Eine einzelne schlechte Nacht ist meist noch kein Drama. Spurlos geht aber auch sie nicht vorbei. Schon wenige Stunden zu wenig Schlaf haben Folgen: Konzentration und Reaktionszeit sinken, die Nerven liegen blank, der Appetit fährt Achterbahn.
Doch wie viel Schlaf braucht ein Mensch eigentlich? Dazu gibt es keine Zahl, die für alle passt. Der Schlafbedarf ist individuell und vor allem genetisch bedingt. „Man sagt, dass der Normalbereich zwischen fünf und elf Stunden liegt, wobei die meisten Menschen im Sinne einer Normalverteilung bei etwa sieben bis siebeneinhalb Stunden liegen“, ordnet Schlafmediziner Prof. Dr. Peter Young, ärztlicher Direktor der Neurologie im Medical Park Bad Feilnbach ein. „Im Alter verändert sich die Schlafdauer nur begrenzt – meist nur um etwa eine halbe Stunde weniger. Was sich aber deutlich wandelt, ist die Schlafkomposition: Wir haben dann weniger REM- und Tiefschlaf und dafür mehr Leichtschlafphasen.“
Wer weniger schläft, als der Körper braucht, sammelt Schlafschuld an. Gemeint ist das Defizit zwischen dem individuellen Bedarf und der tatsächlichen Schlafdauer. Wer zum Beispiel siebeneinhalb Stunden braucht, aber nur fünf schläft, hat laut Prof. Dr. Young täglich ein Minus von zweieinhalb Stunden. Wie kommt man damit trotzdem gut durch den Tag und lässt sich Schlaf wirklich nachholen? Wir klären auf.