Schnarchen ist weit verbreitet und für viele Paare vor allem ein nächtlicher Störfaktor. Doch manchmal steckt mehr dahinter: Wenn die Atmung im Schlaf wiederholt aussetzt, kann eine Schlafapnoe vorliegen. Besonders häufig ist die obstruktive Schlafapnoe. Dabei erschlafft die Muskulatur im Rachenraum so stark, dass sich die oberen Atemwege verengen oder zeitweise verschließen.
Die Folge: Der Sauerstoffgehalt im Blut kann sinken, das Gehirn löst kurze Weckreaktionen aus – oft ohne dass Betroffene sich morgens daran erinnern. Die Schlafqualität kann leiden, der Körper kommt bei vielen Betroffenen nicht ausreichend zur Ruhe.
Nicht jedes Schnarchen ist gefährlich. Aber wer laut und regelmäßig schnarcht, tagsüber müde ist oder von Atemaussetzern berichtet bekommt, sollte ärztlich abklären lassen, ob eine Schlafapnoe dahintersteckt. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin hat dazu eine S3-Leitlinie zu schlafbezogenen Atmungsstörungen veröffentlicht.