Der Blick aufs Handgelenk kommt für viele noch vor dem ersten Kaffee. Habe ich gut geschlafen? Wie viel Tiefschlaf war dabei? Und warum ist der Schlafscore so niedrig, obwohl die Nacht erholsam war? Schlaftracker sind für viele Menschen längst alltägliche Begleiter geworden.
Warum ist das Interesse so groß? „Ein Grund ist, dass die Möglichkeit technisch inzwischen besteht. Früher war Schlaf ein Teil unseres Lebens, der sich uns kaum erschlossen hat. Das war immer etwas sehr Mythisches. Deshalb ist es für viele besonders spannend, einen Einblick in eine Phase zu bekommen, die sich normalerweise unserem Bewusstsein entzieht“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Schöbel, Professor für Schlaf- und Telemedizin und Leiter des Zentrums für Schlaf- und Telemedizin der Ruhrlandklinik der Universitätsmedizin Essen.
Hinzu kommt, dass Schlaf heute als zentrale Säule der Gesundheit gilt. Er beeinflusst Regeneration, Stoffwechsel, Konzentration und Herz-Kreislauf-System. Gerade gesundheitsbewusste Menschen wollen deshalb genauer wissen, was in der Nacht geschieht.