8 Handwerks-
berufe mit Zukunft

Roboter verrichten handwerkliche Arbeiten, digitale Planungstools verkürzen Arbeitsaufwände, 3D-Drucker erschaffen kunstvolle Kreationen – die Digitalisierung schreitet im Handwerk immer weiter voran. Es gibt 130 handwerkliche Ausbildungsberufe, doch welche Jobs sind auch zukünftig gefragt? Wir stellen acht spannende Berufe mit Perspektive vor.

Steinmetz/in

Die harte Arbeit nehmen einfache, handgeführte Maschinen wie Schleifautomaten den Steinmetzen und Steinbildhauern schon lange ab. Der Einsatz von Industrierobotern, die deutlich flexibler arbeiten, bringt jetzt schon und verstärkt in der Zukunft weitere positive Effekte für diesen Beruf: die gesundheitliche Belastung und die Herstellungskosten sinken, die Produktion wird schneller. Und dennoch sind die künstlerische Kreativität und das Fingerspitzengefühl des Menschen elementar, um originelle Kreationen aus Naturstein zu erschaffen oder durch Restaurierung zu erhalten.

Elektroniker/in

Die Digitalisierung disruptiert viele Branchen, ganze Unternehmen sind innerhalb kürzester Zeit nicht mehr zukunftsfähig. Doch für das Elektrohandwerk bringt sie einen regelrechten Boom, denn es wird immer abwechslungsreicher und spannender: Datenbrillen kommen bei der täglichen Arbeit zum Einsatz, völlig neue Einsatzgebiete eröffnen sich (Stichwort Elektromobilität), die Anforderungen werden immer vielfältiger. Der perfekte Ausbildungsberuf für technisch interessierte Menschen mit IT-Kenntnissen, die Lust haben, lebenslang Neues dazuzulernen.

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Anlagemechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Smart Homes, moderne Bäder, Solaranlagen, kleine und große Heizungsanlagen – Installateure und Heizungsbauer realisieren komplexe technische Systeme und haben viel Kontakt mit Menschen. Der Wunsch nach mehr Umweltschutz, das Streben nach Energieeinsparung und neue Technologien machen fachkundige Berater bei jedem Bauvorhaben unerlässlich. Der Boom der Baubranche und der große Bedarf an Modernisierungsmaßnahmen haben diesem Beruf zudem gehörig Aufwind verschafft. Ein Job mit Zukunft? Definitiv!

Konditor/in

Kreativität und ein ausgeprägter Sinn für Genuss und Ästhetik waren schon immer wichtig, um erfolgreich im Beruf des Konditors zu arbeiten. Maschinen nehmen heute den größten Teil der körperlichen Arbeit ab, dafür nimmt der Anteil der künstlerischen Tätigkeiten zu. Der Einsatz von 3D-Druckern bei der Schokoladenverarbeitung und Tortenherstellung eröffnet seit einigen Jahren ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten: Torten und Pralinen mit geometrischen und abgerundeten Formen gleichen architektonischen Kunstwerken. 

Bäcker/in

Auch in der Backstube spielen digitale Helfer eine immer größere Rolle. Zutaten werden automatisch abgewogen, Öfen arbeiten nahezu eigenständig. Das entlastet Bäcker enorm – und schenkt ihnen Zeit, sich auf die handwerkliche Qualität und die Betreuung von Kunden zu konzentrieren. Die Anbindung an einen Online-Shop mit digitalem Bestellsystem ermöglicht mehr Planungssicherheit und Komfort für Kunden, die bequem online vorbestellen können.

Orthopädietechnik-Mechaniker/in

Der Einsatz intelligenter Maschinen im Dienste des Menschen ist in der Orthopädie Normalität, die Digitalisierung ist Teil von fast jedem Arbeitsschritt. Auf Online-Plattformen können Kunden mit wenigen Klicks die für sie passende Schuheinlage konfigurieren. Auch beim Orthopädieschuhtechniker vor Ort werden Fußabdrücke standardmäßig digital aufgenommen. Bei der Fertigung von orthopädischen Hilfsmitteln kommen vermehrt 3D-Fräser zum Einsatz. Die persönliche, medizinische Beratung ist aber auch zukünftig ein unerlässlicher Teil dieses Jobs.

Stuckateur/in mit Weiterbildung zum 3D-Druck

Gute Aussichten bringt die Digitalisierung auch für diese Handwerkskunst. Stuckateure arbeiten klassisch und sehr vielseitig. Egal ob Wände, Decken, Fassaden, Innen- und Außenputz – beim Bau und bei der Restaurierung von Gebäuden geht kaum etwas ohne sie. Der Boom des 3D-Drucks, der seinen Höhepunkt noch lange nicht erreicht hat, verschafft den Stuckateuren neue Gestaltungsmöglichkeiten und vereinfachte Arbeitsabläufe. Eine Weiterbildung zur Fachkraft für 3D-Drucktechnologien (IHK) ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

Raumausstatter/in

Auch dieser ohnehin schon sehr abwechslungsreiche Beruf hat sich durch den Einsatz von modernen Technologien stark gewandelt. 3D-Skizzen ermöglichen eine realitätsnahe Vorschau von Innenausstattungen. Der neueste Clou ist das Arbeiten mit sogenannten Augmented-Reality-Brillen, mit denen Kunden die 3D-Welten ihrer neuen Einrichtung begehen können. Ein Job mit großer Gestaltungsfreiheit, der dank der digitalen Möglichkeiten noch mehr Freude bereitet.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir ein maßgeschneidertes BGM-Programm.

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