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Folge #15 – Ausbildung Zukunft: Jobs, die das Morgen gestalten

Ausbildung? Machen wir.

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Podcast-Team mit den Moderatoren Lucas und Marco und Sarah von azubi.de
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Jobs, die das Morgen gestalten

Wie finde ich einen Traumjob mit Zukunft? Dieser Frage stellen sich Lucas und Marco in Folge 15 von "Ausbildung? Machen wir.", dem Azubi-Podcast der IKK classic. Sie geben Tipps, welche tollen Jobs so richtig zukunftssicher sind.

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Wie finde ich einen Traumjob mit Zukunft? Dieser Frage stellen sich Lucas und Marco in Folge 15 von "Ausbildung? Machen wir.", dem Azubi-Podcast der IKK classic. Sie geben Tipps, welche Jobs in der Zukunft einen hohen Stellenwert haben werden und was du machen kannst, um deine Ausbildung und deinen Job nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten.

Das Moderatoren-Duo befragt dazu unter anderen Dr. Wolfgang Gründinger, "Zukunftslobbyist", Keynote Speaker, Referent und Redner über Themen in der Gesellschaft und Politik. Als "Chief-Evangelist" bei Enpal, Deutschlands größtem Solarenergie-Startup, weiß er ganz genau, was etwa die Schwergewichte in der Wirtschafts- und Politikbranche rund um das Thema zukunftssichere Arbeit diskutieren. Ihm zufolge wird die "hybride" Arbeitsweise (zwischen Büro und Homeoffice) nicht nur in Bürojobs, sondern auch im Handwerk und anderen Branchen immer wichtiger. Gut zu wissen: KI-gesteuerte Roboter und Maschinen dürften menschliche Arbeitskräfte und Berufe nicht so schnell ablösen. Vielmehr werden Berufe wichtiger, in denen eine digitale Medienkompetenz benötigt wird, um diese Technologien überwachen und warten zu können. Wolfgang verrät, dass auch Elektriker und Elektrikerinnen weiterhin gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden. Auch Jobs rund um die Digitalisierung von Kundenkanälen oder Online- und Sales-Prozesse sind vielversprechende Arbeitsfelder der Zukunft.

Dass Klimaschutz auch ein wichtiger Faktor bei der Gestaltung der Zukunft ist, unterstreicht die Studentin Michelle. Sie studiert in Oldenburg Meereswissenschaften und leistet mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für eine bessere Zukunft zum Schutz der Meere. Laut Michelle spielen bei ihrer Arbeit auch Biochemiker und Laboranten – also Ausbildungsberufe – eine wichtige Rolle. Diese Kolleginnen und Kollegen gestalten mit ihrer Arbeit im Forschungskontext aktiv die Zukunft mit.

Wie der Arbeitsalltag in einem Forschungslabor abläuft, erzählt Stefanie. Die 21-Jährige arbeitet am Max-Planck-Institut in Martinsried für Biochemie und Neurobiologie. Wie ihre tägliche Arbeit zur Erforschung und Bekämpfung von Krankheiten beiträgt, erzählt sie den Moderatoren im Gespräch.

Welche Möglichkeiten Auszubildende im Handwerk haben, die Zukunft aktiv mitzugestalten, erzählt uns Sarah von azubi.de. Sie gibt wertvolle Tipps, wie man bereits seine Ausbildungsstätte als Azubi nachhaltig und zukunftssicher gestalten kann. Ihr zufolge ist man dafür als Azubi des Deutschen Handwerks genau an der richtigen Stelle, um die Zukunft der Welt positiv mitzugestalten.

Mehr Informationen dazu und Tipps, wie die Suche nach einem Traumjob der Zukunft gelingt, findest du in "Gesund.Machen.", dem Online-Magazin der IKK classic. 


Zu guter Letzt fasst der Stuttgarter Rapper Joel Bello das Thema wieder in einem Rap zusammen.

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Das Interview zum Nachlesen

Interview mit Wolfgang Gründinger

Marco: Was meinst du, Lukas? Was wird da alles kommen in der Zukunft? Wo findet man denn den Job, mit dem man die Zukunft gestalten kann?

Lucas: Ja, schwere Frage, würde ich mal sagen. Ich hab jetzt auch meine Glaskugel gerade nicht am Start, aber ich hab natürlich Internet und hab für euch ein bisschen recherchiert. Da hab ich zumindest mal Hinweise gefunden, was sich im Bereich der Ausbildungsberufe so ändern könnte... oder ändern wird.

Marco: Und was hast du denn da in deinem Internet gefunden? Was bewegt sich denn da?

Lucas: In diesem Internet habe ich eben auch gefunden, dass Handwerksberufe wichtig bleiben. Das ist ja schon mal ziemlich cool, weil so ein digitaler Algorithmus wird ja auch in 10 oder 20 Jahren keinen Dachstuhl bauen können oder die Elektrik im Haus machen. Was sich noch so alles verändert, das haben wir mal unseren ersten Gast gefragt. Einen sehr spannenden Gast, den Wolf Gründinger. Er nennt sich selbst Zukunftslobbyist. Er hat Bücher geschrieben und diskutiert mit einem ganzen Haufen wichtiger Leute.

Lucas: Hi Wolfgang, bitte stell dich doch einmal kurz vor.

Wolfgang Gründinger: Das mache ich sehr gerne. Dankeschön für die Einladung, schön, dass ich dabei sein kann, heute. Ich bin Wolfgang Gründinger, ich bin Autor von diversen Büchern zu den Themen Politik und Gesellschaft. Unter anderem geht es da um die Digitalisierung und die Zukunft der Demokratie. Und bin momentan Chief Evangelist, also eine Art Stratege bei Enpal – das ist Deutschlands größter Solarenergie Start-Up.

Marco: Schön, dass du da bist. Du bezeichnest dich ja selbst als Zukunftslobbyist. Auf deiner Webseite sieht man dich ja auch unter anderem mit Schwergewichten wie Mark Zuckerberg am Tisch sitzen, dem Facebook-Gründer, den wir alle kennen. Du bist auch im Gespräch mit Bundespolitikern, mit Entscheidern aus der Wirtschaft und jetzt mal so rein aus Neugierde gefragt: Wie ist es denn, mit solchen Leuten an einem Tisch zu sitzen und zu sprechen?

Wolfgang Gründinger: Also ich kann das gerne mal mit Mark Zuckerberg als Beispiel wiedergeben. Ich bin eingeladen worden, mit ihm zu Mittag zu essen und ich muss sagen, ich kann jetzt über die Inhalte nicht sprechen, weil es vertraulich natürlich ist, klar, aber er ist sehr, sehr reflektiert. Er ist sehr höflich, er ist sehr freundlich. Er sieht wirklich genauso aus, wie man ihn sich vorstellt. Also etwas blass und so wie halt so ein Computer-Nerd halt so aussieht, ja. Aber er ist sehr reflektiert, denkt immer nach und zumindest – man weiß immer nicht so genau, was wurde ihm antrainiert und wie ist er wirklich, das kann man ja immer nicht so richtig einschätzen – aber er wirkt wirklich sehr, sehr reflektiert und höflich.

Lucas: Was wird denn in solchen Kreisen über die Zukunft gesprochen? Was sind da so die Thesen, die vertreten werden?

Marco: Erzähl uns aus der Zukunft.

Wolfgang Gründinger: Das weiß natürlich keiner. Klar, man kann viele Trends ausmachen. Zum Beispiel auch dieses Hybride im Büro. Da wird ziemlich viel drüber gesprochen seit Corona, wo sich wirklich alle daran gewöhnt haben, dass sie nicht nur im Büro arbeiten. Auch bei so Nicht-Bildschirm-Berufen. Nein, ich komme ja auch vom Land. Die Landwirtinnen und Landwirte sind tatsächlich immer so mit die ersten, die sofort aufspringen, wenn es eine neue Technologie gibt, die ihnen das Leben einfacher macht. Also tatsächlich auch in so klassischen Berufen, die jetzt nicht nur so klassische "Ich schreibe was am Laptop und beantworte E-Mails" sind, hält Digitalisierung immer stärker, immer schneller Einzug.

Marco: Jetzt hast du schon ein bisschen meine weitere Frage vorweggenommen bzw. die Antwort dazu: was reden die Leute so in diesen Foren über die Zukunft der jungen Menschen, über unsere Arbeit? Wir hören immer wieder viel von künstlicher Intelligenz, von Robotern, die uns die Arbeit abnehmen.

Wolfgang Gründinger: Da ist die Frage, was du unter Roboter verstehst.

Wolfgang Gründinger: Das Interessante ist ja, dass sich Roboter oder Maschinen mit Dingen, die Menschen leicht fallen, oft sehr schwer tun. Einfach nur ein Bett zu machen, ist für den Roboter wirklich schwierig. Eine Türklinke zu öffnen – das kann ja sogar ein Dreijähriger – ein Roboter tut sich damit mega schwer. Übrigens immer wenn wir über die Zukunft von Jobs sprechen wie Elektrikerinnen, Elektriker, die einfach Anlagen – seien es die Ladesäulen für Elektroautos, seien es die Batterien für Elektroautos seien es die, die Solaranlagen anschließen und so weiter – das ist echt ein Job, der uns ausgeht, der heute schon knapp ist und auch in fünf Jahren und zehn Jahren noch mega gefragt sein wird. Wo man übrigens auch ganz gutes Geld verdienen kann. Wenn ich jetzt Jugendlicher mit 15, 16 vor dem Ende der Schule wäre und darüber nachdenke, was ich machen will, dann ist Elektrotechnikerin oder Elektrotechniker wirklich ein Beruf, wo einem die Arbeit nie ausgeht, die nächsten 20 Jahre auf jeden Fall safe sind und die man auch nicht einfach digitalisieren kann. Es muss ja auch mal was angesteckt werden. Das kann kein Roboter machen. Da hat man wirklich einen Beruf mit sehr viel Zukunft und der kann dann gerne zu uns kommen und mit uns die Energiewende voranbringen und die Klimakrise lösen. Auch weil sehr viel Sinn und und Purpose dahintersteckt.

Lucas: Das passt ja perfekt hier in unseren Podcast.

Marco: Absolut! Perfekt ist übrigens auch, dass du vorab schon alle Fragen beantwortest, die wir uns ausgedacht haben.

Lucas: Hast du denn noch irgendwie ein, zwei, drei Berufe parat, die deiner Meinung nach in Zukunft wichtiger werden?

Wolfgang Gründinger: Auf jeden Fall. Also alles, was mit Energiewende zu tun hat. Es ist nicht nur bei der Solarenergie so, dass wir Leute brauchen, die auf die Dächer klettern also zum Beispiel Industriekletterer. Was machen die? Die klettern dann auf die Windräder hoch. Das ist sehr, sehr hoch. Ich weiß nicht, ob du schon mal auf einem drauf warst, aber das ist schon wirklich atemberaubend.

Lucas: Ja, die sind ja teilweise 100 Meter hoch oder sowas, ne?

Wolfgang Gründinger: Ja, das ist extrem. Ansonsten: alles, was irgendwie mit Batterien zu tun hat. Da geht es auch in Chemie mit rein, Batterien zu bauen. Für Elektromotoren zum Beispiel. Wirklich ganz viel Chemie in die Richtung. Mit oder ohne Studium; geht beides natürlich. Alles, was mit dem demografischen Wandel zu tun hat. Demografischer Wandel heißt: Wir werden alle älter, es wird immer sehr viele ältere Menschen geben. Ich gehöre wahrscheinlich auch irgendwann mal dazu. Die wollen gut versorgt und betreut werden. Da geht es dann um so Dinge wie Hörgerätehersteller und natürlich Pflege sowieso. Halt alles, was irgendwie mit Dingen zu tun hat, die ältere Menschen brauchen.

Lucas: In diesem Sinne! Vielen, vielen Dank Wolfgang, das war ein sehr schönes Interview. Ich würde gerne noch viel länger sprechen. Vielen, vielen Dank und tschüss.

Wolfgang Gründinger: Danke für die Einladung. Tschüss bis zum nächsten Mal.

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