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Coronavirus: Fakten-Check

Das Coronavirus schränkt inzwischen weite Teile des öffentlichen Lebens ein: Größere Veranstaltungen sind abgesagt, Fitnessstudios und Bars bleiben geschlossen, Ein- und Ausreisebedingungen wurden verschärft. Unsere Experten halten Sie zu den wichtigsten Fakten auf dem Laufenden.

(Stand: 30.03.2020)

Der Ausbruch des Coronavirus sorgt weiterhin für Ängste und zahlreiche Spekulationen im Netz. Viele Falschmeldungen kursieren und heizen die Verunsicherung weiter an. Hinzu kommen Fragen rund um die Gesundheitsversorgung.

Was steckt hinter dem Coronavirus?

Man vermutet, dass die Erstübertragung von einem Tier auf einen Menschen erfolgte. Inzwischen erhielt das neuartige Coronavirus den offiziellen Namen „SARS-CoV-2“, die Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als „COVID-19“ bezeichnet.

Hauptübertragungsweg von Mensch zu Mensch scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Theoretisch ist auch eine Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich, hierbei ist jedoch die Nachweislage noch nicht gesichert.

Das Robert Koch-Institut erfasst und bewertet kontinuierlich die aktuelle Lage in Deutschland: In allen Bundesländern gibt es bestätigte Infektionsfälle. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt wird in Deutschland aktuell als hoch eingeschätzt. Grund sind die stark steigenden Fallzahlen.

Wie schwer der individuelle Krankheitsverlauf sein kann, hängt dabei stark vom zunehmenden Alter und bestehenden Vorerkrankungen ab. Die eingeleiteten Gegenmaßnahmen aus Isolierung, Quarantäne und sozialer Distanzierung dienen zum einen dazu, genau diese Menschen möglichst gut vor einer Ansteckung zu schützen. Zum anderen soll das Gesundheitswesen vor allem in den Gebieten mit einer hohen Verbreitung der Infektion bestmöglich entlastet werden.

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IKK Med

Unter unserer kostenlosen medizinischen Beratungs-Hotline IKK Med beraten unsere Experten gerne rund um Fragen zu Viren und Virenschutz. Einfach 0800 455 1000 anrufen!

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Wie lässt sich eine Ansteckung vermeiden?

  • Hände waschen

    Unsere Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern – wir benutzen mit ihnen Türgriffe, den Türöffner in der S-Bahn und vieles mehr. Durch regelmäßiges Händewaschen werden die Keime deutlich reduziert, wodurch man sich selbst und andere vor Infektionen schützen kann. Um möglichen Erregern den Garaus zu machen, die Hände zunächst unter fließendem Wasser nass machen und anschließend für 30 Sekunden einseifen. Und zwar komplett, das heißt: Nägel, die Stellen zwischen den Fingern und den Handrücken nicht vergessen. Zum Schluss alles gut unter fließendem Wasser abspülen und abtrocknen. Handtücher sollten nicht gemeinsam benutzt werden, um die Verteilung der Viren zu verhindern.

  • Handhygiene

    Aufs Händeschütteln verzichten und Hände aus dem Gesicht halten, denn die Viren gelangen über die Nasenschleimhaut und auch die Augen in den Körper.

  • Abstand halten

    Wer bei hustenden und niesenden Menschen in seiner Umgebung den nötigen Abstand wahrt, schützt sich nicht nur vor dem Coronavirus, sondern auch vor Grippe und Erkältung.

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Welche Symptome werden durch das Virus ausgelöst?

Die Krankheitsverläufe sind sehr individuell und reichen von Symptomlosigkeit bis zu Lungenversagen. Einen „typischen“ Krankheitsverlauf gibt es nicht.
Die Thieme Compliance GmbH hat online einen Sympton-Check zur Verfügung gestellt.

Zum Symptom-Check
  • häufige Symptome nach wenigen Tagen

    Fieber
    trockener Husten
    Halskratzen
    Schnupfen
    Abgeschlagenheit
    Muskelschmerzen

    einige Betroffene leiden auch an Durchfall

  • bei schwererem Verlauf, eine Woche nach Ausbruch

    schwere Atemnot
    Lungenentzündung

Sie haben Symptome bei sich entdeckt?

Jetzt heißt es Ruhe bewahren. Die meisten Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. Bei etwa 15 von 100 Infizierten kann es zu schwereren Symptomen wie Atemproblemen oder einer Lungenentzündung kommen.

Vor allem die folgenden Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit Vorerkrankungen, z.B. koronare Herzerkrankung, Asthma, chronische Bronchitis, chronische Lebererkrankung, Diabetes mellitus, Krebs.
  • Patienten mit einem geschwächtem Immunsystem (ob durch eine Erkrankung oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie z. B. Cortison)

 

Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel bei fünf bis sechs Tagen, die Spannweite liegt bei ein bis 14 Tagen.

Für Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann am besten einschätzen, welche Schritte nun erforderlich sind. Melden Sie sich auf jeden Fall vorab telefonisch an und schildern kurz, warum Sie eine Corona-Infektion vermuten.

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Ihr zuständiges Gesundheitsamt können Sie hier ermitteln.

Um Ihre Mitmenschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen, immer in die Armbeuge husten und niesen. So vermeiden Sie es, die Erreger über Ihre Hände weiterzuverbreiten. Eine spezifische Therapie gibt es noch nicht, im Zentrum der Behandlung stehen derzeit die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes.

Wer zahlt den Test?

Wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht und der Arzt einen Test verordnet, übernimmt Ihre IKK classic die Kosten. Die Abrechnung erfolgt direkt über Ihre KV-Karte.

Haben Sie jedoch bitte Verständnis dafür, dass ein solcher Test nur an Menschen mit Krankheitssymptomen vorgenommen wird. Zum einen macht es aus medizinischer Sicht keinen Sinn, gesunde Bürger zu testen – auch, wenn das für den Einzelnen bestimmt von Interesse ist –, zum anderen sind die Kapazitäten für Tests begrenzt.

Kann ich mich impfen lassen?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.

Wie erfolgt meine Krankschreibung, wenn ich Symptome habe?

23.03.2020

Ab sofort können Sie nach telefonischer Rücksprache mit Ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) für maximal 14 Tage ausgestellt bekommen. Vorteil: Sie müssen nicht extra Ihre Hausarztpraxis aufsuchen, die Übermittlung des "gelben Scheins" erfolgt per Post.

Diese Ausnahmeregelung ist auf Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik vorweisen, begrenzt – ob „einfache“ Erkältung oder mögliche Infektion mit COVID-19.

Ist nach Ansicht des Arztes ein Coronavirus-Test erforderlich, informiert er darüber, wo man sich testen lassen kann. In einigen Regionen brauchen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung. Bei Verschlechterung der Symptome sollten Sie nach telefonischer Anmeldung zum Arzt gehen.

Die Regelung gilt ebenfalls für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Kinderkrankengeld. Die Vereinbarung ist zunächst bis zum 23. Juni gültig. Die Krankmeldung sowie eventuell notwendige Überweisungsunterlagen werden von der Arztpraxis per Post zugesandt.

Tipp: Halten Sie bei Ihrem Anruf Ihre Gesundheitskarte bereit, damit das Praxisteam Ihre persönlichen Daten abgleichen kann.

Haben Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten, können Sie das Exemplar für die IKK classic einfach über die Onlinefiliale oder die IKK App hochladen und bei uns einreichen.

Die Vorlage beim Arbeitgeber erfolgt, sofern im Arbeitsvertrag nicht anders geregelt, bei einer länger als drei Tage andauernden Erkrankung spätestens am darauffolgenden Tag. Ob Ihr Arbeitgeber die Bescheinigung im Original per Post erhalten möchte oder ob eine gescannte Fassung ausreicht, müssen Sie individuell klären.

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Krankmeldung online einreichen

Über unsere Service-App und die Onlinefiliale können Sie Ihre Krankmeldung abfotografieren und einfach online einreichen.

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Hebammenhilfe für Schwangere, Wöchnerinnen und ihre neugeborenen Kinder

24.03.2020

Damit Schwangere und frischgebackene Mütter nicht auf die persönliche Zuwendung und Hilfe von freiberuflichen Hebammen verzichten müssen, kann bis Mitte Juni verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgegriffen werden. Neben kurzen Beratungen per Telefon können so vor allem längere Gespräche in einer persönlichen Atmosphäre durchgeführt werden. So bleibt Ihre Versorgung in dieser außerordentlichen Situation aufrechterhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen können minimiert werden.

Die Videotelefonie lässt sich z. B. nutzen für:

  • Erhebung der Basisdaten von Patientinnen

  • Hilfe bei Beschwerden in der Schwangerschaft

  • individuelle Vor- und spezifische Aufklärungsgespräche

  • Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse (als digitaler Live-Kurs)

Voraussetzung ist, dass die Kommunikation technisch in Echtzeit möglich ist und den versicherten Frauen dabei keine zusätzlichen Kosten, z. B. für eine bestimmte Software, entstehen. Auch auf eine private Atmosphäre soll geachtet werden. Die Kursteilnehmer müssen der „Zuschaltung via Internet“ explizit vorab zustimmen, ansonsten ist eine Teilnahme nicht möglich.

Außerdem werden die Wegegeld-Bedingungen vorübergehend ausgedehnt: Ist eine Hebamme im Umfeld von 25 Kilometern nicht verfügbar, da für sie z. B. eine Corona-Quarantäne gilt, zahlt die IKK classic auch Fahrten von Hebammen, die bis zu 50 Kilometer entfernt von der Frau praktizieren.

Keine Anwendung findet derzeit die Regelung, nach der eine Dienst-Beleghebamme im Krankenhaus klinische Geburtshilfe bei höchstens einer weiteren Versicherten zur gleichen Zeit erbringen darf. Diese 1:2-Regelung in Krankenhäusern wird übergangsweise ausgesetzt. Damit kann ein möglicher Personalengpass bei der Geburtshilfe im Kreißsaal abgefangen werden, der eintreten kann, wenn freiberuflich tätige Hebammen krankheitsbedingt ausfallen.

Was müssen Mütter beim Stillen beachten?

Stillen wird von der Nationalen Stillkommission weiterhin empfohlen: In der Muttermilch von infizierten Frauen wurden bislang keine COVID-19-Erreger nachgewiesen, weshalb es aktuell keine wissenschaftlichen Belege gibt, dass COVID-19 über die Muttermilch übertragen werden kann. Hauptrisikofaktor für eine Übertragung beim Stillen ist der enge Hautkontakt. Doch die Vorteile des Stillens überwiegen, so dass das Stillen unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen empfohlen wird.

Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern.

Eine gute Übersicht rund um alle wichtigen Fragen gibt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Zu den Hinweisen der DGGG

Ausgabe von Medikamenten, die Rabattverträgen unterliegen

Sonderregelung ab 19.03.2020

Um die sozialen Kontakte beim Apothekenbesuch auf ein Minimum zu beschränken hat die IKK classic ihre Abgaberegeln für Medikamente kurzfristig gelockert. Ab sofort können Sie problemlos auf Austauschpräparate ausweichen, sollte das Rabattarzneimittel im Bedarfsfall nicht sofort in der Apotheke vorrätig sein. Das erspart Ihnen einen erneuten Gang in die Apotheke und mindert so das Infektionsrisiko für alle Beteiligten. Die Regelung gilt vorläufig bis zum 30. April 2020, über eine Verlängerung wird unter Berücksichtigung der weiteren Infektionsentwicklung in Deutschland entschieden.

Sicherung der Versorgung mit Hilfsmitteln bzw. Pflegehilfsmitteln

Sonderregelung ab 19.03.2020

Um den persönlichen Kontakt zwischen Ihnen und Ihren Leistungserbringern so weit wie möglich zu vermeiden, können Hilfsmittel vorrangig per Versand abgegeben werden – es sei denn, ein persönlicher Kontakt ist zwingend erforderlich (z. B. zur Anpassung). Beratungen oder Hinweise zur Einweisung in den Gebrauch der Hilfsmittel erfolgen vorrangig telefonisch, per E-Mail, per Verweis auf Videoeinweisungen oder durch digitale Medien. Normalerweise durch Sie erforderliche Unterschriften werden ausnahmsweise vom Leistungserbringer oder die zustellende Person übernommen und um einen Hinweis ergänzt, dass die abweichende Unterschrift aufgrund der Corona-Pandemie notwendig war.

Ebenso akzeptieren wir ausnahmsweise Mehrmonatslieferungen anstelle der vertraglich vereinbarten Lieferzyklen (z. B. bei Inkontinenzhilfen oder Stomaartikeln), es sein denn, es kommt dadurch zu Lieferengpässen bei anderen Versicherten .

Nicht aufschiebbare (Erst-)Versorgungen können Leistungserbringer auch ohne Vorliegen einer vertragsärztlichen Verordnung nach eigenem Ermessen beginnen. Die Verordnung kann dann bei uns nachgereicht werden. Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln wie Inkontinenzhilfen oder Stomaartikel verzichten wir auf eine Folgeverordnung, sofern die Erstversorgung bereits von uns genehmigt oder Genehmigungsfreiheit vertraglich vereinbart wurde. Die Prüfung der Frist von 28 Kalendertagen, innerhalb derer die Hilfsmittelversorgung nach Ausstellung der Verordnung aufgenommen werden muss, wird ausgesetzt.

Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. Mai 2020.

Verschiebung der U 6 bis U 9 möglich

25.03.2020

Um nicht dringende Arztbesuche zu vermeiden, dürfen Sie als Eltern die Vorsorgeuntersuchungen U 6 bis U 9 für Ihre Kinder verschieben. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt einfach einen Nachholtermin, der bis Ende September 2020 stattgefunden haben muss.

Die U 2 bis U 5 sowie alle empfohlenen Impfungen sollten hingegen zeitgerecht durchgeführt werden.

Wann wird Kranken- bzw. Kinderpflegekrankengeld gewährt?

Voraussetzung für die Zahlung von (Kinderpflege-)Krankengeld ist es, dass  Arbeitsunfähigkeit bzw. eine Erkrankung Ihres Kindes vorliegt und von einem Arzt attestiert wurde. Bei einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit besteht der bisherige Grundsatz fort: Sechs Wochen lang leistet der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Quarantäne, ein berufliches Tätigkeitsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) oder die Schließung von Kitas und Schulen aufgrund der Corona-Pandemie begründen keinen Anspruch auf Krankengeld bzw. Kinderpflegekrankengeld.

Wem jedoch aufgrund des IfSG als Ansteckungsverdächtiger, Ausscheider, Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern die Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit vom Gesundheitsamt verboten wird (§ 31 Satz 2) erhält von seinem Arbeitgeber weiterhin für bis zu sechs Wochen sein Gehalt ausgezahlt. Dies gilt auch während einer Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt. Der Arbeitgeber kann sich diese Aufwendungen von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Sofern das Tätigkeitsverbot länger besteht, erhalten Betroffene ab diesem Zeitpunkt die Entschädigung direkt von der zuständigen Versorgungsverwaltung des Landes, in dem das Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde, ausbezahlt.

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Superinfektion

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Was mache ich, wenn kein Beratungsbesuch durch meinen Pflegedienst oder meine anerkannte Beratungsstelle stattfindet?

23.03.2020

Normalerweise sieht der Gesetzgeber bei Bezug von Pflegegeld in regelmäßigen Abständen einen Beratungsbesuch durch einen Pflegedienst oder eine anerkannte Beratungsstelle vor.

Falls ein solcher Besuch bei Ihnen aufgrund der derzeitigen Situation nicht bis zum 30.09.2020 stattfinden kann, wird das Pflegegeld deswegen ausnahmsweise nicht gekürzt oder eingestellt. Bitte holen Sie den Beratungsbesuch so schnell wie möglich nach und schicken Sie uns dann die Nachweise zu.

Sie haben vor Ort einen IKK Gesundheitskurs begonnen, aber aufgrund der Corona-Pandemie abbrechen müssen?

In diesem Fall verzichten wir auf die Prüfung einer regelmäßigen Teilnahme von 80 % der Kurseinheiten und erstatten wie gewohnt die Teilnahmegebühren von maximal 90 Euro. Bestätigen Sie dafür einfach formlos, dass

  • die restlichen Kurseinheiten nach der Corona-Pandemie nachgeholt
    auf digitalem Wege (z.B. als Live-Übertragung) abgeschlossen werden oder
    ersatzlos entfallen
     und

  • der Kursanbieter keine anteilige Erstattung der Teilnahmegebühr vornimmt.

Wurde der Präventionskurs abgebrochen und Ihnen lediglich die anteiligen Kursgebühren in Rechnung gestellt? Dann erstatten wir Ihnen die Kosten anteilig auf Basis der durchgeführten Kurseinheiten. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den Kurs innerhalb diesen Jahres zu wiederholen. Oder Sie nutzen die Gelegenheit und entscheiden sich für einen unserer Onlinekurse und bleiben von Daheim aus fit und aktiv.

Zu den Kursangeboten

Sie haben IKK Aktiv-Tage gebucht und Fragen zur Durchführung?

Unser Vertragspartner AKON Aktivkonzept informiert auf seiner Website tagesaktuell, welche Präventionsreisen NICHT stattfinden können. Betroffene Versicherte werden von AKON Aktivkonzept automatisch entsprechend ihrer Anreisetermine individuell kontaktiert und beraten. Auskunft zu Umbuchungen und Stornierungen erhalten Sie unter der Service-Hotline 07931 964970 oder per E-Mail an info@akon.de.

Sie haben Kurse zum Rehabilitationssport oder Funktionstraining begonnen, aber aufgrund der Corona-Pandemie abbrechen müssen?

Dann wird der Bewilligungszeitraum unbürokratisch um die Zeit der Aussetzung der Übungsveranstaltungen verlängert. Hierzu bedarf es keiner besonderen Antragstellung durch Sie oder Ihre Kursleiter.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie aus Angst vor Ansteckung nicht mehr teilnehmen, die Kursanbieter die Übungsveranstaltungen abgesagt haben, die Übungsstätten geschlossen wurden oder die Durchführung behördlicherseits untersagt wurde.

Die Leistungserbringer werden nach überstandener Corona-Krise über den Verlängerungszeitraum informiert.

Mythen und Falschmeldungen

In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Falschmeldungen und Fehlinformationen über das Coronavirus. Manche basieren auf Missverständnissen, andere werden gezielt verbreitet. Vertrauen Sie nicht einfach jeder Meldung, die Sie lesen, sondern hinterfragen Sie kritisch, wer der Absender ist und welche Interessen er haben könnte. Am verlässlichsten sind die Informationen, die Sie über die offiziellen Regierungseinrichtungen und die bekannten Nachrichtenmedien (ob Print, Hörfunk, TV oder online) erhalten.

Mythos Mundschutz

Die Angst vor einer Ansteckung führt vielfach zu Hamsterkäufen: Einweg-Munschutz und Atemmasken sind quasi ausverkauft bzw. teilweise gegen utopische Preisforderungen erhältlich. Zur nachweislichen Virenabwehr taugen die Masken jedoch nicht.

Sind Sie selbst an einer Infektion der Atemwege erkrankt und bewegen sich im öffentlichen Raum, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z. B. eines chirurgischen Mundschutzes) sinnvoll sein, um die Ansteckung anderer Personen zu vermeiden (Fremdschutz). Optimal wirksam ist der Mund-Nasen-Schutz nur, wenn er korrekt (d.h. eng anliegend) sitzt und bei Durchfeuchtung gewechselt wird.

Sind Sie hingegen gesund, gibt es keinen hinreichenden Nachweis dafür, dass Ihr Ansteckungsrisiko durch Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch wirklich sinkt. Auch Masken, die sonst nur von OP-Personal getragen werden, können das nicht sicherstellen.

Supermarktschließungen und Versorgungsengpässe

Immer wieder kursieren Gerüchte von Supermarktschließungen. Die Folge: Hamsterkäufe allerorten. Ob Nudeln, Tomatensoße oder Toilettenpapier: Schon vormittags gähnen einem im Supermarktregal leere Regale entgegen, was dann tatsächlich bei vielen wiederum Panik vor Versorgungsengpässen auslöst.

Fakt ist: Selbst in Italien, wo das öffentliche Leben fast komplett eingeschränkt wurde, sind Supermärkte und Apotheken weiterhin geöffnet. Lediglich die Menge der Menschen, die gleichzeitig einkaufen können, wurde den Infektionsschutzmaßnahmen (ausreichender Abstand zueinander) angepasst.

Spezial-Hygiene

Vielfach hält sich der Glaube, dass eine Spezialseife erforderlich sei, um die nötige Handhygiene zu gewährleisten. Dabei ist Händewaschen mit handelsüblicher Seife völlig ausreichend. Hauptsache, Sie gehen gründlich vor und seifen die Hände für mindestens 20 Sekunden ein.

Handtrockner töten das Coronavirus nicht ab und auch UV-Licht wird nicht zur Desinfektion empfohlen. Die WHO warnt sogar aufgrund drohender Hautverletzungen vor dem Einsatz von UV-Lampen.

Wundermittel

So fleißig Forscher weltweit auch an der Entwicklung eines Impfstoffes arbeiten, bis zur Markteinführung dauert es noch unbestimmte Zeit. Das gebietet auch die Sorgfaltspflicht.

Dafür sind innerhalb kürzester Zeit diverse Bücher erschienen, die als Ratgeber dienen oder vermeintliche Geheimnisse über die Epidemie aufdecken sollen.

Ebenso machen Tipps zu angeblichen Heilmitteln wie Wundersuppen, Knoblauch, Cannabis, Sesamöl, Alkohol, homöopathische und/oder Naturheilmittel oder besondere Atemtechniken die Runde.

Mit dem Wahrheits- bzw. Wirksamkeitsgehalt solcher Produkte ist es nicht weit her. Aber selbstverständlich können SIe mit einer ausgewogenen Ernährung Ihr Immunsystem bei seiner wichtigen Arbeit unterstützen.

Aktuelle und verlässliche Informationen finden Sie hier

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