So können Handwerker ein gutes Immunsystem aufbauen

Stress, Vitamin-D-Mangel, jede Menge Viren und Bakterien – der Winter ist für unser Immunsystem eine echte Herausforderung. Wie Sie mit gesunder Ernährung dazu beitragen können, die Immunabwehr aufzubauen und die körpereigenen Abwehrkräfte für den Winter zu mobilisieren, erfahren Sie hier.

Die Tage werden kürzer, es ist schon früh dunkel, die Luft schneidend kalt. Was tun? Man macht es sich mit einem schönen Glas Tee zuhause gemütlich – Scheibchen Zitrone rein fürs tägliche Vitamin C – während der eiskalte Wind draußen den Regen peitscht und die letzten Blätter von den Bäumen reißt. Klingt gut?

Das schon, ist für Handwerker aber leider nicht möglich. In vielen Berufen nehmen Auftragslage und Stress keine Rücksicht auf die Witterung. Man muss trotzdem raus. Eine ziemliche Belastung für den Körper und eine Challenge für die Immunabwehr. Also gilt es, die Abwehrkräfte zu stärken. Nur wie? Man muss das Immunsystem mit gesunder Ernährung gezielt aufbauen – Stichwort: Vitamine. Dann haben Krankheitserreger auch bei Schnupfenwetter keine Chance.

Die besten Ernährungstipps zur Stärkung des Immunsystems

Ein Punkt vorneweg: Wissen Sie eigentlich, warum wir im Winter schneller krank werden? Warum wir ein schwaches Immunsystem haben und so anfällig sind für grippale Infekte? Es liegt am fehlenden Licht. In der dunklen Jahreshälfte bekommt unser Körper nicht genügend UV-Strahlung ab, um den täglichen Bedarf an Vitamin D zu produzieren.

Das Vitamin, das für ein stabiles Immunsystem und die Stärkung der Abwehrkraft verantwortlich ist, generiert unser Körper nämlich über die UV-Strahlung auf der Haut. Und das funktioniert im Winter eben nur bedingt. Das gilt auch für Handwerker, selbst wenn sie das ganze Jahr über an der frischen Luft sind. Also heißt es gegensteuern und den Körper mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung unterstützen.

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Die richtige Ernährung für Anpacker

Wer körperlich schwer arbeitet, hat einen höheren Energiebedarf. Handwerker und insbesondere Menschen, die auf dem Bau arbeiten, müssen deshalb auch mehr essen. Wie eine ausgewogene Ernährung für diese Personengruppe aussehen kann, verrät IKK-Ernährungsexpertin Anke Hagemann.

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Vitamin-D-Träger: Frischer Fisch

Vitamin D wird vom Körper in der Haut gebildet. Allerdings nur bei ausreichender Sonneneinstrahlung. Auch wenn der innere Schweinehund sich weigert, sollten wir deshalb gerade in der kalten Jahreszeit regelmäßig nach draußen. Zusätzlich können wir Vitamin D über die Nahrung zu uns nehmen. Besonders die Gruppe der sogenannten Fettfische wie Lachs, Makrele und Hering können im Winter als Vitamin-D-Lieferanten dienen. Alternativ können sich Vegetarier über bestimmte Speisepilze (oder Margarine mit Vitamin-D-Zusatz) mit dem Nährstoff versorgen. Mit diesen Zutaten lassen sich viele leckere Gerichte zaubern – sie stärken das Immunsystem und helfen dem Körper beim Kampf gegen Krankheitserreger. Die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ist nur dann zu empfehlen, wenn eine unzureichende Versorgung durch einen Arzt nachgewiesen wurde.

Vitamin-C-Booster: Obst und Gemüse

Die Versorgung mit Vitamin C ist da schon einfacher, denn viele heimische Obst und Gemüsesorten enthalten den wertvollen Nährstoff. Effektiv, aber in großen Mengen schwer aufzunehmen, ist die Hagebutte: 1.250 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm enthalten die roten Beeren. Es mag überraschen, aber Spinat, Grün- oder Rosenkohl enthalten mit rund 100 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm ebenfalls eine beträchtliche Menge des Vitamins. Zitrusfrüchte beinhalten ebenfalls Vitamin C, genau so viel wie – Achtung: rote Paprika. Mit etwa 140 Milligramm auf 100 Gramm ist der Vitamin-C-Gehalt einer roten Paprika deutlich höher als der einer Orange (48 Milligramm) – rote Paprika ist damit ein echter Vitamin-C-Booster.

Radikale Idee: Rote Beeren und Granatapfel

Beim Obst sollten Sie darauf achten, dass es Sorten sind, die im Herbst geerntet wurden. Äpfel, Birnen, Granatapfel und Trauben haben gerade Saison. So lassen sich unnötige Transporte vermeiden und möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten. Wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Tiefkühlgemüse und -obst ist besser als sein Ruf. Die Früchte werden schockgefroren, so bleiben die Vitamine erhalten. Besonders gesund sind neben Granatapfel rote Beeren, denn sie enthalten viele Antioxidantien, die die Zellstruktur vor freien Radikalen schützen. Also sollten neben frischen Äpfeln und Birnen vor allem die roten Früchte auf den Speiseplan.

Wärme von Innen: Pikante Gewürze

Wenn das Arbeiten unter freiem Himmel richtig ungemütlich wird, sind pikante Gewürze ein guter Tipp. Ein Tee mit viel Ingwer kann zum Beispiel ganz leicht zur Arbeit mitgenommen werden. Auch Gerichte mit Chili, Pfeffer oder Muskatnuss sind zu empfehlen. Die Gewürze wärmen von innen und fördern zusätzlich die Durchblutung. Das ist nicht nur hilfreich fürs Immunsystem, sondern stärkt auch das Herz-Kreislauf-System.

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Heilkräuter und ihre Wirkung

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Kampf dem Winterschlaf: Nüsse

Wem es morgens ganz besonders schwer fällt, die Augen aufzubekommen, dem seien Nüsse ans Herz – und auf den Teller – gelegt. Egal ob Erdnuss, Haselnuss, Walnuss oder Cashew-Kerne: Alle Nüsse enthalten die Aminosäure Tryptophan. Diese Proteine unterstützen den Körper bei der Ausschüttung von Serotonin. Und dieses Hormon ist der natürliche Gegenspieler des Schlafhormons Melatonin.

Oft vernachlässigt: Zink

Zink ist ein lebensnotweniges Spurenelement und ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Unter anderem an der Produktion von Lymphozyten, also Abwehrzellen. Wenig verwunderlich, dass sich ein Zinkmangel also häufig in einer Anfälligkeit für Infekte äußert. Normalerweise nehmen wir genug Zink über die Nahrung auf, bei grippalen Infekten kann hochdosiertes Zink zusätzlich helfen, die Krankheitsdauer reduzieren. Aber Vorsicht: Aufgrund der Nebenwirkungen von Zink sollte man bei dieser Behandlung in jedem Fall den Rat eines Arztes heranziehen.

Und darüber hinaus: gute Laune

Der Gesundheit helfen neben einer gesunden Ernährung übrigens auch Entspannung, ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft – und gute Laune. Und wenn es doch mal im Hals kratzen sollte, dann hilft ein Löffel Honig, er beruhigt gereizte Bronchien. In diesem Sinne: Kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit.

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