konsequent zu reduzieren und sich in Quarantäne zu begeben.

Bedenken Sie: Auch ein negatives Ergebnis ist kein Freibrief, sich nicht mehr an die Abstands- und Maskenregeln zu halten, denn wie bei den "falsch positiven" Tests kann es auch "falsch negative" geben. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Schnell- und einem Selbsttest?

Bei einem Schnelltest wird ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich genommen. Dieser Abstrich wird auf einem Teststreifen aufgebracht, der mit einer Verfärbung reagiert. Da die Abstrichnahme nicht ganz einfach ist, wird sie nur durch geschultes Personal vorgenommen. Ein Ergebnis liegt nach ca. 15-20 Minuten vor. Die Kosten für diesen Test werden einmal pro Woche vom Bund übernommen.

Einen Selbsttest hingegen soll jeder selbst anwenden können. Es ist keine besondere Schulung erforderlich, denn der Abstrich erfolgt in diesem Fall weiter vorn in der Nase; außerdem gibt es Spuck- oder Gurgeltests. Bei Selbsttests sind inzwischen sechs Produkte amtlich zugelassen, die ab sofort auch über Supermärkte erhältlich sind. Die Kosten für diesen Test tragen Sie selbst.

Welche Testregeln gelten für Reiserückkehrer?

Sie reisen aus einem Risikogebiet nach Deutschland ein? Dann müssen Sie sich verpflichtend testen lassen. Für Reiserückkehrer sind Corona-Tests seit dem 16.12.20 jedoch nicht mehr kostenlos.

Den Test können Sie in vielen Ländern vor Ihrer Abreise Richtung Deutschland machen – das Corona-Testergebnis darf höchstens 48 Stunden alt sein. Oder Sie lassen sich nach Ihrer Einreise in Deutschland testen. Unter der Telefonnummer 116 117 können Sie sich informieren, wo Sie in Wohnortnähe einen Test machen können. Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte unbedingt vorher dort anrufen. Bis das Testergebnis vorliegt, müssen Sie sich an die Quarantäneregeln halten und bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden.  Ist der Test positiv, ist in jedem Fall eine zweiwöchige Quarantäne notwendig.

Bedenken Sie zusätzlich die Einreise- und Quarantäneregeln im jeweiligen Zielland.

Wann und wo kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

Bereits vier Impfstoffe unterschiedlicher Anbieter konnten zugelassen werden. Da nach der Zulassung der Impfstoffe zunächst nur eine sehr begrenzte Menge davon verfügbar ist, werden zuerst Personengruppen geimpft, die berufsbedingt ein höheres Erkrankungsrisiko haben. Ebenso Personen mit einem besonders hohen Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe. 

Dafür wurden bundesweit etwa 400 Impfzentren eingerichtet. Ergänzt werden diese durch mobile Impfteams, die beispielsweise stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Damit es nicht zu langen Warteschlangen vor Impfzentren kommt, gibt es ein einheitliches Terminmanagement. Die Impfberechtigten werden informiert. Aktuelle Informationen zu den Impfzentren und deren Organisation erhalten Sie im Internet auf den Informationsseiten Ihrer jeweiligen Landesregierung.

Die Priorisierung der Personengruppen in der Übersicht:

Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Hämato-Onkologie und  Transplantationsmedizin) 

Hohe Priorität

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit  Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung, mit Demenz, geistiger Behinderung oder einer schweren psychiatrischen Erkrankung, nach einer Organtransplantation, mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen, schweren chronischen Lungenerkrankungen, neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen, Adipositas (BMI>40) oder einem nach ärztlicher Einschätzung hohen bis sehr hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf 
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren sowie von einer in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die von dieser Person oder einem Vertreter bestimmt wurden
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die  im Dienst, etwa bei Demonstrationen oder Auslandseinsätzen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender medizinischer Versorgung tätig sind
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und EInrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender medizinischer Versorgung tätig sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Frauenhäusern, Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind 

Erhöhte Priorität

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit behandlungsfreien, im Remission befindlichen Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen und Rheuma, diverse Herzerkrankungen, chronische neurologische Erkrankungen, Asthma bronchiale, chronisch entzündlicher Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI>30) oder einem nach ärztlicher Einschätzung erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die von dieser Person oder einem Vertreter bestimmt wurden 
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentlicher Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation; Wahlhelfer
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • weitere Personen, die in EInrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Schulen tätig sind
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Im Laufe des Jahres werden wahrscheinlich weitere Impfstoffe zugelassen. Dementsprechend stehen dann auch mehr Impfdosen zur Verfügung und die Übergänge zwischen den Personengruppen werden fließender.

Die Impfung ist für Sie kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Habe ich einen Anspruch auf Fahrkostenübernahme, wenn ich mich impfen lasse?

Wenn Sie sich einer Schutzimpfung gegen SARS-COV-2 unterziehen, besteht nach § 60 Abs.1 Satz 5 SGB V ein Anspruch auf die Übernahme der Fahrkosten zum nächstgelegenen Impfzentrum. Anspruchsberechtigt sind Versicherte, bei denen eine eingeschränkte Mobilität (Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“) vorliegt oder ein Pflegegrad 3, 4 oder 5. Gern beraten wir Sie vor dem Aufsuchen des Impfzentrums zu Ihren Ansprüchen.

Kann ich über den Terminservice von IKK Med einen Impftermin vereinbaren?

Telefonisch sind die Impfzentren für die Kunden nicht bzw. nur schwer zu erreichen. Daher wünschen viele Kunden durch IKK Med eine Terminvereinbarung beim Impfzentrum des Bundeslandes oder Landkreises. Das ist leider nicht möglich, da ein solcher Weg der Terminvereinbarung in den Bundesländern nicht vorgesehen ist.

Der IKK Med Terminservice kann Sie nur bei Arztterminen zur Behandlung einer Erkrankung unterstützen, nicht bei der Beratung und Durchführung der Corona-Impfung.

Wie steht es um Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen bei Impfstoffen sind selten, aber nie ganz auszuschließen. Das gilt auch für die Corona-Impfung. Beispielsweise kann es vorkommen, dass Patienten allergisch auf einen Inhaltsstoff des Impfstoffs reagieren. Muss eine solche unmittelbar auftretende Nebenwirkung ärztlich behandelt werden, übernimmt die IKK classic selbstverständlich die Kosten.

Als oberste Bundesbehörde beobachtet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auftretende Nebenwirkungen sehr aufmerksam. Ärzte und Apotheker müssen dem Institut Verdachtsfälle von Impfkomplikationen melden, aber auch jede Privatperson kann sich dort online melden, wenn er oder sie einen Zusammenhang mit der Impfung vermutet. Das geht auch anonym. Jedem Verdachtsfall wird nachgegangen.

Ob in Folge der aufgetretenen Nebenwirkungen ein Impfschaden vorliegt, kann erst im Nachgang geklärt werden. Je nach Fallgestaltung gibt es hierzu verschiedene gesetzliche Grundlagen, die eine staatliche Versorgung bzw. Entschädigung regeln: Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

Mutter mit Baby auf dem Arm telefoniert mit der IKK-Med-Hotline © IKK Classic

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Ampullen mit COVID-19-Impfstoff © Getty Images

Leben

Corona-Impfung

In unserem Gesund.Machen.-Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund ums Impfen: Welche Impfstoffe gibt es, wie steht es um Risikogruppen und Nebenwirkungen?

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Versorgung mit FFP2-Masken (Schutzmasken)

Um bei besonders vulnerablen Personengruppen das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu reduzieren, wurde die sogenannte „Corona-Schutzmasken-Verordnung“ erlassen.

Wer ist anspruchsberechtigt?

  • Personen, wenn sie das 60. Lebensjahr vollendet haben oder
     
  • bestimmte Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegen
    a) chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale,
    b) chronische Herzinsuffizienz,
    c) chronische Niereninsuffizienz,
    d) Zerebrovaskuläre Erkrankung, insbesondere Schlaganfall,
    e) Diabetes mellitus Typ 2,
    f) aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankungen oder stattfindende oder bevorstehende Therapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann,
    g) stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation,
    h) Risikoschwangerschaft oder
     
  • sie Arbeitslosengeld II beziehen oder mit einer solchen Person in einer Bedarfsgemeinschaft leben.

Warum sind Kunden mit oben genannten Risikofaktoren nicht berücksichtigt?

Eine exakte Abbildung des definierten Personenkreises ist nur eingeschränkt möglich. Die Kunden fallen entweder nicht unter die definierten ICD-10-Schlüssel oder die Leistungsdaten liegen aufgrund der zeitversetzten Verfügbarkeit noch nicht im System vor oder aufgrund Meldebewegungen lag zum Stichtag keine offene Versicherungszeit vor.

Warum werden auch Kinder angeschrieben?

Kinder sind entweder in den Risikogruppen enthalten oder in den Angehörigen der ALG-II-Bezieher. Obwohl die Verpflichtung zum Tragen der FFP2-Masken erst ab 15 Jahren besteht, sollten auf explizite Anweisung der Regierung alle Kinder damit versorgt werden, wenn die Kriterien auf sie zutreffen.

Wie erfolgt die Information?

Die Krankenkassen haben die anspruchsberechtigten Personen in folgender Reihenfolge informiert:

  1. Personen der Altersgruppe ab 75 Jahre (Versand 15.01.21)
  2. Personen der Altersgruppe 70 bis 74 Jahre und Risikogruppen (Versand 25.01.21)
  3. Personen der Altersgruppe 60 bis 69 Jahre (Versand 08.02.21)
  4. Personen mit ALG-II-Bezug/ Sozialhilfeempfänger (Versand 17.02.21)

Die Anschreiben wurden für alle Kassen einheitlich durch die Bundesregierung zur Verfügung gestellt.  Sie beinhalten neben der Information auch Berechtigungsscheine, die in den Apotheken vorgelegt werden können.

Das Anschreiben für die ALG-II-Bezieher wurde ebenfalls im Namen der Bundesregierung versandt, allerdings ohne Berechtigungsscheine. Für diese Personen gilt das Anschreiben als Berechtigung für die Abgabe von 10 Masken. Es ist der Apotheke zusammen mit einem Ausweisdokument vorzulegen und verbleibt dort für Abrechnungszwecke.

Für Anschreiben an Betreuer/ Bevollmächtigte gibt es ein sogenanntes „Vorschaltschreiben“ mit der Adresse des Betreuers/ Bevollmächtigten.

Der Versand erfolgt nur einmalig anhand der zum Stichtag 15. Dezember 2020 bekannten Datensätze.

Gut zu wissen: Auf Drängen der Kassen hat die Bundesregierung eine gewisse Anzahl von Berechtigungsscheinen für Kulanzfälle zur Verfügung gestellt. Die Menge orientiert sich am Bestellvolumen der Kassen. Die IKK classic nutzt diese Berechtigungsscheine, um bestmöglich beispielsweise durch den Stichtag nicht berücksichtigte Kunden mit Risikoerkrankungen oder Briefempfänger ohne Gutschein zu unterstützen. Allerdings sind die uns zugewiesenen Berechtigungsscheine endlich – wir bitten um Verständnis, dass wir hier nicht allen Wünschen gerecht werden können.

Wie wird die Versorgung sichergestellt?

Der Versand von Berechtigungsschreiben an anspruchsberechtigte Personen ist abgeschlossen.

Der erste Berechtigungsschein konnte bis zum 28. Februar bei einer Apotheke eingelöst werden. Mit dem
zweiten Berechtigungsschein können Sie zwischen dem 16. Februar und dem 15. April weitere sechs Masken erhalten. Eine Verlängerung der Frist ist nicht vorgesehen, auch nicht für diejenigen, die im Rahmen der „Kulanzregel“ nachversorgt wurden.

Welche Kosten fallen an?

Die Erstversorgung von drei Masken je Person bis 06.01.2021 erfolgte kostenfrei.

Die Folgeversorgung seit dem 01.01.2021 ist mit einer Eigenbeteiligung in Höhe von 2 Euro je Abgabe von sechs Schutzmasken vorgesehen. Die Zuzahlung ist hier ausnahmslos zu leisten. Bestehende Zuzahlungsbefreiungen bleiben außen vor.

Abweichende Regelungen können durch die Apotheken vor Ort getroffen werden, darauf hat die IKK classic keinen Einfluss (z. B. wird die Eigenbeteiligung durch die Apotheke erlassen).

Wie erhalte ich meine FFP2-Maske?

Zeitplan im Überblick:

  • 01.01.2021 bis zum Ablauf des 28.02.2021 – Anspruch auf einmalig sechs Schutzmasken
  • 16.02.2021 bis zum Ablauf des 15.04.2021 – weiterer Anspruch auf einmalig sechs Schutzmasken
  • Mitte Februar bis 06.03.2021 – Anspruch für die ALG-II-Bezieher auf einmalig zehn Schutzmasken

Patienten können ihre Bezugsscheine, die sie über Mailings der Krankenkassen ab dem 01.01.2021 erhalten, entweder an eine Apotheke in Deutschland geben oder an eine EU-Versandapotheke schicken. Die Berechtigungsscheine können auch von einer anderen Person als den Anspruchsberechtigten vorgelegt werden.

Krankschreibung

Wie erfolgt meine Krankschreibung, wenn ich Symptome habe?

Stand: 18.12.2020

Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, müssen nicht persönlich in ihrer Arztpraxis vorstellig werden. Zwischen dem 19. Oktober und dem 30. Juni 2021 ist eine telefonische Krankschreibung für bis zu 7 Kalendertage möglich.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt muss sich dabei persönlich von Ihrem Zustand durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden. Die Regelung gilt auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes.

Nehmen Sie deshalb bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege am besten vor Ihrem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis auf und besprechen das weitere Vorgehen.

Ist nach Ansicht des Arztes ein Coronavirus-Test erforderlich, informiert er darüber, wo man sich testen lassen kann. In einigen Regionen brauchen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung.

Tipp: Halten Sie bei Ihrem Anruf Ihre Gesundheitskarte bereit, damit das Praxisteam Ihre persönlichen Daten abgleichen kann.

Haben Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten, können Sie das Exemplar für die IKK classic einfach über die IKK Onlinefiliale oder die IKK App hochladen und bei uns einreichen. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss der IKK classic innerhalb einer Woche nach Beginn bzw. nach dem Ende der bisher bescheinigten Arbeitsunfähigkeit vorliegen.

Die Vorlage beim Arbeitgeber erfolgt, sofern im Arbeitsvertrag nicht anders geregelt, bei einer länger als drei Tage andauernden Erkrankung spätestens am darauffolgenden Tag. Ob Ihr Arbeitgeber die Bescheinigung im Original per Post erhalten möchte oder ob eine gescannte Fassung ausreicht, müssen Sie individuell klären.

Wird für die Zeit der Quarantäne eine Arbeitsunfähigkeit vom Arzt attestiert?

Grundsätzlich nein. Eine Arbeitsunfähigkeit kann nur ausgestellt werden, soweit Krankheitssymptome vorliegen. Dies gilt auch, wenn die Person positiv auf das Virus getestet wurde und keine Krankheitssymptome vorliegen.

Krankengeld und Kinderpflegekrankengeld

Gibt es auch 2021 einen erweiterten Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld?

Im Jahr 2021 besteht rückwirkend ab 05.01.2021 ein erweiterter Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld.

Gesetzlich versicherte Eltern können pro gesetzlich versichertem Kind und Elternteil 30 statt 10 Tage Kinderpflegekrankengeld beantragen. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch auf 60 Tage pro Kind. Sind mehr als zwei Kinder im Laufe des Jahres 2021 zu betreuen, gilt eine Obergrenze von maximal 65 Tagen je Elternteil bzw. 130 Tagen bei Alleinerziehenden.

Eltern erhalten im Jahr 2021 auch Kinderpflegekrankengeld, wenn ihr Kind nicht krank ist, aber zu Hause betreut werden muss, weil pandemiebedingt von der zuständigen Behörde

  • Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindertageseinrichtung, Hort, Kindertagespflegestelle), Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden oder
  • für die Klasse oder Gruppe ein Betretungsverbot ausgesprochen (auch aufgrund einer Absonderung) wird oder
  • Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird oder
  • empfohlen wird, vom Besuch des Kindes einer der genannten Einrichtungen abzusehen

und Sie deswegen unbezahlt von der Arbeit freigestellt wurden.

Wie kann ich das pandemiebedingte Kinderpflegekrankengeld beantragen?

Für den Antrag gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei Kinderpflegekrankengeld bei Erkrankung eines Kindes:

  • Das Kind und der Antragsteller sind gesetzlich krankenversichert.
  • Das Kind ist jünger als 12 Jahre oder hat eine Behinderung und ist auf Hilfe angewiesen.
  • Im Haushalt lebt keine andere Person, die das Kind beaufsichtigen oder betreuen kann.
  • Die Krankenversicherung des Antragstellers umfasst einen Anspruch auf Krankengeld.

Gut zu wissen: Ihr Arbeitgeber übermittelt uns automatisch eine Verdienstbescheinigung, nachdem er den Monat abgerechnet hat, in dem Sie Ihr Kind betreut haben. Sobald uns die Entgeltdaten vorliegen, überweisen wir Ihnen Ihr Kinderpflegekrankengeld.

Hinweis: Senden Sie den ausgefüllten Antrag inklusive einem Nachweis zum Beispiel von Schule oder Kita über den Grund der erforderlichen häuslichen Betreuung per Post oder über die IKK Onlinefiliale an uns zurück. Eine ärztliche Bescheinigung ist nicht erforderlich.

Welche finanzielle Absicherung besteht für die Zeit von coronabedingten Schließungen von KiTas und Schulen?

Es gibt zwei Möglichkeiten der finanziellen Absicherung für Eltern: entweder das Kinderpflegekrankengeld oder die Verdienstausfallerstattung im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Eltern können wählen, welche Leistung sie in Anspruch nehmen möchten. Details zum Kinderpflegekrankengeld erfahren Sie in den voranliegenden Fragen und Antworten.

Im Rahmen des IfSG gilt: Wenn keine anderweitige zumutbare Betreuung für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr und von Kindern mit Behinderungen besteht, können Sie eine Entschädigung in Höhe von grundsätzlich 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalles für längstens 10 Wochen (20 Wochen für Alleinerziehende) erhalten. Die Zahlung ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Voraussetzung ist, dass keine anderen Möglichkeiten bestehen, der Tätigkeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben (z. B. Abbau von Zeitguthaben, Resturlaub). Nähere Informationen finden Sie in § 56 des IfSG.

Wann erhalte ich Krankengeld?

Voraussetzung für die Zahlung von Krankengeld ist es, dass Arbeitsunfähigkeit vorliegt und von einem Arzt attestiert wurde. Bei einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit besteht der bisherige Grundsatz fort: Sechs Wochen lang leistet der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Quarantäne oder ein berufliches Tätigkeitsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) begründen keinen Anspruch auf Krankengeld.

Wem jedoch aufgrund des IfSG als Ansteckungsverdächtiger, Ausscheider, Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern die Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit vom Gesundheitsamt verboten wird (§ 31 Satz 2) erhält von seinem Arbeitgeber weiterhin für bis zu sechs Wochen sein Gehalt ausgezahlt. Dies gilt auch während einer Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt. Der Arbeitgeber kann sich diese Aufwendungen von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Sofern das Tätigkeitsverbot länger besteht, erhalten Betroffene ab diesem Zeitpunkt die Entschädigung direkt von der zuständigen Versorgungsverwaltung des Landes, in dem das Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde, ausbezahlt.

Wie erfolgt die Sicherstellung der ärztlichen Weiterbehandlung und medikamentösen Versorgung während der Quarantäne?

Wenn wegen einer anderen bzw. bestehenden Erkrankung dringend Medikamente oder eine ärztliche Behandlung erforderlich sind, rufen Sie bitte Ihre Haus- oder Facharztpraxis an. Erklären Sie, was Sie benötigen und dass Sie derzeit unter Quarantäne stehen. Persönliche Arzttermine können während der Quarantäne in der Regel nicht wahrgenommen werden. Die ärztliche Versorgung während der Quarantänezeit erfolgt in Absprache mit dem Gesundheitsamt. Bei medizinischen Problemen ist das Gesundheitsamt ebenfalls zu kontaktieren.

Es ist Kurzarbeitergeld geplant, was geschieht, wenn ich jetzt arbeitsunfähig bin, von wem erhalte ich Geld?

Die Berechnung und Auszahlung von Kurzarbeitergeld bzw. Krankengeld in Höhe Kurzarbeitergeld übernimmt der Arbeitgeber.

Grundsätzlich ist Kurzarbeitergeld eine Leistung der Agentur für Arbeit.

Ausnahme

Erkranken Sie als Arbeitnehmer im Monat vor dem Beginn des Bezuges von Kurzarbeitergeld bzw. während eines (Kalender)monats ohne Kurzarbeitgergeld-Bezug des Betriebes, dann zahlt die IKK classic Krankengeld in Höhe Kurzarbeitergeld an den Arbeitgeber und zwar solange, wie ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht.

Wer erstattet mir das Kurzarbeitergeld wenn Arbeitsunfähigkeit und Kurzarbeit gleichzeitig beginnen?

Beginnen Arbeitsunfähigkeit und Kurzarbeit am selben Tag und es besteht noch ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung, erhalten Sie Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit.

Wie hoch ist mein Kurzarbeitergeld, wenn die Krankenkasse zuständig ist?

Das Krankengeld, das anstelle des Kurzarbeitergeldes durch die IKK classic gezahlt wird, hat die Höhe des Kurzarbeitergeldes. Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber, dem wir dann das Kurzarbeitergeld-Krankengeld erstatten. Der Arbeitgeber muss dafür einen separaten Antrag bei uns stellen.

Erhalte ich weiter Krankengeld, wenn meine stufenweise Wiedereingliederung abgebrochen bzw. ausgesetzt wird?

Bedingt durch die Corona-Pandemie kann es sein, dass seitens Ihres Arbeitgebers Ihre laufende oder beginnende stufenweise Wiedereingliederungen abgebrochen bzw. ausgesetzt wird. Sie haben dadurch keine Nachteile. Ihr Anspruch auf Krankengeld bleibt weiterhin bestehen.

Möchten Sie aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken, Ihre Wiedereingliederung abbrechen, besprechen Sie dieses bitte mit Ihrem behandelnden Arzt und Ihrem Arbeitgeber. Ggf. kann der Wiedereingliederungsplan angepasst werden (z. B. Arbeiten im Homeoffice, keine Arbeiten mit Kundenkontakt etc.).

Bei einer Wiedereingliederung über die Rentenversicherung kann die Wiedereingliederung aus gesundheitlichen oder betriebsbedingten Gründen weiterhin bis zu längstens 7 Tage unterbrochen werden. Dauert die Unterbrechung länger als 7 Tage, gilt die Wiedereingliederung mit dem letzten Teilnahmetag als beendet und es besteht Anspruch auf Krankengeld.

Großes hölzernes @-Zeichen lehnt an einer Zimmerwand © Classen Rafael / EyeEm

Kundenservice

Krankmeldung online einreichen

Über unsere Service-App und die IKK Onlinefiliale können Sie Ihre Krankmeldung abfotografieren und einfach online einreichen.

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Familienversicherung

Wirkt sich die übergangsweise Anhebung der Zeitgrenzen auf das Fortbestehen der Familienversicherung aus?

In der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden die Zeitgrenzen für eine versicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen auf 5 Monate bzw.115 Arbeitstage angehoben.

Das Arbeitsentgelt aus einer bis zu 5 Monate bzw. 115 Arbeitstage andauernden kurzfristigen Beschäftigung führt in diesem Zeitraum nicht zum Ausschluss aus der Familienversicherung. Vorbeschäftigungszeiten sind dabei zu berücksichtigen.

Gleiches gilt im Falle einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, sofern das gelegentliche unvorhersehbare Überschreiten der 450 Euro-Entgeltgrenze nicht zur Beendigung dieser Beschäftigungsart führt (im vorgenannten Zeitraum bis zu 5 Monate möglich).

Ist die Aufnahme meines neugeborenen Babys in die Familienversicherung auch ohne Geburtsurkunde möglich?

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten derzeit nicht alle Standesämter wie gewohnt, amtliche Geburtsurkunden für Neugeborene sind nicht oder nicht zeitnah verfügbar. Befristet bis zum 30.06.2020 gilt: Sofern keine standesamtliche Geburtsurkunde vorgelegt werden kann, wird eine ärztliche Geburtsbescheinigung als Nachweis für die Familienversicherung akzeptiert.

Eine gültige standesamtliche Geburtsurkunde ist durch die Eltern später nachzureichen.

Die Prüfungen wurden über das geplante Schulausbildungsende hinaus verschoben. Besteht weiterhin Familienversicherung?

Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres können Kinder familienversichert sein, wenn sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden. Unter Schulausbildung ist auch ein Studium zu verstehen.

Die Zeit der Verschiebung der Abschlussprüfung aufgrund der Corona-Pandemie über den zeitlichen Ablauf der eigentlichen Schulausbildung (Schuljahresende, Ausbildungsende, Semesterende) hinaus ist noch als zur Ausbildungszeit gehörig zu werten und die Familienversicherung wird fortgesetzt.

Was ist, wenn mein Kind erst mit 25 die Schulausbildung beendet wegen verschobener (Abschluss-)Prüfungen?

Eine Verlängerung der Familienversicherung über das 25. Lebensjahr hinaus kommt nur bei Unterbrechung oder Verzögerung der Schulausbildung infolge eines der im Gesetz genannten Freiwilligendienste in Betracht. Eine Verzögerung der Schulausbildung wegen krisenbedingter vorübergehender Schulschließung oder entsprechenden Betretungsverboten stellt keinen Verlängerungstatbestand dar.

Kann mein Kind über mich familienversichert werden, wenn mein privat krankenversicherter Ehegatte in Kurzarbeit ist?

Die Familienversicherung für die gemeinsamen Kinder ist auch in der Zeit einer Entgeltminderung infolge von Kurzarbeit bei gleichzeitigem Bezug von Kurzarbeitergeld (weiter) ausgeschlossen, auch wenn dieses die Entgeltgrenze bzw. das Gesamteinkommen des gesetzlich versicherten Ehegatten unterschreitet. Eine derartige Entgeltminderung ist lediglich von vorübergehender Dauer und löst keine Änderungen im Versicherungsstatus aus.

Kann mein Kind über mich familienversichert werden, wenn mein privat versicherter Ehegatte Einkommenseinbußen hat?

Hat ein Selbständiger nur vorübergehende Entgeltminderungen oder Entgeltschwankungen, wird nicht von einer wesentlichen Änderung der Einkommensverhältnisse ausgegangen, sodass eine Familienversicherung für die gemeinsamen Kinder ausgeschlossen ist.

Anders verhält es sich, wenn eine wesentliche Änderung der regelmäßigen Einkommensverhältnisse bei Selbstständigen für eine gewisse Dauer anzunehmen ist.

Gibt es Erleichterungen für den Nachweis von Einkommensminderungen privat krankenversicherter Elternteile?

Zur Bestimmung des Arbeitseinkommens im Zusammenhang mit der Feststellung des Gesamteinkommens wird grundsätzlich der letzte (aktuelle) Einkommensteuerbescheid benötigt. Bei einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse, z. B. aufgrund der aktuellen Krisensituation, ist eine Nachweisführung mit anderen Unterlagen möglich.

Von einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse wird dann ausgegangen, wenn das aktuell nachgewiesene Arbeitseinkommen um mehr als ein Viertel des über den Einkommensteuerbescheid zuletzt festgestellten Arbeitseinkommens reduziert ist. Üblicherweise ist hierfür der Vorauszahlungsbescheid erforderlich. Zurzeit werden hierfür aber auch andere Nachweise über die geänderte finanzielle Situation z. B. Erklärungen von Steuerberatern, finanz- und betriebswirtschaftliche Auswertungen oder auch glaubhafte Eigenerklärungen über erhebliche Gewinneinbrüche akzeptiert.

Muss ich als Selbstständiger die Soforthilfen bei der Ermittlung des Gesamteinkommens berücksichtigen?

Die zur Verfügung gestellten Soforthilfen sind zwar grundsätzlich steuerpflichtig, aber als einmalige Einnahme nicht dem regelmäßigen Gesamteinkommen für die Familienversicherung zuzurechnen.

Ich kann als Selbständiger bis auf weiteres nicht mehr arbeiten – kann ich in die Familienversicherung wechseln?

Für alle, die selbständig sind und ihre Tätigkeit oder ihren Betrieb nach Anordnung durch die Ordnungsbehörde bis auf weiteres nicht mehr ausüben können (z. B. Friseure) und somit über kein Einkommen verfügen oder angesichts der gegenwärtigen Krisensituation wegen Nachfrageeinbrüchen erhebliche Einkommenseinbußen bis hin zum vollständigen Wegfall des Einkommens hinnehmen müssen, gilt Folgendes:

Die Familienversicherung ist ausgeschlossen, wenn das regelmäßige Gesamteinkommen die Einkommensgrenze (455 Euro für das Jahr 2020) übersteigt.

Ungeachtet der Frage, ob das regelmäßige Gesamteinkommen die Einkommensgrenze übersteigt, steht die (weiterhin) hauptberuflich ausgeübte selbstständige Tätigkeit der Familienversicherung entgegen. Von einer weiterhin hauptberuflich ausgeübten selbstständigen Tätigkeit ist auszugehen, solange die Betriebstätigkeit lediglich unterbrochen ist und die Absicht besteht, diese fortzuführen. Daran ändern auch behördliche Verbote der Tätigkeitsausübung nichts.

Ist die Aufnahme in die Familienversicherung möglich, wenn ich als Selbstständiger mein Gewerbe einstelle?

Dies ist möglich, sofern Selbstständige (insbesondere Solo-Selbstständige) die selbstständige Tätigkeit einstellen, ohne die Absicht zu haben, diese in absehbarer Zeit wieder aufzunehmen. Falls eine Abmeldung des Gewerbes nicht möglich ist, weil die zuständigen Behörden nicht geöffnet oder nur schwer zu erreichen sind, genügt zunächst eine glaubhafte Erklärung zur Aufgabe des Gewerbes. Die Gewerbeabmeldung ist in diesen Fällen als Nachweis nachzureichen.

Hebammenhilfe

Kann meine Hebamme mich auch per Videotelefonie beraten?

Damit Schwangere und frischgebackene Mütter nicht auf die persönliche Zuwendung und Hilfe von freiberuflichen Hebammen verzichten müssen, kann bis 31. Dezember verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgegriffen werden. Neben kurzen Beratungen per Telefon können so vor allem längere Gespräche in einer persönlichen Atmosphäre durchgeführt werden. So bleibt Ihre Versorgung in dieser außerordentlichen Situation aufrechterhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen können minimiert werden.

Die Videotelefonie lässt sich z. B. nutzen für:

  • Erhebung der Basisdaten von Patientinnen

  • Hilfe bei Beschwerden in der Schwangerschaft

  • individuelle Vor- und spezifische Aufklärungsgespräche

  • Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse (als digitaler Live-Kurs)

Voraussetzung ist, dass die Kommunikation technisch in Echtzeit möglich ist und den versicherten Frauen dabei keine zusätzlichen Kosten, z. B. für eine bestimmte Software, entstehen. Auch auf eine private Atmosphäre soll geachtet werden. Die Kursteilnehmer müssen der „Zuschaltung via Internet“ explizit vorab zustimmen, ansonsten ist eine Teilnahme nicht möglich.

Meine Hebamme ist nicht verfügbar, kann ich auch mit einer weiter entfernten Hebamme in Kontakt treten?

Die Wegegeld-Bedingungen werden vorübergehend ausgedehnt: Ist eine Hebamme im Umfeld von 25 Kilometern nicht verfügbar, da für sie z. B. eine Corona-Quarantäne gilt, zahlt die IKK classic auch Fahrten von Hebammen, die bis zu 50 Kilometer entfernt von der Frau praktizieren.

Meine freiberuflich tätige Hebamme fällt aus, wie funktioniert jetzt im Krankenhaus die Geburtshilfe?

Die Regelung, nach der eine Dienst-Beleghebamme im Krankenhaus klinische Geburtshilfe bei höchstens einer weiteren Versicherten zur gleichen Zeit erbringen darf, findet derzeit keine Anwendung. Diese 1:2-Regelung in Krankenhäusern wird übergangsweise ausgesetzt. Damit kann ein möglicher Personalengpass bei der Geburtshilfe im Kreißsaal abgefangen werden, der eintreten kann, wenn freiberuflich tätige Hebammen krankheitsbedingt ausfallen.

Pflege

Wie erreiche ich derzeit die Pflegekasse?

Um Sie und unsere Beschäftigten bestmöglich vor einer Ansteckung zu schützen, läuft die persönliche Beratung in der Pflegekasse der IKK classic derzeit hauptsächlich über das Telefon. Bei Bedarf bieten wir jedoch weiterhin eine persönliche Pflegeberatung in einem unserer IKK Service-Center oder bei Ihnen zuhause an. 

Aufgrund der aktuellen Situation kann es allerdings zu personellen Engpässen und damit zu Verzögerungen kommen: bei der telefonischen Erreichbarkeit und bei der Bearbeitung Ihrer Anliegen.

Dies gilt insbesondere für Anträge auf Leistungen, die – wie etwa Anträge auf Pflegeleistungen – mit Beteiligung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) begutachtet werden.

Denn auch der MDK schränkt sicherheitshalber seine Serviceleistungen ein und erstellt seine Gutachten hauptsächlich telefonisch oder nach Aktenlage. Ab dem 1. Oktober sind Hausbesuche wieder möglich.

Bitte beachten Sie: Unter diesen Voraussetzungen können die gesetzlich vorgegebenen Fristen für die Entscheidung über einen Pflegeantrag von der Pflegekasse der IKK classic nicht immer eingehalten werden.

Bei Bezug von Pflegegeld sind in regelmäßigen Abständen Beratungsbesuche durch einen Pflegedienst oder eine anerkannte Beratungsstelle vom Gesetzgeber vorgesehen. Konnte ein solcher Besuch bei Ihnen aufgrund der derzeitigen Situation nicht bis zum 30.09.2020 stattfinden, wird das Pflegegeld ausnahmsweise nicht gekürzt oder eingestellt.

Seit dem 01.10.2020 muss wieder wie gewohnt ein Beratungsbesuch nachgewiesen werden. Der Beratungsbesuch kann auf Wunsch des Pflegebedürftigen während der Corona-Pandemie auch telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Diese Sonderregelung ist bis zum 31. März 2021 befristet.

Habe ich Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld?

Pflegeuntersützungsgeld wird insbesondere dann gewährt, wenn aufgrund einer unvorhersebaren akuten Pflegesituation eine erstmalige oder auch neue pflegerische Versorgung kurzftistig sichergestellt werden muss. 

Für Beschäftigte wird für den Zeitraum vom 23. Mai 2020 bis einschließlich 31. März 2021 der Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld von bisher 10 auf nun 20 Arbeitstage ausgeweitet, um die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen sicherzustellen oder zu organisieren.

Voraussetzungen:

  • die Pflege oder die Organisation der Pflege wird aufgrund der SARS-CoV2-Pandemie übernommen,
  • es besteht kein Anspruch auf Engeltfortzahlung vom Arbeitgeber, Kranken- oder Verletztengeld bei Erkrankung oder Unfall eines Kindes und
  • die häusliche Pflege kann nicht anders sichergestellt werden.

Bereits in Anspruch genommene Arbeitstage aufgrund der vorliegenden Situation werden auf den jeweiligen Antrag angerechnet. Ein Antrag ist bei der Pflegekasse des pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu stellen. 

Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel

Kann ich mir Hilfsmittel ausnahmsweise auch zusenden lassen?

Um den persönlichen Kontakt zwischen Ihnen und Ihren Leistungserbringern so weit wie möglich zu vermeiden, können Hilfsmittel vorrangig per Versand abgegeben werden – es sei denn, ein persönlicher Kontakt ist zwingend erforderlich (z. B. zur Anpassung). Beratungen oder Hinweise zur Einweisung in den Gebrauch der Hilfsmittel erfolgen vorrangig telefonisch, per E-Mail, per Verweis auf Videoeinweisungen oder durch digitale Medien. 

Normalerweise durch Sie erforderliche Unterschriften werden dann ausnahmsweise vom Leistungserbringer oder die zustellende Person übernommen und um einen Hinweis ergänzt, dass die abweichende Unterschrift aufgrund der Corona-Pandemie notwendig war. Hatten Sie jedoch persönlichen Kontakt, müssen Sie auch persönlich unterschreiben.

Mehrmonatslieferungen anstelle der vertraglichen Lieferzyklen bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln sind nicht mehr erlaubt.

Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. Januar 2021.

Bezahlt die IKK classic Hilfsmittel zur Prävention gegen COVID-19?

Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Coronavirus-Prävention sind keine Hilfsmittel im Sinne der Vorgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung. Daher übernimmt die IKK classic die Kosten dafür nicht. Eine Ausnahme bildet die Corona-Schutzmasken-Verordnung für besonders vulnerable Personengruppen (s. Seitenbeginn).

Therapien, Arzt- und Krankenhausbehandlungen

Kann mein Arzt Medikamente auch telefonisch verordnen?

Befristet bis 30. Juni 2020 war das Ausstellen einer neuen Verordnung von Arzneimitteln durch Arztpraxen auch nach telefonischer Anamnese möglich. Zum zwingenden Schutz besonders vulnerabler Patientengruppen sind Folgeverordnungen auf der Grundlage des § 8 Absatz 2 AM-RL weiterhin auch ohne direkten Arzt-​Patienten-Kontakt möglich.

Was tun bei Terminengpässen oder Praxisschließungen von Ärzten, Physio-/Psychotherapeuten und Co.?

Sie können die von der Arztpraxis oder dem Leistungserbringer angegebene Vertretung aufsuchen. Sollte keine Vertretung angegeben sein, können  z. B. auch telemedizinische/medizinisch-digitale Angebote sowie regionale (Online)-Angebote genutzt werden. Wir sind Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Alternative gerne behilflich.

Kann mein Kind die U-Untersuchungen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen?

Solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite ausgerufen hat und bis zu drei Monate darüber hinaus, können Sie alle U-Untersuchungen ab der U6 und die Jugenduntersuchung J2 auch außerhalb der Altersgrenze in Anspruch nehmen. Hinsichtlich der J1 findet diese Regelung keine Anwendung da bereits eine großzügige Toleranzzeit unabhängig von der Corona-Pandemie gegeben ist. 

Ich bin bei IKK Promed eingeschrieben - was ändert sich für mich?

Stand: 26.06.2020

Sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-19 geboten, müssen Sie 2020 nicht verpflichtend an Schulungen teilnehmen.

Die ärztliche Dokumentation von Untersuchungen der in ein Disease-Management-Programm (DMP) eingeschriebenen Patientinnen und Patienten ist für das gesamte Jahr 2020 nicht erforderlich.

Mein Zahnarztbesuch konnte nicht wie geplant stattfinden, was nun?

Stand: 02.06.2020

Heil- und Kostenpläne bei Zahnersatz, die im Zeitraum vom 30. September 2019 bis zum 31. März 2020 genehmigt wurden, behalten bis einschließlich 30. September 2020 ihre Gültigkeit . Für Versorgungen, die nicht bis zum 30. September 2020 durchgeführt werden können, muss ein neuer Heil- und Kostenplan erstellt werden.

Wer im ersten Kalenderhalbjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie seine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung nicht in Anspruch nehmen konnte, verliert nicht automatisch seinen vollständigen Bonusanspruch (Erhöhung der Festzuschüsse bei einer medizinisch notwendigen Versorgung mit Zahnersatz).

Meine geplante Operation/Krankenhaus-Behandlung soll verschoben werden, wie soll ich damit umgehen?

Um Ressourcen für die Behandlung von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch COVID-19 zu schaffen, sollen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in deutschen Krankenhäusern, soweit medizinisch vertretbar, verschoben werden.

Sofern Sie unter Schmerzen leiden oder durch die OP-Verschiebung irreversible Schäden möglich sind, sollten Sie Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt aufnehmen, damit geprüft wird, ob die Verschiebung der Operation/KH-Behandlung unter diesen Umständen medizinisch vertretbar ist und bei Bedarf alternative Möglichkeiten bestehen. Bei einer Verschiebung der Behandlung teilen Sie uns am besten den neuen Termin mit.

Tipp: Handelt es sich bei dem geplanten und verschobenen Eingriff um eine orthopädische Operation, nutzen Sie am besten unser Zweitmeinungsverfahren zur Prüfung von alternativen Behandlungsmethoden. Hierdurch können Sie die Wartezeit effektiv nutzen.

Kann einer Verschiebung von Behandlungen wegen Kinderbetreuung zugestimmt werden?

Wenn einzelne Behandlungen oder Therapietermine kurzfristig verschoben werden müssen, ist dies grundsätzlich möglich. In diesen Fällen sind zeitnahe Ersatztermine zu vereinbaren, sodass sich die Arbeitsunfähigkeit hierdurch möglichst nicht verlängert.

Steht eine stationäre Behandlung an, ist eine Unterstützung durch eine Haushaltshilfe möglich.

Ich habe Angst vor einer Corona-Infektion. Kann ich meine ambulante Behandlung bzw. Therapie verschieben?

Die Leistungserbringer tun alles, um die Sicherheit ihrer Patienten zu gewährleisten und die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Einzelne Behandlungen oder Therapien können kurzfristig verschoben werden, sofern davon auszugehen ist, dass sich eine Arbeitsunfähigkeit hierdurch nicht verlängert. Vereinbaren Sie zeitnahe Ersatztermine. Medizinisch notwendige Behandlungen und Therapien sollten nach Möglichkeit weiterhin in Anspruch genommen werden, sofern vor Ort die Möglichkeit dafür besteht.

Tipp: Besprechen Sie Ihre Ängste mit Ihren Ärzten bzw. Therapeuten; ggf. können Sie eine erweiterte Vereinbarung (z. B. Termin außerhalb der regulären Sprechstunde, Hausbesuch) treffen.

Junge Frau sitzt auf dem Bett und niest in Taschentuch © iStockphoto

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Kursangebote & Aktiv-Tage

Kann ich aktuell überhaupt einen IKK Gesundheitskurs besuchen?

Präventionskurse, deren vorgesehener Beginn in die Zeit der Kontaktbegrenzung/ während der Geltung der Kontaktbegrenzung fallen, können auch als Live-Übertragung durchgeführt werden. Die Durchführung von als Präsenzkurs zertifizierten Kursen als Live-Übertragung ist so lange möglich, wie die in den Ländern geltenden Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine Durchführung in Präsenz nicht gestatten. Dies gilt auch, wenn eine Durchführung in Präsenz nur für bestimmte Personengruppen (z. B. Ältere oder Personen mit Vorerkrankungen) nicht möglich ist. In diesem Fall kann der betreffende Kurs weiter insgesamt als Live-Übertragung durchgeführt werden. Sobald die Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer wieder eine Durchführung in Präsenz für alle Versicherten zulassen, sind neue und auch begonnene Kurse wieder in Präsenz durchzuführen.

Finden derzeit IKK Aktiv-Tage statt?

Aufgrund der von Bund und Länder beschlossenen Maßnahmen, können bis auf weiteres keine AKON Präventionsreisen stattfinden. Es besteht das Angebot, die Präventionskurse online als Webinar durchzuführen. Auskunft zu Umbuchungen und Stornierungen erhalten Sie unter der Service-Hotline 07931 964970 unseres Vertragspartners oder per E-Mail an info@akon.de.

Ich habe meine Rehabilitationssport-/Funktionstrainings-Teilnahme abbrechen müssen, was nun?

Verordnungen, die im Zeitraum vom 01.08.2020 bis 31.03.2021 bereits von der IKK classic genehmigt wurden bzw. noch bewilligt werden, werden automatisch um sechs Monate verlängert. Für Verordnungen, die ab dem 01.04.2021 bewilligt werden, gilt die von der IKK classic bewilligte Anspruchsdauer..

Einige Anibeter bieten derzeit alternativ Rehabilitationssport/ Funktionstraining im Freien an. Die Durchführung im Freien ist bis längstens 30.06.2021 möglich.

Alternative Online-Kurs
Damit eine kontinuierliche Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining gewährleistet ist, können diese bis längstens 30.06.2021 auch in Form eines Tele-/Online-Kurses erfolgen. Voraussetzung hierfür sind die gegebenen technischen Voraussetzungen beim jeweiligen Leistungsanbieter. Ausgenommen vom Tele-/Online-Angebot ist der Herzsport und das Funktionstraining als Wassergymnastik.

© Stocksy

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Freiwillig Versicherte

Ich kann meine Beiträge aktuell nicht zahlen, welche Möglichkeiten habe ich?

Für Anträge, die bis zum 30.09.2020 eingereicht wurden, gilt: Falls Sie aufgrund der Corona-Pandemie Ihre Beiträge nicht rechtzeitig zahlen können oder diese bereits fällig geworden sind, besteht die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung oder sogar einer Stundung. Die Beitragsermäßigung bzw. Stundung erfolgt grundsätzlich mit Beginn des auf die Antragstellung folgenden Monats, frühestens jedoch ab 01.03.2020 oder zu dem beantragten Termin. Diese Bestandsfälle bleiben über den 30.09.2020 hinaus in der Beitragsermäßigung, bis die Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen aufgrund eines überprüfungswürdigen Sachverhaltes (z. B. aktueller Einkommensnachweis) geprüft werden müssen.

Auf Grund des aktuell gültigen Teil-Lockdowns hat sich die IKK classic entschieden, das vereinfachte Verfahren zur Beitragsermäßigung bis zum Ende des Teil-Lockdowns weiter anzuwenden. 

Für Anträge ab dem 01.10.2020 bis zum Beginn des aktuellen Teil-Lockdowns galt das ursprüngliche Verfahren (dem Antrag musste er Vorauszahlungsbescheid des FInanzamtes beigelegt werden).

Studenten

Kann ich als Werkstudent mehr als 20 Stunden im Betrieb versicherungsfrei beschäftigt sein?

Sie möchten als Werkstudent aufgrund der Verlängerung von Semesterferien und auch der flexibleren Zeiteinteilung von Lehrangeboten mehr als 20 Stunden im Betrieb versicherungsfrei beschäftigt sein? Dann gilt:

Bei Beschäftigungen die in den Semesterferien ausgeübt werden, besteht unabhängig vom Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs.

Über 20 Wochenstunden hinausgehende Beschäftigungen aufgrund der flexibleren Zeiteinteilung bei der Inanspruchnahme von Lehrangeboten  steht der Anwendung des Werkstudentenprivilegs bis zur Wiederherstellung des Präsenzbetriebs nichts entgegen.

Zu beachten ist, dass das Werkstudentenprivileg dann verloren geht, wenn sich Beschäftigungen mit mehr als 20 Wochenstunden im Laufe des Jahres wiederholen und insgesamt mehr als 26 Wochen ausmachen.

Fragen Sie am besten Ihren Arbeitgeber. Dieser übernimmt die Prüfung, ob es sich um eine versicherungsfreie oder -pflichtige Beschäftigung handelt.

Ich kann meine Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr bezahlen. Ist eine Stundung möglich?

Auf Antrag können die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung, die Sie aufgrund der Corona-Krise nicht mehr zahlen können, vorübergehend gestundet werden. Nehmen Sie dazu am besten einfach Kontakt zu uns auf.

Kann ich auch mit über 30 noch studentisch versichert bleiben, weil sich die Prüfungstermine verschoben haben?

Die gesetzlichen Verlängerungstatbestände sehen eine Fortsetzung der Versicherungspflicht in der studentischen Krankenversicherung über das 30. Lebensjahr hinaus nur vor, wenn die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe das Überschreiten der Altersgrenze rechtfertigt.

Sollte sich das Studium verlängern, weil die das Studium abschließenden Prüfungen durch Verschiebung von Prüfungsterminen nicht abgelegt werden können, handelt es sich nicht um einen von Gesetzes wegen vorgesehenen Hinderungsgrund, der ein Überschreiten der Altersgrenze rechtfertigt.

Mein Job ruht und ich erhalte kein Arbeitsentgelt. Kann ich von der studentischen in die Familienversicherung wechseln?

Ja, wenn Sie aufgrund der Höhe Ihres Entgelts bislang in der studentischen Krankenversicherung waren und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können Sie in die Familienversicherung wechseln. Für die Aufnahme in die Familienversicherung während der „Ruhenszeit“ der Beschäftigung muss ein Fragebogen ausgefüllt werden.

Ist die Beschäftigung wieder möglich, muss zurück auf die studentische Krankenversicherung umgestellt werden.

Ich bin ein Studierender aus dem Ausland und konnte nicht nach Deutschland einreisen. Ist ein Beitragserlass möglich?

Es bleibt bei den üblichen Regelungen zum Eintritt der Versicherungspflicht. Jedoch ist ein Beitragserlass auf Antrag und auf den Einzelfall bezogen möglich. Dies gilt ausschließlich für internationale Studierende aus dem außervertraglichen Ausland, die pandemiebedingt an der Aufnahme bzw. Fortführung eines Studiums an einer deutschen Hochschule in Präsenzform gehindert und insofern auf digitale, webbasierte Lehrveranstaltungen (Online-Studium) verwiesen sind. Diese Studierende können im Falle einer späteren Einreise nach Deutschland zu Studienzwecken die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bis zum Zeitpunkt der Einreise einzelfallbezogen erlassen bekommen. 

Bei der Antragsstellung sind die Unterlagen, die die verzögerte Einreise bestätigen, mit einzureichen. 

Kurzfristige und geringfügig entlohnte Beschäftigung

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Bürger sollen abgefedert werden, indem der Zugang in die Grundsicherungssysteme vorübergehend erleichtert wird.

Dafür werden die Zeitgrenzen für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Oktober 2020 wie folgt angehoben:

  • Kurzfristige Beschäftigung: 
    5 Monate oder 115 Arbeitstage. Ab dem 01.11.2020 gelten dann wieder 3 Monate oder 70 Arbeitstage.
  • Geringfügig entlohnte Beschäftigung: 
    Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro im Monat führt nicht zur Beendigung der geringfügig entlohnten Beschäftigung. Gelegentlich bedeutet: bis zu 5 Monate Überschreitung innerhalb eines Zeitjahres. Ab dem 01.11.2020 bedeutet gelegentlich dann wieder bis zu 3 Monate Überschreitung innerhalb eines Zeitjahres.


Stichwort Familienversicherung: Die übergangsweise Anhebung der Zeitgrenzen wirkt sich nicht auf das Fortbestehen der Familienversicherung im Falle der Ausschöpfung der Zeitgrenzen aus.

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