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Hausmittel gegen Akne: Was hilft gegen Pickel und Co?

Ob Instagram, Snapchat, TikTok oder Facebook: Wo man surft und klickt, strahlen dem unbedarften Mediennutzer makellose Gesichter ohne Hautunreinheiten entgegen. Dabei sieht die Realität vollkommen anders aus: 95 % aller Jugendlichen leiden unter Akne.

Unreine Haut, Mitesser und Pickel sind genauso normal wie belastend: Betroffene schämen sich oft für die Hautkrankheit, für die sie nichts können. Das Gute ist allerdings, dass unter Hautunreinheiten niemand still leiden muss. Es gibt zahlreiche Geheimwaffen, die gegen Akne helfen und eine schöne Haut fördern – von der richtigen Pflege und Ernährung bis hin zu wirksamen Hausmitteln gegen Pickel. Wir liefern einen Überblick!

Akne oder Pickel: Gibt es einen Unterschied?

Von Akne spricht man ab dem ersten Pickel und nicht, wie viele glauben, erst dann, wenn ein junger Mensch viele Pickel und Mitesser hat. Rund 95 % der Jugendlichen leiden unter der Hautkrankheit, die meist in der (Vor-)Pubertät zum ersten Mal auftritt. Unterschieden wird Akne nach ihrem Schweregrad. Von physiologischer Akne, auch leichte Anke genannt, spricht man, wenn der Betroffene mit nur wenigen Pickeln und Mitessern zu kämpfen hat.

Diese Form der Akne verschwindet meist nach ein bis zwei Jahren und kann gut mit freiverkäuflichen bzw. Hausmitteln bekämpft werden. Rund 60 % der Jugendlichen sind davon betroffen. Die verbleibenden 40 % leiden unter klinischer Akne, deren Verlaufsform chronisch und ausgeprägter ist: Pickel, Pusteln und Mitesser treten verstärkt und über einen längeren Zeitraum auf.

Wie entstehen Pickel?

Pickel haben unterschiedliche Ursachen. Am häufigsten kommt es zu unreiner Haut, wenn eine Talgdrüsenüberfunktion (Seborrhö) und eine Verhornungsstörung am Talgdrüsengang (Hyperkeratose) aufeinandertreffen.

Die Talgdrüsen in unserer Haut produzieren Fett und sondern es ab. Es überzieht die Haut und schützt sie so vor dem Austrocknen. In der Pubertät wird die Talgproduktion durch die Veränderungen im Hormonhaushalt angekurbelt, wodurch das Fett nicht mehr abfließen kann und überschüssiger Talg die Poren verstopft. Gleichzeitig wird im Talgdrüsengang vermehrt Hornmaterial produziert, das für zusätzliche Verstopfungen sorgt.

In der Folge des Talgstaus entwickeln sich Mitesser (Komedone). Sind diese offen, zeigen sie sich durch schwarze Punkte an der Hautoberfläche. Daher ihr Spitzname Black Heads. Geschlossene Mitesser werden White Heads genannt und sind von einer Entzündung umgeben. Hier ist der Talgdrüsen-Ausführungsgang verengt und verstopft, sodass sich Hautfett verstärkt ansammelt.

Wird die Entzündung nicht gelindert, entstehen aus den Komedonen Pusteln (Eiterbläschen) und Papeln (Knötchen).

 

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Vorsorge

Hautkrebsvorsorge

Ein Hautkrebs-Screening gehört zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen und sollte – neben einem selbstständigen Hautcheck – regelmäßig bei einem Arzt durchgeführt werden.

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Die 5 wirksamsten Hausmittel gegen Pickel

  • Teebaumöl

    Teebaumöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und kann als SOS-Hilfe direkt auf die betroffenen Stellen getupft werden. Am besten über Nacht einwirken lassen, damit auch unterirdische Pickel bekämpft werden.
    Wer den Geruch von Teebaumöl nicht mag, behandelt seine Pickel mit Apfelessig. Dazu einfach 1 EL Apfelessig in 100 ml Wasser verrühren und das Gesicht reinigen.

  • Heilerde

    Der Name klingt seltsam esoterisch, doch Heilerde ist aufgrund der in ihr enthaltenen Spurenelemente und Mineralien eine wahre Wunderwaffe im Kampf gegen lästige Pickel und Mitesser. Man kann sie in gut sortierten Drogeriemärkten kaufen und mit Wasser zu einer Gesichtsmaske verrühren. Sobald die Heilerde auf der Haut getrocknet ist, mit warmem Wasser abspülen.

  • Kamille

    Die antiseptische Wirkung von Kamille hilft gegen entzündete Pickel. Am besten entfaltet Kamille ihre heilsame Wirkung, wenn man sie als Dampfbad nutzt: Einfach frische Kamillenblüten oder Teebeutel mit heißem Wasser aufgießen und das Gesicht darüber halten. Der Dampf öffnet die Poren, wodurch der Talg abfließen kann. Die antiseptische Kamille reinigt die Poren.

  • Honig

    Dieses natürliche Hausmittel dämmt Bakterienherde ein und unterstützt die Haut beim Heilungsprozess. Honig ist die ideale Zutat für eine Anti-Pickel-Maske: Einfach 2 EL Honig mit 1 EL Zimt verrühren, auf das Gesicht auftragen und nach 30 Minuten Einwirkzeit mit lauwarmem Wasser abspülen. Auch Zimt hemmt das Wachstum von Poren verstopfenden Bakterien.

  • Aloe Vera

    Aloe Vera ist dank ihrer entzündungshemmenden Wirkung ein bewährtes Hausmittel gegen eitrige Pickel – nicht ohne Grund ist sie Bestandteil zahlreicher Anti-Pickel-Produkte. Das Gel einer Aloe Vera-Pflanze kann pur auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden und hilft schnell gegen Rötungen.

Die richtige Hautpflege

Die richtige Hautpflege ist wichtig bei Akne. Die meisten Experten raten zu einer milden Hautreinigung mit Produkten, die Salicylsäure enthalten. Dieser Stoff dringt tief in die Haut ein und kann Verhornungen, Talg und Hautschuppen entfernen.

So kann der zu viel produzierte Talg leichter abfließen und Pickel entstehen erst gar nicht. Cremes, Make-up und Sonnenschutzmittel sollten fettfrei sein, damit die Poren nicht verstopfen. Produkte auf Wasserbasis oder leichte Öle helfen bei der Pflege.

Kann man Pickeln vorbeugen?

Natürlich kann man Talgdrüsen nicht daran hindern, (zu viel) Talg zu produzieren und zu verstopfen. Tatsache ist aber: Mit dem richtigen Lifestyle und ein paar einfachen Tricks lassen sich Pickel vorbeugen.

  • So wenig wie möglich ins Gesicht fassen: Der Schmutz an den Händen sorgt für eine zusätzliche Verstopfung der Poren, während Bakterien für Entzündungen sorgen können.

  • Schmutz gelangt auch über nicht gereinigte Make-up-Pinsel auf die Haut. Diese sauber zu halten, hilft Pickeln vorzubeugen.

  • Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen, die auch die Hautgesundheit unterstützen.

  • Viel trinken: Wasser versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Dadurch ist sie optimal geschützt.

  • Zucker nährt Entzündungen und begünstigt damit auch unreine Haut. Zuckrige Getränke wie Cola & Co. lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen, was wiederrum die Talgdrüsen anregt.

  • Rauchen – auch Shisha-Rauch – schadet der Haut unter anderem dadurch, dass es die Gefäße verengt. Eine schlechtere Durchblutung bringt Pickel mit sich.

  • Pickelauslöser Rasur: Eine stumpfe Klinge beim Rasieren führt oft zu Pickeln. Erstens, weil die Haut gereizt wird, und zweitens, weil durch stumpfe Klingen oftmals Haare stehenbleiben und dann in die Haut einwachsen. Beim Rasieren also immer frische Klingen benutzen.

Wann muss man wegen Akne zum Arzt?

Die Frage, die sich junge Menschen oft stellen: Braucht es bei Akne wirklich einen Arzt? Ja und nein. Natürlich kann jeder seine unreine Haut mit den richtigen Tipps, Tricks und Hausmitteln behandeln. Die meisten finden schnell heraus, was ihre Haut braucht und wie Pickel bekämpft werden können.

Der Rat eines Experten schadet aber in keinem Fall. Vor allem dann nicht, wenn die Akne chronisch und verstärkt auftritt. Ein Dermatologe berät individuell und kann in hartnäckigen Akne-Fällen Medikamente verschreiben, die der Haut helfen.

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