Grauhaariger Mann sitzt vor Laptop an Küchentisch.

Corona-Pandemie: Was gilt aktuell bei Leistungen und Services?

Aufgrund der steigenden Zahlen können Sie sich bei leichten Atemwegserkrankungen weiterhin telefonisch krankschreiben lassen.

(Stand: 17.11.22)

Um alle Beteiligten bestmöglich zu schützen und zu entlasten, gelten für das Gesundheitswesen bereits eine Reihe von Sonderregelungen. Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Regelungen sowie zu den häufigsten Fragen rund um Ihre Versicherung und Corona.

Corona-Test & -Impfung

Wie funktioniert die Testregelung?

Bürgerinnen und Bürger haben nur unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf kostenlose Bürgertests. Bei Risikoexposition (z.B. Veranstaltungen in Innenräumen, Konzerte, Theater, Hochzeiten etc.) oder wenn die Corona-Warn-App eine rote Kachel zeigt werden 3 Euro Eigenbeteiligung fällig. Die Länder haben die Möglichkeit, die Eigenbeteiligung zu übernehmen. Kostenlos bleibt der Test weiterhin in folgenden Fällen:

  • Kinder unter 5 Jahren
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (z. B. Schwangere im 1. Trimester)
  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen
  • Personen, bei denen ein Test zur Beendigung der Quarantäne erforderlich ist („Freitesten“)
  • Besucher und Behandelte oder Bewohner in stationären bzw. ambulanten Pflege- und Krankeneinrichtungen
  • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach dem § 29 SGB IX Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines Persönlichen Budgets beschäftigt sind
  • Pflegende Angehörige
  • Haushaltsangehörige von nachweislich Infizierten

Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern machen ihre Tests weiterhin in den Einrichtungen.

Derzeit gibt es unterschiedliche Regeln vor Ort, um beispielsweise Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe, die Innengastronomie, Veranstaltungen und Feste in Innenräumen, Sportstätten im Innenbereich, Beherbergungsbetriebe und körpernahe Dienstleistungen zu besuchen. Die Regelungen können sich aufgrund der aktuellen Situation schnell ändern. Informieren Sie sich daher unbedingt vorab über die jeweiligen Regelungen bei Ihnen vor Ort.

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion und der Arzt verordnet einen Test, übernimmt Ihre IKK classic die Kosten. Die Abrechnung erfolgt direkt über Ihre KV-Karte. Ähnliches gilt, wenn Sie für die stationäre Aufnahme in eine medizinische Einrichtung (Krankenhaus, Reha-Klinik etc.) einen Negativtest benötigen.

Was mache ich bei einem positiven Testergebnis?

Haben Sie bei einem Schnell- oder einem Selbsttest ein positives Ergebnis erhalten, sollten Sie schnellstmöglich einen zuverlässigeren PCR-Test machen, um den Infektionsverdacht zu bestätigen. Kontaktieren Sie dafür Ihren Hausarzt. Ist dieser nicht erreichbar erkundigen Sie sich am besten vor dem Gang zum Testzentrum bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt. Denn in einigen Testzentren ist der PCR-Test nicht kostenlos und die Kosten sind nicht immer erstattungsfähig. Bis das endgültige Testergebnis vorliegt, gilt es, die eigenen Kontakte konsequent zu reduzieren und sich in Quarantäne zu begeben.

Bedenken Sie: Auch ein negatives Ergebnis ist kein Freibrief, sich nicht mehr an die Abstands- und Maskenregeln zu halten, denn wie bei den "falsch positiven" Tests kann es auch "falsch negative" geben. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Schnell- und einem Selbsttest?

Bei einem Schnelltest wird ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich genommen. Dieser Abstrich wird auf einem Teststreifen aufgebracht, der mit einer Verfärbung reagiert. Da die Abstrichnahme nicht ganz einfach ist, wird sie nur durch geschultes Personal vorgenommen. Ein Ergebnis liegt nach ca. 15-20 Minuten vor. Die Kosten für diesen Test werden vom Bund übernommen.

Einen Selbsttest hingegen soll jeder selbst anwenden können. Es ist keine besondere Schulung erforderlich, denn der Abstrich erfolgt in diesem Fall weiter vorn in der Nase; außerdem gibt es Spuck- oder Gurgeltests. Bei Selbsttests sind inzwischen sechs Produkte amtlich zugelassen, die ab sofort auch über Supermärkte erhältlich sind. Die Kosten für diesen Test tragen Sie selbst.

Welche Testregeln gelten für Reiserückkehrer?

Wenn Sie aus dem Ausland zurückkehren benötigen Sie seit dem 1. Juni 2022 bei der Einreise keinen Nachweis mehr, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. 

Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten besondere Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflichten, wenn sie sich dort länger als zehn Tage aufgehalten haben (ausgenommen davon sind beispielsweise Grenzpendler):

  • vor Einreise: Ausfüllen einer digitalen Einreiseanmeldung
  • bei Einreise: Für alle ab zwölf Jahren gilt die Pflicht eines aktuellen negativen Testergebnisses (PCR, PoC-NAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik). Der Test darf nicht älter als maximal 48 Stunden sein. Die Kosten werden nicht übernommen.
  • nach Einreise: unverzüglich auf direktem Wege an den Zielort/die eigene Wohnung begeben und dort 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Eine „Freitestung“ besteht nur unter bestimmten Ausnahmen, z. B. wenn die Kennzeichnung des Reisegebietes als Virusvariantengebiet aufgehoben wird.

Diese Regelungen gelten bis zum 31. Januar 2023.

Tipp: Bedenken Sie zusätzlich die Einreise- und Quarantäneregeln im jeweiligen Zielland.

Wann und wo kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

Wenden Sie sich für Ihre Impfung am besten an Ihren Hausarzt oder Ihr Gesundheitsamt vor Ort. Auch die lokalen Medien informieren regelmäßig über aktuelle Impfaktionen. Oder nutzen Sie unsere Arztsuche, um ein Angebot in Ihrer Nähe zu finden.

Die Impfung ist für Sie kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Da der Impfschutz nach einiger Zeit nachlässt, rät die Stiko Personen ab zwölf Jahren, die bisher nur eine Grundimmunisierung mit zwei Impfungen erhalten haben, zu einer Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) mit den neuen, an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffen.

Eine zweite Auffrischungsimpfung sollten Menschen ab 60 Jahren sowie Personen ab fünf Jahren, die wegen einer Grunderkrankung ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, in Anspruch nehmen. Menschen in medizinischen Berufen wird ebenfalls eine zweite Auffrischungsimpfung empfohlen.

Wie steht es um Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen bei Impfstoffen sind selten, aber nie ganz auszuschließen. Das gilt auch für die Corona-Impfung. Beispielsweise kann es vorkommen, dass Patienten allergisch auf einen Inhaltsstoff des Impfstoffs reagieren. Muss eine solche unmittelbar auftretende Nebenwirkung ärztlich behandelt werden, übernimmt die IKK classic selbstverständlich die Kosten.

Als oberste Bundesbehörde beobachtet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auftretende Nebenwirkungen sehr aufmerksam. Ärzte und Apotheker müssen dem Institut Verdachtsfälle von Impfkomplikationen melden, aber auch jede Privatperson kann sich dort online melden, wenn er oder sie einen Zusammenhang mit der Impfung vermutet. Das geht auch anonym. Jedem Verdachtsfall wird nachgegangen.

Ob in Folge der aufgetretenen Nebenwirkungen ein Impfschaden vorliegt, kann erst im Nachgang geklärt werden. Je nach Fallgestaltung gibt es hierzu verschiedene gesetzliche Grundlagen, die eine staatliche Versorgung bzw. Entschädigung regeln: Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

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Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund ums Impfen: Welche Impfstoffe gibt es, wie funktioniert das Boostern, wie steht es um Risikogruppen und Nebenwirkungen? Zum Artikel

Krankschreibung & Quarantäne

Wie erfolgt meine Krankschreibung, wenn ich Symptome habe?

Stand: 17.11.2022

Bei leichten Atemwegserkrankungen können Sie sich wieder telefonisch krankschreiben lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die entsprechende Sonderregelung aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen reaktiviert – vorerst bis zum 31.03.2023. Die telefonische Krankschreibung gilt für maximal sieben Tage. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

Die Regelung gilt auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes.

Nehmen Sie bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege am besten vor Ihrem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis auf und besprechen das weitere Vorgehen.

Ist nach Ansicht des Arztes ein Coronavirus-Test erforderlich, informiert er darüber, wo man sich testen lassen kann. In einigen Regionen brauchen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung.

Tipp: Halten Sie bei Ihrem Anruf Ihre Gesundheitskarte bereit, damit das Praxisteam Ihre persönlichen Daten abgleichen kann.

Haben Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten, wird diese seit dem 01.07.2022 von Ihrer Arztpraxis auf elektronischem Weg an Ihre Krankenkasse übermittelt (eAU).

Die Vorlage beim Arbeitgeber muss noch durch Sie selbst erfolgen. Sofern im Arbeitsvertrag nicht anders geregelt, bei einer länger als drei Tage andauernden Erkrankung spätestens am darauffolgenden Tag. Ob Ihr Arbeitgeber die Bescheinigung im Original per Post erhalten möchte oder ob eine gescannte Fassung ausreicht, müssen Sie individuell klären.

Wird für die Zeit der Quarantäne eine Arbeitsunfähigkeit vom Arzt attestiert?

Grundsätzlich nein. Eine Arbeitsunfähigkeit kann nur ausgestellt werden, soweit Krankheitssymptome vorliegen. Dies gilt auch, wenn die Person positiv auf das Virus getestet wurde und keine Krankheitssymptome vorliegen.

Werde ich für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Corona-Quarantäne entschädigt?

In allen Bundesländern wird spätestens seit dem 1. November 2021 keine Entschädigung mehr im Falle einer angeordneten Quarantäne aufgrund von Covid-19 für Ungeimpfte gezahlt.

Ausnahmen:

  • Jemand kann sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und hat ein entsprechendes Attest oder
  • gehört zu einem Personenkreis, für die in einem Zeitraum von bis zu acht Wochen vor der Absonderungsanordnung keine öffentliche Empfehlung für eine Impfung gegen Covid-19 vorlag

Krankengeld und Kinderpflegekrankengeld

Gibt es 2021 bis 2023 einen erweiterten Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld?

In den Kalenderjahren 2021 bis 2023 besteht ein erweiterter Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld.

Jeder gesetzlich versicherte Elternteil kann pro gesetzlich versichertem Kind 30 statt 10 Tage Kinderpflegekrankengeld beantragen. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch auf 60 Tage pro Kind. Sind mehr als zwei Kinder zu betreuen, gilt eine Obergrenze von maximal 65 Tagen je Elternteil bzw. 130 Tagen bei Alleinerziehenden.

Eltern erhalten in der Zeit vom 05.01.2021 bis zum 07.04.2023 auch Kinderpflegekrankengeld, wenn ihr Kind nicht krank ist, aber zu Hause betreut werden muss, weil pandemiebedingt von der zuständigen Behörde

  • Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindertageseinrichtung, Hort, Kindertagespflegestelle), Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden oder
  • für die Klasse oder Gruppe ein Betretungsverbot ausgesprochen (auch aufgrund einer Absonderung) wird oder
  • Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird oder
  • empfohlen wird, vom Besuch des Kindes einer der genannten Einrichtungen abzusehen

und Sie deswegen unbezahlt von der Arbeit freigestellt wurden.

Wie kann ich das pandemiebedingte Kinderpflegekrankengeld beantragen?

Für den Antrag gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei Kinderpflegekrankengeld bei Erkrankung eines Kindes:

  • Das Kind und der Antragsteller sind gesetzlich krankenversichert.
  • Das Kind ist jünger als 12 Jahre oder hat eine Behinderung und ist auf Hilfe angewiesen.
  • Im Haushalt lebt keine andere Person, die das Kind beaufsichtigen oder betreuen kann.
  • Die Krankenversicherung des Antragstellers umfasst einen Anspruch auf Krankengeld.

Gut zu wissen: Ihr Arbeitgeber übermittelt uns automatisch eine Verdienstbescheinigung, nachdem er den Monat abgerechnet hat, in dem Sie Ihr Kind betreut haben. Sobald uns die Entgeltdaten vorliegen, überweisen wir Ihnen Ihr Kinderpflegekrankengeld.

Hinweis: Senden Sie den ausgefüllten Antrag inklusive Nachweis, zum Beispiel von Schule oder Kita, über den Grund der erforderlichen häuslichen Betreuung per Post zurück an die IKK classic, Postfach, 04063 Leipzig. Eine ärztliche Bescheinigung ist nicht erforderlich. Alternativ können Sie das pandemiebedingte Kinderpflegekrankengeld auch direkt in Ihrer IKK Onlinefiliale beantragen!

Welche finanzielle Absicherung besteht für die Zeit von coronabedingten Schließungen von KiTas und Schulen?

Es gibt zwei Möglichkeiten der finanziellen Absicherung für Eltern: entweder das Kinderpflegekrankengeld oder die Verdienstausfallerstattung im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Eltern können wählen, welche Leistung sie in Anspruch nehmen möchten. Details zum Kinderpflegekrankengeld erfahren Sie in den voranliegenden Fragen und Antworten.

Im Rahmen des IfSG gilt: Wenn keine anderweitige zumutbare Betreuung für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr und von Kindern mit Behinderungen besteht, können Sie eine Entschädigung in Höhe von grundsätzlich 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalles für längstens 10 Wochen (20 Wochen für Alleinerziehende) erhalten. Die Zahlung ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Voraussetzung ist, dass keine anderen Möglichkeiten bestehen, der Tätigkeit vorübergehend bezahlt fernzubleiben (z. B. Abbau von Zeitguthaben, Resturlaub). Nähere Informationen finden Sie in § 56 des IfSG.

Wann erhalte ich Krankengeld?

Voraussetzung für die Zahlung von Krankengeld ist es, dass Arbeitsunfähigkeit vorliegt und von einem Arzt attestiert wurde. Bei einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit besteht der bisherige Grundsatz fort: Sechs Wochen lang leistet der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Quarantäne oder ein berufliches Tätigkeitsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) begründen keinen Anspruch auf Krankengeld.

Wem jedoch aufgrund des IfSG als Ansteckungsverdächtiger, Ausscheider, Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern die Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit vom Gesundheitsamt verboten wird (§ 31 Satz 2) erhält von seinem Arbeitgeber weiterhin für bis zu sechs Wochen sein Gehalt ausgezahlt. Dies gilt auch während einer Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt. Der Arbeitgeber kann sich diese Aufwendungen von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Sofern das Tätigkeitsverbot länger besteht, erhalten Betroffene ab diesem Zeitpunkt die Entschädigung direkt von der zuständigen Versorgungsverwaltung des Landes, in dem das Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde, ausbezahlt.

Wie erfolgt die Sicherstellung der ärztlichen Weiterbehandlung und medikamentösen Versorgung während der Quarantäne?

Wenn wegen einer anderen bzw. bestehenden Erkrankung dringend Medikamente oder eine ärztliche Behandlung erforderlich sind, rufen Sie bitte Ihre Haus- oder Facharztpraxis an. Erklären Sie, was Sie benötigen und dass Sie derzeit unter Quarantäne stehen. Persönliche Arzttermine können während der Quarantäne in der Regel nicht wahrgenommen werden. Die ärztliche Versorgung während der Quarantänezeit erfolgt in Absprache mit dem Gesundheitsamt. Bei medizinischen Problemen ist das Gesundheitsamt ebenfalls zu kontaktieren.

Es ist Kurzarbeitergeld geplant, was geschieht, wenn ich jetzt arbeitsunfähig bin, von wem erhalte ich Geld?

Die Berechnung und Auszahlung von Kurzarbeitergeld bzw. Krankengeld in Höhe Kurzarbeitergeld übernimmt der Arbeitgeber.

Grundsätzlich ist Kurzarbeitergeld eine Leistung der Agentur für Arbeit.

Ausnahme

Erkranken Sie als Arbeitnehmer im Monat vor dem Beginn des Bezuges von Kurzarbeitergeld bzw. während eines (Kalender)monats ohne Kurzarbeitgergeld-Bezug des Betriebes, dann zahlt die IKK classic Krankengeld in Höhe Kurzarbeitergeld an den Arbeitgeber und zwar solange, wie ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht.

Wer erstattet mir das Kurzarbeitergeld wenn Arbeitsunfähigkeit und Kurzarbeit gleichzeitig beginnen?

Beginnen Arbeitsunfähigkeit und Kurzarbeit am selben Tag und es besteht noch ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung, erhalten Sie Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit.

Wie hoch ist mein Kurzarbeitergeld, wenn die Krankenkasse zuständig ist?

Das Krankengeld, das anstelle des Kurzarbeitergeldes durch die IKK classic gezahlt wird, hat die Höhe des Kurzarbeitergeldes. Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber, dem wir dann das Kurzarbeitergeld-Krankengeld erstatten. Der Arbeitgeber muss dafür einen separaten Antrag bei uns stellen.

Erhalte ich weiter Krankengeld, wenn meine stufenweise Wiedereingliederung abgebrochen bzw. ausgesetzt wird?

Bedingt durch die Corona-Pandemie kann es sein, dass seitens Ihres Arbeitgebers Ihre laufende oder beginnende stufenweise Wiedereingliederungen abgebrochen bzw. ausgesetzt wird. Sie haben dadurch keine Nachteile. Ihr Anspruch auf Krankengeld bleibt weiterhin bestehen.

Möchten Sie aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken, Ihre Wiedereingliederung abbrechen, besprechen Sie dieses bitte mit Ihrem behandelnden Arzt und Ihrem Arbeitgeber. Ggf. kann der Wiedereingliederungsplan angepasst werden (z. B. Arbeiten im Homeoffice, keine Arbeiten mit Kundenkontakt etc.).

Bei einer Wiedereingliederung über die Rentenversicherung kann die Wiedereingliederung aus gesundheitlichen oder betriebsbedingten Gründen weiterhin bis zu längstens 7 Tage unterbrochen werden. Dauert die Unterbrechung länger als 7 Tage, gilt die Wiedereingliederung mit dem letzten Teilnahmetag als beendet und es besteht Anspruch auf Krankengeld.

Corona als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall

Wussten Sie schon, dass die Infektion mit dem Coronavirus unter gewissen Umständen einen Versicherungsfall in der gesetzlichen Unfallversicherung darstellen kann? Betroffene haben in diesen Fällen Glück im Unglück. Denn bei einer Anerkennung als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit können umfangreichere Leistungen in Anspruch genommen werden. Unter folgenden Voraussetzungen ist die Erkrankung als Berufskrankheit oder als Arbeitsunfall zu werten.

Wann COVID-19 als Berufskrankheit anerkannt wird

Eine Coronavirus-Erkrankung kann offiziell als Berufskrankheit anerkannt werden. Doch das gilt nicht für alle Berufsgruppen – hierfür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Erfolgt die Erkrankung an COVID-19 infolge einer beruflichen Tätigkeit im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium, ist der Unfallversicherungsträger als Leistungsträger zuständig. Gleiches gilt für Personengruppen, die bei ihrer versicherten Tätigkeit der Infektionsgefahr in einem ähnlichen Maße besonders ausgesetzt sind oder waren.

Zum Gesundheitsdienst zählen unter anderem Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäuser, Physiotherapieeinrichtungen, Pflegedienste sowie Rettungsdienste.

Unter Freier Wohlfahrtspflege werden alle Dienste und Einrichtungen verstanden, die sich in freigemeinnütziger Trägerschaft befinden und in organisierter Form im sozialen Bereich und im Gesundheitswesen stattfinden.

Unter Personengruppen, die bei ihrer versicherten Tätigkeit der Infektionsgefahr in einem ähnlichen Maße besonders ausgesetzt sind, fallen besonders die körpernahen Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk oder kosmetische Behandlungen.

Wichtig für eine Anerkennung als Berufskrankheit ist weiterhin, dass bei der Infektion mindestens geringfügige klinische Symptome auftreten. Sofern erst im späteren Verlauf Gesundheitsschäden auftreten – wie Long-Covid oder Post-Covid – erfolgt die Anerkennung ab diesem Zeitpunkt.

Weitergehende Informationen erhalten Sie von Ihrem Unfallversicherungsträger oder auf der Seite des Spitzenverbandes der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Wann eine Corona-Infektion als Arbeitsunfall gilt

Sofern eine Infektion mit dem Coronavirus infolge einer versicherten Tätigkeit erfolgt und die oben genannten Voraussetzungen zur Anerkennung einer Berufskrankheit nicht vorliegen, kann die Erkrankung einen Arbeitsunfall darstellen.

Voraussetzung ist, dass die Infektion auf die jeweilige versicherte Tätigkeit zurückzuführen ist. Der Kontakt mit einer infektiösen Person (Indexperson) muss dabei nachweislich im Rahmen der Tätigkeit stattgefunden haben. Neben der „normalen“ Beschäftigung ist Versicherungsschutz auch bei der Ausübung bestimmter Ehrenämter oder bei Hilfeleistung bei Unglücksfällen gegeben.

Ein Kontakt mit einer Indexperson im näheren Umfeld, der zu einer Ansteckung führen kann, ist gegeben, wenn dieser länger als zehn Minuten dauert – ohne dass die Beteiligten einen Mund-Nase-Schutz oder eine FFP2-Maske tragen. Kürzere Zeitspannen in Gesprächssituationen können jedoch auch ausreichend sein. Bei einer hohen Raumkonzentration infektiöser Aerosole kann eine Ansteckung trotz des Tragens eines Mund-Nase-Schutzes oder einer FFP2-Maske erfolgen. Achten Sie daher auf eine ausreichende Lüftung in geschlossenen Räumlichkeiten.

Lässt sich kein intensiver Kontakt zu einer Indexperson feststellen, kann es im Einzelfall ausreichen, wenn es im wesentlichen Tätigkeitsumfeld – etwa innerhalb des Betriebs oder der Schule – der erkrankten Person nachweislich eine größere Anzahl von Infektionen gegeben hat. Dabei sind Aspekte außerhalb der Arbeit im Einzelfall zu berücksichtigen, wie zum Beispiel die Infektionszahlen der Kontaktpersonen außerhalb der Arbeitsumgebung.

Bei der Prüfung eines Arbeitsunfalls ist generell zu berücksichtigen, ob im maßgeblichen Zeitpunkt Kontakt zu anderen Indexpersonen in nicht versicherten Lebensbereichen wie der Familie, in der Freizeit oder im Urlaub bestanden hat.

Wie unterstützt die IKK classic?

Die IKK classic greift im Rahmen eines EDV-gestützten Auswertungsverfahren Corona-Infektionen auf.
Unser 3-Schritt-Prinzip:

  • Schritt 1:

    Wird bei einer Auswertung ein Verdacht festgestellt, werden unsere Versicherten telefonisch oder schriftlich informiert

  • Schritt 2:

    Anschließend wird in einem persönlichen Gespräch oder per Fragebogen geklärt, ob ein Zusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit und der Infektion besteht.

  • Schritt 3:

    Bestätigt sich eine Infektion im beruflichen Umfeld, übermitteln wir dies dem zuständigen Unfallversicherungsträger und melden gleichzeitig einen Erstattungsanspruch für die IKK classic.

Sofern Sie den Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit oder Fragen haben, helfen Ihnen unsere Fallmanager gerne telefonisch weiter: 02162 912-245820.

Großes hölzernes @-Zeichen lehnt an einer Zimmerwand

Kundenservice

Krankmeldung online einreichen

Über unsere Service-App und die IKK Onlinefiliale können Sie Ihre Krankmeldung abfotografieren und einfach online einreichen. Mehr erfahren

Familienversicherung

Kann mein Kind über mich familienversichert werden, wenn mein privat krankenversicherter Ehegatte in Kurzarbeit ist?

Die Familienversicherung für die gemeinsamen Kinder ist auch in der Zeit einer Entgeltminderung infolge von Kurzarbeit bei gleichzeitigem Bezug von Kurzarbeitergeld (weiter) ausgeschlossen, auch wenn dieses die Entgeltgrenze bzw. das Gesamteinkommen des gesetzlich versicherten Ehegatten unterschreitet. Eine derartige Entgeltminderung ist lediglich von vorübergehender Dauer und löst keine Änderungen im Versicherungsstatus aus.

Kann mein Kind über mich familienversichert werden, wenn mein privat versicherter Ehegatte Einkommenseinbußen hat?

Hat ein Selbständiger nur vorübergehende Entgeltminderungen oder Entgeltschwankungen, wird nicht von einer wesentlichen Änderung der Einkommensverhältnisse ausgegangen, sodass eine Familienversicherung für die gemeinsamen Kinder ausgeschlossen ist.

Anders verhält es sich, wenn eine wesentliche Änderung der regelmäßigen Einkommensverhältnisse bei Selbstständigen für eine gewisse Dauer anzunehmen ist.

Gibt es Erleichterungen für den Nachweis von Einkommensminderungen privat krankenversicherter Elternteile?

Zur Bestimmung des Arbeitseinkommens im Zusammenhang mit der Feststellung des Gesamteinkommens wird grundsätzlich der letzte (aktuelle) Einkommensteuerbescheid benötigt. Bei einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse, z. B. aufgrund der aktuellen Krisensituation, ist eine Nachweisführung mit anderen Unterlagen möglich.

Von einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse wird dann ausgegangen, wenn das aktuell nachgewiesene Arbeitseinkommen um mehr als ein Viertel des über den Einkommensteuerbescheid zuletzt festgestellten Arbeitseinkommens reduziert ist. Üblicherweise ist hierfür der Vorauszahlungsbescheid erforderlich. 

Hebammenhilfe

Kann meine Hebamme mich auch per Videotelefonie beraten?

Damit Schwangere und frischgebackene Mütter nicht auf die persönliche Zuwendung und Hilfe von freiberuflichen Hebammen verzichten müssen, kann bis 30. Juni 2023 verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgegriffen werden. Neben kurzen Beratungen per Telefon können so vor allem längere Gespräche in einer persönlichen Atmosphäre durchgeführt werden. So bleibt Ihre Versorgung in dieser außerordentlichen Situation aufrechterhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen können minimiert werden.

Die Videotelefonie lässt sich z. B. nutzen für:

  • Erhebung der Basisdaten von Patientinnen

  • Hilfe bei Beschwerden in der Schwangerschaft

  • individuelle Vor- und spezifische Aufklärungsgespräche

  • Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse (als digitaler Live-Kurs)

  • begleitende Betreuung im Wochenbett und in der Stillphase

Voraussetzung ist, dass die Kommunikation technisch in Echtzeit möglich ist und den versicherten Frauen dabei keine zusätzlichen Kosten, z. B. für eine bestimmte Software, entstehen. Auch auf eine private Atmosphäre soll geachtet werden. Die Kursteilnehmer müssen der „Zuschaltung via Internet“ explizit vorab zustimmen, ansonsten ist eine Teilnahme nicht möglich.

Meine freiberuflich tätige Hebamme fällt aus, wie funktioniert jetzt im Krankenhaus die Geburtshilfe?

Die Regelung, nach der eine Dienst-Beleghebamme im Krankenhaus klinische Geburtshilfe bei höchstens einer weiteren Versicherten zur gleichen Zeit erbringen darf, findet derzeit keine Anwendung. Diese 1:2-Regelung in Krankenhäusern wird übergangsweise ausgesetzt. Damit kann ein möglicher Personalengpass bei der Geburtshilfe im Kreißsaal abgefangen werden, der eintreten kann, wenn freiberuflich tätige Hebammen krankheitsbedingt ausfallen.

Pflege

Wie erreiche ich derzeit die Pflegekasse?

Um Sie und unsere Beschäftigten bestmöglich vor einer Ansteckung zu schützen, läuft die persönliche Beratung in der Pflegekasse der IKK classic derzeit hauptsächlich über das Telefon. Bei Bedarf bieten wir jedoch weiterhin eine persönliche Pflegeberatung in einem unserer IKK Service-Center oder bei Ihnen zuhause an. 

Aufgrund der aktuellen Situation kann es allerdings zu personellen Engpässen und damit zu Verzögerungen kommen: bei der telefonischen Erreichbarkeit und bei der Bearbeitung Ihrer Anliegen.

Dies gilt insbesondere für Anträge auf Leistungen, die – wie etwa Anträge auf Pflegeleistungen – mit Beteiligung des Medizinischen Dienstes (MD) begutachtet werden.

Die persönlichen Begutachtungen ohne Untersuchung des Versicherten in seinem Wohnbereich sind weiterhin bis zum 30. Juni 2022 für die Fälle ausgesetzt, wenn dies zur Verhinderung des Risikos einer Ansteckung des Versicherten oder des Gutachters mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 beiträgt. Stattdessen wird eine Begutachtung auf Basis der vorliegenden Informationen des strukturierten Telefoninterviews durchgeführt.

Bitte beachten Sie: Unter diesen Voraussetzungen können die gesetzlich vorgegebenen Fristen für die Entscheidung über einen Pflegeantrag von der Pflegekasse der IKK classic nicht immer eingehalten werden.

Bei Bezug von Pflegegeld sind in regelmäßigen Abständen Beratungsbesuche durch einen Pflegedienst oder eine anerkannte Beratungsstelle vom Gesetzgeber vorgesehen. Konnte ein solcher Besuch bei Ihnen aufgrund der derzeitigen Situation nicht bis zum 30.09.2020 stattfinden, wird das Pflegegeld ausnahmsweise nicht gekürzt oder eingestellt.

Seit dem 01.10.2020 muss wieder wie gewohnt ein Beratungsbesuch nachgewiesen werden. Der Beratungsbesuch kann auf Wunsch des Pflegebedürftigen während der Corona-Pandemie auch telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Im Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis einschließlich 30. Juni 2024 kann jeder zweite Beratungseinsatz auf Wunsch des Versicherten per Videokonferenz durchgeführt werden. Die erstmalige Beratung hat allerdings in der eigenen Häuslichkeit zu erfolgen.

Habe ich Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld?

Pflegeunterstützungsgeld wird insbesondere dann gewährt, wenn aufgrund einer unvorhersehbaren akuten Pflegesituation eine erstmalige oder auch neue pflegerische Versorgung kurzfristig sichergestellt werden muss. 

Für Beschäftigte wird für den Zeitraum vom 23. Mai 2020 bis einschließlich 31. Dezember 2022 der Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld von bisher 10 auf nun 20 Arbeitstage ausgeweitet, um die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen sicherzustellen oder zu organisieren.

Voraussetzungen:

  • die Pflege oder die Organisation der Pflege wird aufgrund der SARS-CoV2-Pandemie übernommen,
  • es besteht kein Anspruch auf Engeltfortzahlung vom Arbeitgeber, Kranken- oder Verletztengeld bei Erkrankung oder Unfall eines Kindes und
  • die häusliche Pflege kann nicht anders sichergestellt werden.

Bereits in Anspruch genommene Arbeitstage werden nur angerechnet, wenn Sie nicht aufgrund der pandemischen Situation in Anspruch genommen werden. Ein Antrag ist bei der Pflegekasse des pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu stellen. 

Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel

Kann ich mir Hilfsmittel ausnahmsweise auch zusenden lassen?

Um den persönlichen Kontakt zwischen Ihnen und Ihren Leistungserbringern so weit wie möglich zu vermeiden, können Hilfsmittel vorrangig per Versand abgegeben werden – es sei denn, ein persönlicher Kontakt ist zwingend erforderlich (z. B. zur Anpassung). Beratungen oder Hinweise zur Einweisung in den Gebrauch der Hilfsmittel erfolgen vorrangig telefonisch, per E-Mail, per Verweis auf Videoeinweisungen oder durch digitale Medien. 

Normalerweise durch Sie erforderliche Unterschriften werden dann ausnahmsweise vom Leistungserbringer oder die zustellende Person übernommen und um einen Hinweis ergänzt, dass die abweichende Unterschrift aufgrund der Corona-Pandemie notwendig war. Hatten Sie jedoch persönlichen Kontakt, müssen Sie auch persönlich unterschreiben.

Mehrmonatslieferungen anstelle der vertraglichen Lieferzyklen bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln sind nicht mehr erlaubt.

Die Regelung gilt bis zum 31. März 2023.

Bezahlt die IKK classic Hilfsmittel zur Prävention gegen COVID-19?

Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Coronavirus-Prävention sind keine Hilfsmittel im Sinne der Vorgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung. Daher übernimmt die IKK classic die Kosten dafür nicht.

Therapien, Arzt- und Krankenhausbehandlungen

Kann mein Arzt Medikamente auch telefonisch verordnen?

Das Ausstellen einer neuen Verordnung von Arzneimitteln durch Arztpraxen auch nach telefonischer Anamnese ist möglich. Zum zwingenden Schutz besonders vulnerabler Patientengruppen sind Folgeverordnungen auf der Grundlage des § 8 Absatz 2 AM-RL weiterhin auch ohne direkten Arzt-​Patienten-Kontakt möglich.

Was tun bei Terminengpässen oder Praxisschließungen von Ärzten, Physio-/Psychotherapeuten und Co.?

Sie können die von der Arztpraxis oder dem Leistungserbringer angegebene Vertretung aufsuchen. Sollte keine Vertretung angegeben sein, können z. B. auch telemedizinische/medizinisch-digitale Angebote sowie regionale (Online)-Angebote genutzt werden. Wir sind Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Alternative gerne behilflich.

Kann mein Kind die U-Untersuchungen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen?

Die U-Untersuchungen U6 bis U9 können bis 30.06.2022 auch außerhalb der vorgeschriebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten in Anspruch genommen werden. Dies gilt ebenfalls für die von der IKK classic bezuschussten Untersuchungen U10, U11 und J2.

Lediglich für die Jugenduntersuchung J1 findet diese Regelung keine Anwendung, da bereits eine großzügige Toleranzzeit unabhängig von der Corona-Pandemie gegeben ist. 

Meine geplante Operation/Krankenhaus-Behandlung soll verschoben werden, wie soll ich damit umgehen?

Um Ressourcen für die Behandlung von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch COVID-19 zu schaffen, sollen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in deutschen Krankenhäusern, soweit medizinisch vertretbar, verschoben werden.

Sofern Sie unter Schmerzen leiden oder durch die OP-Verschiebung irreversible Schäden möglich sind, sollten Sie Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt aufnehmen, damit geprüft wird, ob die Verschiebung der Operation/KH-Behandlung unter diesen Umständen medizinisch vertretbar ist und bei Bedarf alternative Möglichkeiten bestehen. Bei einer Verschiebung der Behandlung teilen Sie uns am besten den neuen Termin mit.

Tipp: Handelt es sich bei dem geplanten und verschobenen Eingriff um eine orthopädische Operation, nutzen Sie am besten unser Zweitmeinungsverfahren zur Prüfung von alternativen Behandlungsmethoden. Hierdurch können Sie die Wartezeit effektiv nutzen.

Kann einer Verschiebung von Behandlungen wegen Kinderbetreuung zugestimmt werden?

Wenn einzelne Behandlungen oder Therapietermine kurzfristig verschoben werden müssen, ist dies grundsätzlich möglich. In diesen Fällen sind zeitnahe Ersatztermine zu vereinbaren, sodass sich die Arbeitsunfähigkeit hierdurch möglichst nicht verlängert.

Steht eine stationäre Behandlung an, ist eine Unterstützung durch eine Haushaltshilfe möglich.

Ich habe Angst vor einer Corona-Infektion. Kann ich meine ambulante Behandlung bzw. Therapie verschieben?

Die Leistungserbringer tun alles, um die Sicherheit ihrer Patienten zu gewährleisten und die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Einzelne Behandlungen oder Therapien können kurzfristig verschoben werden, sofern davon auszugehen ist, dass sich eine Arbeitsunfähigkeit hierdurch nicht verlängert. Vereinbaren Sie zeitnahe Ersatztermine. Medizinisch notwendige Behandlungen und Therapien sollten nach Möglichkeit weiterhin in Anspruch genommen werden, sofern vor Ort die Möglichkeit dafür besteht.

Tipp: Besprechen Sie Ihre Ängste mit Ihren Ärzten bzw. Therapeuten; ggf. können Sie eine erweiterte Vereinbarung (z. B. Termin außerhalb der regulären Sprechstunde, Hausbesuch) treffen.

Junge Frau sitzt auf dem Bett und niest in Taschentuch

Wissen

Superinfektion

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Kursangebote

Kann ich aktuell überhaupt einen IKK Gesundheitskurs besuchen?

Präventionskurse, deren vorgesehener Beginn in die Zeit der Kontaktbegrenzung/ während der Geltung der Kontaktbegrenzung fallen, können auch als Live-Übertragung durchgeführt werden. Die Durchführung von als Präsenzkurs zertifizierten Kursen als Live-Übertragung ist so lange möglich, wie die in den Ländern geltenden Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine Durchführung in Präsenz nicht gestatten. Dies gilt auch, wenn eine Durchführung in Präsenz nur für bestimmte Personengruppen (z. B. Ältere oder Personen mit Vorerkrankungen) nicht möglich ist. In diesem Fall kann der betreffende Kurs weiter insgesamt als Live-Übertragung durchgeführt werden. Sobald die Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer wieder eine Durchführung in Präsenz für alle Versicherten zulassen, sind neue und auch begonnene Kurse wieder in Präsenz durchzuführen.

Ich habe meine Rehabilitationssport-/Funktionstrainings-Teilnahme abbrechen müssen, was nun?

Verordnungen, die im Zeitraum vom 01.08.2020 bis 30.09.2021 bereits von der IKK classic genehmigt wurden bzw. noch bewilligt werden, werden automatisch um sechs Monate verlängert. Für Verordnungen, die ab dem 01.10.2021 bewilligt wurden bzw. werden, gilt die von der IKK classic bewilligte Anspruchsdauer.

Alternative Online-Kurs
Damit eine kontinuierliche Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining gewährleistet ist, können diese bis längstens 07.04.2023 auch in Form eines Tele-/Online-Kurses erfolgen. Voraussetzung hierfür sind die gegebenen technischen Voraussetzungen beim jeweiligen Leistungsanbieter. Ausgenommen vom Tele-/Online-Angebot ist der Herzsport und das Funktionstraining als Wassergymnastik.

Bewegen

Corona: Work-outs und Fitness-Tipps für zuhause

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Freiwillig Versicherte

Ich kann meine Beiträge aktuell nicht zahlen, welche Möglichkeiten habe ich?

Falls Sie aufgrund der Corona-Pandemie Ihre Beiträge nicht rechtzeitig zahlen können oder diese bereits fällig geworden sind, besteht die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung oder sogar einer Stundung. Einen Antrag können Sie schriftlich oder auch telefonisch stellen.

Studierende

Kann ich als Werkstudent mehr als 20 Stunden im Betrieb versicherungsfrei beschäftigt sein?

Sie möchten als Werkstudent aufgrund der Verlängerung von Semesterferien und auch der flexibleren Zeiteinteilung von Lehrangeboten mehr als 20 Stunden im Betrieb versicherungsfrei beschäftigt sein? Dann gilt:

Bei Beschäftigungen die in den Semesterferien ausgeübt werden, besteht unabhängig vom Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs.

Über 20 Wochenstunden hinausgehende Beschäftigungen aufgrund der flexibleren Zeiteinteilung bei der Inanspruchnahme von Lehrangeboten steht der Anwendung des Werkstudentenprivilegs bis zur Wiederherstellung des Präsenzbetriebs nichts entgegen.

Zu beachten ist, dass das Werkstudentenprivileg dann verloren geht, wenn sich Beschäftigungen mit mehr als 20 Wochenstunden im Laufe des Jahres wiederholen und insgesamt mehr als 26 Wochen ausmachen.

Fragen Sie am besten Ihren Arbeitgeber. Dieser übernimmt die Prüfung, ob es sich um eine versicherungsfreie oder -pflichtige Beschäftigung handelt.

Ich kann meine Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr bezahlen. Ist eine Stundung möglich?

Auf Antrag können die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung, die Sie aufgrund der Corona-Krise nicht mehr zahlen können, vorübergehend gestundet werden. Nehmen Sie dazu am besten einfach Kontakt zu uns auf.

Kann ich auch mit über 30 noch studentisch versichert bleiben, weil sich die Prüfungstermine verschoben haben?

Die gesetzlichen Verlängerungstatbestände sehen eine Fortsetzung der Versicherungspflicht in der studentischen Krankenversicherung über das 30. Lebensjahr hinaus nur vor, wenn die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe das Überschreiten der Altersgrenze rechtfertigt.

Sollte sich das Studium verlängern, weil die das Studium abschließenden Prüfungen durch Verschiebung von Prüfungsterminen nicht abgelegt werden können, handelt es sich nicht um einen von Gesetzes wegen vorgesehenen Hinderungsgrund, der ein Überschreiten der Altersgrenze rechtfertigt.

Mein Job ruht und ich erhalte kein Arbeitsentgelt. Kann ich von der studentischen in die Familienversicherung wechseln?

Ja, wenn Sie aufgrund der Höhe Ihres Entgelts bislang in der studentischen Krankenversicherung waren und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können Sie in die Familienversicherung wechseln. Für die Aufnahme in die Familienversicherung während der „Ruhenszeit“ der Beschäftigung muss ein Fragebogen ausgefüllt werden.

Ist die Beschäftigung wieder möglich, muss zurück auf die studentische Krankenversicherung umgestellt werden.

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