Ist Salz gesund oder ungesund? Tipps und Rezepte für eine salzarme Ernährung

Redaktion
IKK classic

Salz ist lebenswichtig, denn der Körper benötigt es für viele verschiedene Funktionen. Zu viel davon schadet jedoch der Gesundheit. Wo liegt das richtige Maß? Wir haben es genauer unter die Lupe genommen. Außerdem zeigen wir, wie eine salzarme Ernährung gelingen kann – mit köstlichen Rezeptideen, die auch ganz ohne zusätzliches Salz auskommen.

Wenn uns etwas besonders wichtig ist oder etwas eine Sache erst interessant macht, sprechen wir gerne vom „Salz in der Suppe“. Ein Ausdruck, der noch aus einer Zeit stammt, in der man Salz nicht nur zum Würzen fader Speisen verwendete, sondern auch zum Konservieren von schnell verderblichen Lebensmitteln. Salz war in der Antike beispielsweise ein so rares Gut, dass es mit Gold aufgewogen wurde. 

Heute ist das „Weiße Gold“ im Überfluss verfügbar. Für viele gehört der Salzstreuer zum festen Bestandteil auf dem Esstisch. Und genau hier liegt das Problem: Wir salzen zu viel. Und zu viel Salz schadet auf Dauer der Gesundheit.

Wozu braucht der Körper Salz?

Um es vorweg zu sagen: Salz ist nicht per se schlecht. Im Gegenteil: Es ist lebensnotwendig. Denn es erfüllt viele wichtige Aufgaben im Körper. „Die im Speisesalz enthaltenen Elektrolyte Natrium und Chlorid regulieren zusammen mit Kalium den Wasserhaushalt des Körpers. Natrium und Chlorid binden Wasser im Gewebe, während Kalium ein Ausschwemmen von Wasser aus den Zellen fördert. Gleichzeitig halten sie die Gewebespannung aufrecht und sind für die Regulation des Blutdrucks verantwortlich“, erklärt Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). 

Natrium und Kalium sind zudem wichtig für die Funktion von Nerven und Muskeln: „Sie ermöglichen den Aufbau der elektrischen Spannung an den Zellmembranen und damit die Weiterleitung von Nervenimpulsen“, so die Diplom-Ökotrophologin. Als Bestandteil des Magensafts leistet Chlorid außerdem einen Beitrag zur Verdauung und zur Abwehr von Krankheitserregern, die über die Nahrung in den Körper gelangen.

Natriummangel ist sehr selten

Sinkt der Natriumgehalt im Blut unter einen kritischen Wert, spricht man von einer Hyponatriämie. „Diese kann sich in Schwindel, Verwirrtheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen äußern. Auch ein erniedrigter Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe und Koma sind möglich“, so Antje Gahl. Doch nur in sehr seltenen Fällen kann es zu einem Mangel kommen, meist durch exzessives Schwitzen oder akute Magen-Darmentzündungen bei gleichzeitig extrem erhöhter Wasserzufuhr. Auch die Einnahme oder Überdosierung von entwässernden Tabletten, Blutdrucksenkern, Antidepressiva oder Antiepileptika kann zu einem Mangel an Natrium führen.

Wie viel Salz ist gesundheitsschädlich?

Doch wie viel Salz benötigt der Körper tatsächlich? „Wir, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, empfehlen nicht mehr als sechs Gramm Salz pro Tag. Das entspricht in etwa der Menge auf einem Teelöffel“, so Antje Gahl und betont, dass dies natürlich nur ein Schätzwert ist und lediglich als Orientierungshilfe dienen soll. 

Sechs Gramm. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kochsalz über die Ernährung liegt in Deutschland aber bei acht bis zehn Gramm – also deutlich über diesem Wert. Und dies hat für viele Menschen gesundheitliche Folgen: „Ein dauerhaft hoher Salzkonsum lässt den Blutdruck ansteigen. Und Bluthochdruck wirkt gefäßschädigend und erhöht damit indirekt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle“, weiß Antje Gahl. In Deutschland haben mittlerweile rund 20 Millionen Menschen mit einem erhöhten Blutdruck zu kämpfen. „Natürlich gibt es viele Gründe dafür“, so Antje Gahl, „doch ein zu hoher Salzkonsum kann einer davon sein.“

Die schädlichen Auswirkungen eines übermäßigen Salzverzehrs auf das Herz-Kreislauf-System werden auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgehoben. Laut der Organisation könnte eine Verringerung des Salzkonsums um 25 Prozent durch eine konsequente Gesundheitspolitik bis zum Jahr 2030 bis zu 900.000 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Region verhindern.

Auch die Nieren, die das überschüssige Salz ausscheiden, werden durch zu viel Salz belastet. Außerdem kann sich die Darmflora verändern. Letzteres scheint auch Auswirkungen auf das Immunsystem zu haben: Forschende haben den Verdacht, dass durch den salzbedingten Anstieg von sogenannten Th17-Helferzellen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen gefördert werden. Nicht zuletzt regt der Geschmacksverstärker Salz den Appetit an und kann somit zu Übergewicht beitragen.

Frau und Mann beissen genüsslich in ihr mit Gemüse belegtes Brot

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Was bedeutet „Salzsensitivität“?

Fest steht: Jeder Mensch reagiert anders auf Salz. Bei einigen lagert der Körper vermehrt Salz ein. Weil dadurch auch mehr Wasser gespeichert wird, steigt der Blutdruck. Etwa 30 bis 50 Prozent der Menschen mit Bluthochdruck und 10 bis 20 Prozent mit normalem Blutdruck gehören zur Gruppe der sogenannten „Salzsensitiven“.

Umgekehrt gibt es für die Betroffenen gute Nachrichten: „Weil sie sehr empfindlich auf die Salzzufuhr reagieren, können salzsensitive Menschen ihren Bluthochdruck durch eine entsprechende salzreduzierte Kost effektiv senken“, erklärt Antje Gahl.

Salz steckt vor allem in industriell verarbeiteten Lebensmitteln

Um Salz einzusparen, reicht es aber nicht nur aus, den Salzstreuer zu verbannen. Denn Nachsalzen am Tisch macht nur etwa 20 Prozent unseres Salzkonsums aus. 80 Prozent der Salzmenge, die wir täglich verzehren, steckt in verarbeiteten Lebensmitteln wie Käse, Wurst, Brot, Fertigsuppen, Müslimischungen und vor allem in Fast Food wie Mikrowellengerichten oder Pizza.

„Salzreiche Produkte lassen sich anhand der Nährwerttabelle entlarven. Hier steht, wie viel Salz sie enthalten“, so Antje Gahl und hat noch einen Tipp: „Kochen Sie am besten selbst und würzen Sie Ihr Essen mit frischen Kräutern und natürlichen Geschmacksgebern wie Zwiebel, Knoblauch, Sellerie oder Paprika“. Wer dann erst beim Abschmecken zum Schluss testet, ob überhaupt noch eine Zugabe von Salz erforderlich ist, spart viel ein.

Kaliumreiche Lebensmittel können zudem helfen, den Blutdruck zu senken. Deshalb sollte vor allem viel Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Besonders viel Kalium steckt beispielsweise in Kartoffeln, Nüssen, Bananen, Aprikosen, Kohlrabi, Tomaten und Karotten. Auch, indem man sein Brot selbst backt, lässt sich die Salzzufuhr senken. „Stellen Sie Schritt für Schritt auf eine salzärmere Ernährung um, Geschmack braucht Gewöhnung“, rät Antje Gahl.

Salz-Sorten im Überblick
Salz-Sorte Eigenschaften Verwendung

Speisesalz

Unter Speisesalz versteht man das für die menschliche Ernährung verwendete Salz, auch Kochsalz oder Tafelsalz genannt. Es besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid (NaCl) und stellt die Hauptquelle für Natrium und Chlorid in der Ernährung dar.

Es hat einen neutralen, salzigen Geschmack und kann daher vielseitig verwendet werden. Aufgrund seiner geschmacksgebenden und konservierenden Eigenschaften wird Speisesalz vor allem verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Fleisch, Wurst und Käse zugegeben.

Jodsalz

Jodsalz ist ein Speisesalz, das mit dem Spurenelement Jod angereichert ist. Sie erkennen Jodsalz auch anhand der Bezeichnungen „jodiertes Salz“, „mit Jod angereichert“ oder „mit Jod versetzt“. Jodsalz enthält 15-25 mg Jod pro Kilo und gilt als Hauptquelle für das wichtige Spurenelement. Jod übernimmt wichtige Funktionen in unserem Körper und ist wichtig für die Produktion der Schilddrüsenhormone.

Jodsalz hat einen neutralen, salzigen Geschmack und passt daher zu Speisen aller Art.

Meersalz

Meersalz ist aus Meerwasser in Salzgärten gewonnenes Salz. Neben Natriumchlorid sind auch geringe Mengen bzw. Spuren von Kalium, Magnesium und Mangan enthalten. Auch Steinsalz ist nichts anderes als Meersalz, das vor Millionen von Jahren durch Austrocknen von großen Meeren entstand.

Der Anteil an Mineralstoffen sorgt je nach Gehalt für leicht fischige oder bittere Aromen. Meersalz passt daher vor allem zu Fisch- und Meeresfrüchtegerichten.

Fleur de Sel

Fleur de Sel (frz.: "Salzblume", "Blume des Salzes) gehört zu den kostbarsten Salzen und stammt von der Küste Südfrankreichs. Dabei handelt es sich um Meersalz, das beim Verdunsten von Meerwasser unter ganz bestimmten Voraussetzungen entsteht. Diese Salzkristalle enthalten geringe Mengen an Magnesium und Kalzium und werden in aufwendiger Handarbeit abgeschöpft.

Fleur de Sel hat einen milden, feinen Geschmack und ist für seinen knisternden Crunch im Mund bekannt. Die feinen kleinen Salzkristalle eignen sich zum Verfeinern von kalten und warmen Speisen, etwa von Fleisch, Fisch, Gemüse und Salaten, aber auch von Desserts. 

Himalaya-Salz

Himalaya-Salz ist ein grobes Steinsalz mit einer rosa Färbung. Diese entsteht durch die enthaltenen Eisenoxide und Algenrückstände, die aus herkömmlichem Haushaltssalz herausgefiltert werden. Himalaya-Salz hat einen hohen Anteil an Natriumchlorid (mindestens 97 Prozent) und einige weitere Mineralstoffe. Die Zusammensetzung von Himalaya- oder “Kristallsalz” ist jedoch kaum anders als die anderer Steinsalze.

Himalaya-Salz hat einen besonders feinen Geschmack und passt daher gut zu Fleisch, Suppen und Saucen. Die zarten, pinken Flocken sind vor allem auf hellen Gerichten ein Hingucker.

Persisches Blausalz

Das persische Blausalz wird im Iran, vor allem in der nördlichen Provinz Semnan, aus Salzminen abgebaut. Die blaue Färbung erhält das Steinsalz durch Verschiebungen in der Gitterstruktur, die durch einen hohen tektonischen Druck zwischen den Erdplatten in der Region entstanden sind. Es besteht aus 85 % Natriumchlorid und 13 % Kalium.

Der Geschmack von persischem Blausalz ist intensiv salzig und im Abgang kommen aufgrund des enthaltenen Kaliums ein leicht säuerlicher Touch und eine angenehme Würze hervor. Es passt gut zu Fisch- und Fleischgerichten, Meeresfrüchten, Kartoffeln, Salaten und Gemüse.

Rauchsalz

Rauchsalz ist Meersalz oder Speisesalz, das bei einer niedrigen Rauchtemperatur über Holz (Buchen-, Erlen- und Hickoryholz) geräuchert wird. Der Rauch färbt das Salz braun. Die bekanntesten Rauchsalze sind amerikanisches Hickorysalz und dänisches Rauchsalz.

Durch das Räuchern erhält das Salz einen intensiven, rauchigen Geschmack. Je dunkler das Rauchsalz, desto stärker der Geschmack. Mit Rauchsalz bekommen Fleisch, Gemüse oder Fisch einen feinen Räuchergeschmack, wie man ihn sonst vor allem vom Grillen kennt. 

Welches Salz ist gesund? Und warum ist Jod wichtig?

In den letzten Jahren sind viele neue Salzsorten in die Supermarkt- und Feinkostregale gelangt. Doch sind bestimmte Sorten Salz gesünder als andere? Die Antwort ist eindeutig: Kein Salz ist mehr oder weniger gesund als das andere – in ihrer chemischen Zusammensetzung sind sie nahezu identisch. Ein mit Jod versetztes Salz ist aus gesundheitlicher Sicht jedoch vorzuziehen. „Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist die deutsche Bevölkerung noch immer unterversorgt mit dem lebensnotwendigen Spurenelement. Auch deshalb, weil die Lebensmittelindustrie zu wenig jodiertes Speisesalz einsetzt“, erklärt Antje Gahl.

Jod ist wichtig für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen, die zahlreiche Stoffwechselprozesse steuern und unter anderem für normales Wachstum, die Entwicklung von Knochen und Gehirn sowie für die Regulierung des Wärmehaushalts notwendig sind. Dennoch haben laut Daten des RKI rund 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Jodunterversorgung.

Aufgrund der jodarmen Böden ist Jod in heimischen Lebensmitteln wie Getreide, Gemüse und Obst nur in geringen Mengen enthalten, erklärt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMEL). Durch die konsequente Verwendung von jodiertem Speisesalz kann einem Mangel jedoch einfach und effektiv vorgebeugt werden – besonders wichtig ist dies bei Ernährungsweisen, die auf Milchprodukte, Fisch, Eier oder Fleisch verzichten.

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Salzarme Ernährung: Vorteile und mögliche Risiken im Überblick

Eine salzarme Ernährung zielt darauf ab, den Konsum von Speisesalz bewusst zu reduzieren, um die Gesundheit zu fördern und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall zu verringern.

Vorteile einer salzarmen Ernährung

Förderung der Herz-Kreislauf-Gesundheit

Laut der Deutschen Herzstiftung kann eine reduzierte Salzzufuhr den Blutdruck senken, insbesondere bei Menschen mit Bluthochdruck. Zudem verringert eine salzarme Ernährung das Risiko für Gefäßschäden.

Verringerung des Risikos für Magenkrebs

Ein hoher Salzkonsum kann die Magenschleimhaut schädigen und das Wachstum von Helicobacte-pylori-Bakterien fördern, die als Risikofaktor für Magenkrebs gelten. Eine britische Studie zeigt: Wer regelmäßig Salz hinzufügt, hat ein um etwa 39 Prozent höheres Risiko für Magenkrebs als diejenigen, die selten oder nie salzen.

Reduzierung des Risikos für Osteoporose

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation / World Health Organisation) nennt Osteoporose als mögliche Folge einer hohen Natriumaufnahme. Eine salzarme Ernährung könnte den Kalziumverlust minimieren und so die Knochengesundheit fördern.

Schutz der Nierenfunktion

Das WHO-Kooperationszentrum für die Reduktion von Salz in der Bevölkerung zeigt, dass eine verringerte Salzaufnahme die Verschlechterung der Nierenfunktion verlangsamen und insbesondere bei chronischer Nierenerkrankung die Prognose deutlich verbessern kann

Unterstützung bei der Gewichtskontrolle

Eine salzarme Ernährung fördert den Verzehr von frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, was indirekt bei der Gewichtskontrolle helfen kann.

Mögliche Risiken einer zu niedrigen Salzzufuhr

Doch was passiert, wenn man seinen Salzkonsum an einem Tag drastisch senkt? Hier sind mögliche Risiken und Folgen einer abrupten und extremen Salzreduktion:

Störung des Elektrolythaushalts

Natrium ist entscheidend für die Funktion von Nerven und Muskeln. Ohne ausreichendes Natrium kann der Herzmuskel seine Pumpfunktion nicht aufrechterhalten, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Blutdruckabfall

Ein starker Natriummangel kann zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen, was Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht zur Folge haben kann.

Störungen im Wasserhaushalt

Bei unzureichender Natriumzufuhr kann der Körper in ein Ungleichgewicht geraten, ähnlich wie bei einem schweren Flüssigkeitsverlust durch Magen-Darm-Infekte.

Beeinträchtigung der Nierenfunktion

Bei starkem Natriummangel kann die Fähigkeit der Nieren, Wasser und Abfallprodukte auszuscheiden, gestört sein – was langfristig die Nierenfunktion beeinträchtigen kann.

Mann steht am Empfang einer Arztpraxis

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Salzarme Lebensmittel und leckere Rezepte für den Alltag

Zu den salzarmen Lebensmitteln zählen vor allem frische, unverarbeitete Produkte, die von Natur aus wenig Salz enthalten. Hier stellen wir typische salzarme Lebensmittel vor:

  • Frischer Fisch wie Kabeljau, Lachs, Tilapia und Garnelen

  • Hühnchen- oder Putenfleisch ohne Zusatzstoffe

  • Obst und Gemüse, z. B. Beeren, Äpfel, Tomaten, Gurken, Brokkoli, Spinat, Avocado, Süßkartoffeln und grüne Bohnen

  • Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Frischkäse und Butter (ohne Salzzusatz)

  • Reis, Nudeln, Haferflocken, Quinoa, Vollkornreis und Vollkornbrot

  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen

  • Ungesalzene Nüsse und Samen als Snack sowie selbstgemachte Energieriegel

Einfache Rezeptideen für salzarme Ernährung

Diese köstlichen Gerichte sind alle schnell zubereitet und lassen sich individuell mit Kräutern, Gewürzen und frischen Zutaten variieren.

Kräuterhähnchen mit Zitronen-Knoblauch-Marinade

Zutaten (für 2 Personen):

  • 2 Hähnchenbrustfilets
  • 2 Knoblauchzehen (gehackt)
  • Saft und Abrieb von 1 Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprikapulver
  • Frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Petersilie)
  • Pfeffer nach Geschmack

 

Und so geht's:

  1. Die Hähnchenbrustfilets abspülen und trocken tupfen.
  2. Eine Marinade aus Zitronensaft, Zitronenabrieb, Olivenöl, Knoblauch, Paprikapulver und gehackten Kräutern anrühren.
  3. Das Hähnchen in der Marinade für mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
  4. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 5–7 Minuten pro Seite braten, bis das Fleisch durch ist.
 Kräuterhähnchen mit Zitronen-Knoblauch-Marinade auf einem Holz-Schneidebrett. © Stocksy
Ofengemüse mit frischen Kräutern in einem Backblech © GettyImages

Ofengemüse mit frischen Kräutern und Olivenöl

Zutaten (für 2 Personen):

  • 1 Zucchini
  • 1 Paprika
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 Handvoll Cocktailtomaten
  • 3 EL Olivenöl
  • Frische Kräuter (z. B. Oregano, Thymian, Rosmarin)
  • Pfeffer nach Geschmack

 

Und so geht's:

  1. Das Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Cocktailtomaten im Ganzen lassen.
  2. Das Gemüse in eine Auflaufform geben, mit Olivenöl beträufeln und mit gehackten Kräutern bestreuen.
  3. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C etwa 25–30 Minuten rösten, bis das Gemüse weich und leicht gebräunt ist.

Brotsalat mit Radieschen

Zutaten (für 2 Personen):

  • 150 g Radieschen (in Scheiben geschnitten)
  • ½ Salatgurke (in Würfeln)
  • 2–3 Scheiben Brot oder Baguette (z. B. ohne Salz)
  • 4 EL Olivenöl
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • Eine Handvoll frische Petersilie (gehackt)
  • Optional: 1 EL Zitronensaft oder Weißweinessig

 

Und so geht's:

    1. Das Brot in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten oder im Ofen bei 180 °C ca. 8 Minuten backen.
    2. Die Radieschen und Gurke in eine Schüssel geben.
    3. Olivenöl, Pfeffer und optional Zitronensaft oder Essig zu einem Dressing vermengen und über das Gemüse geben.
    4. Das geröstete Brot hinzufügen, die gehackte Petersilie darüberstreuen und alles gut vermengen. Sofort servieren, damit das Brot knusprig bleibt.
Brotsalat mit Radieschen in einer Schüssel. © KI generiert
Zucchini-Spaghetti mit Avocado-Pesto © Stocksy

Zucchini-Spaghetti mit Avocado-Pesto

Zutaten (für 2 Personen):

  • 2 Zucchini
  • 1 reife Avocado
  • Saft von ½ Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Frisches Basilikum (eine Handvoll)
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Optional: 30-50 g frisch geriebenen Parmesan

 

Und so geht's:

  1. Die Zucchini mit einem Spiralschneider in Spaghetti schneiden. Alternativ können Sie sie mit einem Sparschäler in dünne Streifen schneiden.
  2. Für das Pesto: Avocado, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch und Basilikum in einem Mixer pürieren, bis eine cremige Konsistenz entsteht: Mischen Sie Parmesan direkt in die Pesto-Zutaten, bevor Sie sie pürieren. Das macht die Sauce noch intensiver und cremiger.
  3. Die Zucchini-Spaghetti mit dem Pesto vermengen und sofort servieren.

Tomatensuppe mit frischem Basilikum und Chili

Zutaten (für 2 Personen):

  • 500 g reife Tomaten (grob gewürfelt)
  • 1 Zwiebel (fein gehackt)
  • 2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • 1 kleine Chilischote (oder ½ TL Paprikapulver)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Balsamico-Essig oder Zitronensaft
  • Eine Handvoll frisches Basilikum (gehackt)
  • Frisch gemahlener Pfeffer

 

Und so geht's:

  1. In einem Topf Olivenöl erhitzen und die Zwiebel sowie den Knoblauch darin glasig dünsten.
  2. Die Tomaten und die Chilischote (oder Paprikapulver) hinzufügen. Alles bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen.
  3. Die Suppe pürieren, bis sie cremig ist. Falls nötig, etwas Wasser hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.
  4. Mit Balsamico-Essig oder Zitronensaft abschmecken, Pfeffer hinzufügen und das gehackte Basilikum unterrühren. Sofort servieren.
Tomatensuppe mit frischem Basilikum und Chili in einer Schale. © Stocksy

FAQ

Wie kann man Salz im Alltag reduzieren?

Mit diesen Tipps können Sie Ihren Salzkonsum unkompliziert reduzieren:

  • Vergleichen Sie beim Einkaufen den Salzgehalt verschiedener Produkte, wie Wurst- oder Käsesorten, und greifen Sie zur salzärmeren Variante.
  • Kochen Sie selbst statt zu bestellen: Liefergerichte enthalten oft viel Salz und Kalorien.
  • Reduzieren Sie den Salzzusatz beim Kochen. Frische Kräuter und Gewürze verleihen Gerichten Aroma und machen Salz oft überflüssig.
  • Entfernen Sie den Salzstreuer vom Esstisch, um unbewusstes Nachsalzen zu vermeiden.

Ist eine salzarme Ernährung sinnvoll?

Eine salzarme Ernährung ist für viele Menschen sinnvoll und gesundheitsfördernd. Sie trägt dazu bei, den Blutdruck zu senken, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu mindern und Wassereinlagerungen zu reduzieren. Außerdem unterstützt sie die Nierenfunktion und schützt langfristig Herz und Gefäße.

Welche Alternativen zu Salz gibt es?

Es gibt viele natürliche Alternativen zu Salz, die Speisen geschmackvoll machen:

  • Kräuter: Petersilie, Rosmarin, Basilikum oder Thymian bringen intensive Aromen und ersetzen Salz, besonders bei Gemüse, Fisch oder Fleisch.
  • Gewürze: Paprika, Curry, Kreuzkümmel, Pfeffer, Chili oder Ingwer verleihen Würze und machen Salz oft überflüssig. Zudem haben sie eine entzündungshemmende Wirkung.
  • Essig und Zitrusfrüchte: Balsamico, Zitronen- oder Limettensaft sorgen für Frische und intensivieren den Geschmack.
  • Hefeprodukte: Hefeflocken oder Hefeextrakt liefern herzhaften Geschmack, ideal für Suppen und Saucen.
  • Öle: Olivenöl und andere hochwertige Öle bringen Aroma und runden Gerichte ab.

Welche Lebensmittel sollten gemieden werden?

Viele alltägliche Lebensmittel sind wahre Salzfallen – hier ein Überblick, was Sie vermeiden oder reduzieren sollten:

  • Fertiggerichte, Instantprodukte und Fast Food enthalten meist viel Salz.
  • Gepökelte, geräucherte und stark verarbeitete Fleischwaren wie Salami oder Schinken.
  • Brot, Brötchen, Salzgebäck sowie Salzstangen
  • Konserven wie eingelegte Gurken oder Gemüse, sowie Fertigsaucen und Suppen.
  • Käse mit hohem Salzgehalt wie Feta oder Gorgonzola, stattdessen besser Camembert oder Mozzarella in Maßen.
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Veröffentlicht am 16.12.2025

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