So einfach können Sie Ihren Eisprung berechnen

Träumen Sie vom Trappeln kleiner Füße in naher Zukunft? Egal, ob der Wunsch nach einem eigenen Kind in Ihnen gerade erwacht ist oder ob Sie bereits seit einiger Zeit versuchen, schwanger zu werden, diese Phase im Leben einer Frau bedeutet vor allem eines: Stress.

Doch das muss nicht sein. Je mehr Sie über Zyklus und Eisprung wissen, desto einfacher wird es, Ihre fruchtbaren Tage zu berechnen.

Manche Frauen haben einen kürzeren, andere einen längeren Zyklus. Ein persönlicher Ovulationsrechner – so etwas bieten inzwischen einige kostenlose Apps an, doch dazu später mehr – kann Ihnen dabei helfen, den genauen Zeitpunkt Ihres Eisprungs zu bestimmen.

Bevor Sie jetzt loslegen und Ihre fruchtbaren Tage berechnen, sollten Sie jedoch ein Grundverständnis haben, was während des Zyklus in Ihrem Körper passiert. Denn auch dieses Wissen kann Ihnen dabei helfen, Stress zu minimieren und schneller schwanger zu werden.

Die fruchtbaren Tage genau zu kennen, ist natürlich auch entscheidend, wenn Sie auf hormonelle Verhütungsmittel verzichten und auf keinen Fall schwanger werden wollen.

Was passiert während des Zyklus?

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der letzten Periode, dauert ungefähr einen Monat und endet am Tag vor der nächsten Menstruation. Er lässt sich in drei Hauptphasen einteilen: Folikelphase, Ovulationsphase und Gelbkörper- beziehungsweise Lutealphase.

  • 1. Vor dem Eisprung: die Folikelphase

    In den ersten zwölf bis 19 Tagen des Zyklus reift – abwechselnd in einem der beiden Eierstöcke – eine Eizelle heran. In dieser Phase bereitet sich der Körper auf eine mögliche Befruchtung vor. Der Zervixschleim wandert vom Muttermund zum Gebärmutterhals, ist weiß und hat eine klebrige Konsistenz. Dafür sorgt der erhöhte Östrogenspiegel.

  • 2. Der Eisprung: die Ovulationsphase

    In der Ovulationsphase wird die Eizelle im Eileiter aufgenommen. Während dieser Phase kann die Eizelle befruchtet werden. Bei der Suche nach dem richtigen Zeitpunkt gilt es natürlich zu beachten, dass auch Spermien ihre Zeit brauchen, um zur Eizelle zu gelangen. Die Lebensdauer der Spermien beträgt bis zu fünf Tage (im weiblichen Körper, außerhalb sterben Spermien nach wenigen Minuten ab).

  • Wie lange Samenzellen im Körper genau überleben, ist allerdings auch abhängig von der Qualität des Spermas. Die Phase des Eisprungs erkennen Frauen daran, dass der Zervixschleim noch einmal zunimmt und seine Konsistenz verändert. Er fühlt sich nun dünnflüssiger an, ist wässriger und klarer.

  • 3. Nach dem Eisprung: die Gelbkörperphase

    Nun bricht die Eizelle aus ihrem Folikel aus. In der nun folgenden Phase – sie heißt Gelbkörper- oder Lutealphase – steigt die Basaltemperatur an und bleibt bis zur nächsten Regelblutung erhöht.

  • Die Gebärmutterschleimhaut, die sich in der Lutealphase aufgebaut hat, wird von der Gebärmutter abgestoßen: Erst löst sich der Schleimpfropf, dann folgt die Blutung.

Wie lang dauert der Zyklus?

Einfache, aber unbefriedigende Antwort: Das ist bei jeder Frau anders. So hat eine Studie in npj Digital Medicine von August 2019 gezeigt, dass der Zyklus bei lediglich 13 Prozent der Frauen 28 Tage dauert. Bei 65 Prozent der Frauen dauern Zyklen zwischen 25 und 30 Tagen. Es gilt also, den eigenen Körper möglichst gut zu kennen.

Außerdem hat die Studie ergeben, dass Alter und BMI eine Rolle spielen. So verkürzt sich der Zyklus bei Frauen zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr um etwas mehr als drei Tage. Ein weiterer Faktor, der die Länge der Periode beeinflussen kann, ist das Gewicht. Bei Frauen mit einem Body Mass Index unter 18.5 dauert beispielsweise die Blutung mit hoher Wahrscheinlichkeit einige Tage länger. Bei adipösen Frauen steigt die Wahrscheinlichkeit für einen unregelmäßigen Zyklus. 

Wann sind Ihre fruchtbaren Tage?

Es gibt also sehr viele Variablen, die die fruchtbaren Tage einer Frau beeinflussen. Grundsätzlich gilt: Eine Frau ist zwei Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs fruchtbar. Um diese Tage zu bestimmen, können Frauen die BBT (Basal Body Temperature) oder die Hormonkonzentration des LH-Hormons im Urin messen – und natürlich auch die Zervikalschleimveränderungen beobachten. Oder: Sie können die folgenden Eisprungrechner-Apps verwenden.

Künstliche Befruchtung

Die IKK classic unterstützt verheiratete Paare bei unerfülltem Kinderwunsch. Die gesetzliche Leistung für künstliche Befruchtung liegt bei einer fünfzigprozentigen Kostenübernahme. Mit dem IKK Gesundheistkonto erhalten Versicherte der IKK classic aber noch mehr. Sind beide Partner bei der IKK versichert, erstatten wir bis zu 500 Euro des zu zahlenden gesetzlichen Eigenanteils pro Versuch. Ist nur ein Partner bei der IKK versichert, werden bis zu 250 Euro pro Behandlung erstattet.

Mehr erfahren

Eisprungkalender: Eine App für jeden Typ

Mit diesen Periodentrackern können Sie ausrechnen, wann Ihr Eisprung ist und damit die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung erhöhen.

Made in Berlin: Clue

Entwickelt von der BioWink GmbH mit Sitz in Berlin ist Clue seit der Einführung im Jahr 2013 zu einem weltweiten Erfolg geworden. Die App sagt nicht nur voraus, wann die nächste Monatsblutung stattfindet, sondern auch, in welchem Zeitraum man am wahrscheinlichsten schwanger werden kann. Daneben kann man mit Clue auch andere Vitalwerte erfassen, um mehr über den eigenen Zyklus zu lernen, etwa Stimmungsschwankungen, Appetit- und Energielevel oder die Libido. Personalisierte Analysen helfen, Durchschnittswerte zu berechnen und Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Mit mehr als zehn Millionen Nutzern aus über 180 Ländern müssen die Macher von Clue etwas richtig machen.

Was die App erfasst: Blutung, Basaltemperatur, Schmerzen, Stimmung, Zervixschleim, Schlaf, Libido, Energielevel, Sport, Verhütung und Medikamente.

Künstliche Intelligenz: Flo

Diese benutzerfreundliche App enthält einen Menstruationskalender, Eisprungrechner und einen Schwangerschaftskalender. Flo ist die erste Eisprungkalender-App, die maschinelles Lernen (AI) verwendet. Die Grafik gibt einen klaren Überblick über den Zyklus, ein Diagramm über Basaltemperatur und den Eisprung.

Was die App erfasst: Ersten Tag der Menstruation und Dauer, Basaltemperatur, PMS-Symptome, sexuelle Lust und Aktivität, Stimmung, Scheidenausfluss, Gewicht, tägliche Schlafdauer und Wasserkonsum, Fitness und Lifestyle (Daten aus FitBit und Health App).

MyNFP

MyNFP steht für ‚natürliche Familienplanung‘ und nutzt die symptothermale Methode. Frauen können ihren Zyklus nach dem Sensiplan®-Regelwerk auswerten. Mit Grafiken, einem Begleitbuch und anderen Features können Frauen alles über den Eisprung und ihren Körper herausfinden. 

Was die App erfasst: Basaltemperatur, Zervixschleim, Veränderungen des Gebärmutterhalses, Blutungsbeginn, Blutungsstärke und Blutungsdauer, Libido, Krämpfe und Brustschmerz, Stimmung.

App

BabyCare App

BabyCare, das Vorsorgeprogramm für Schwangere, können Sie mit der BabyCare-App ab sofort auch digital nutzen. Die App beinhaltet Wissenswertes rund um eine gesunde Schwangerschaft.

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