Als wissenschaftlich fundierte Orientierung dafür, wann welche Impfungen im Lebensverlauf sinnvoll sind, gilt der STIKO-Impfkalender der Ständigen Impfkommission, einer Expertenkommission des Robert Koch-Instituts (RKI). Ihm zufolge muss die Grundimmunisierung gegen viele Krankheiten bereits im Säuglingsalter beginnen.
Nach den aktuellen Empfehlungen werden ab der sechsten Lebenswoche erste Impfungen gegen Rotaviren verabreicht, gefolgt von der sogenannten sechsfach-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Hepatitis B, Polio (Kinderlähmung) und Haemophilus influenzae Typ B (kurz Hib) sowie der Pneumokokken-Impfung ab der achten Lebenswoche. Diese Impfserie wird in mehreren Dosen im Alter von etwa zwei, vier und elf Monaten vervollständigt. Ziel des STIKO-Schemas ist es, den Schutz der Kinder frühzeitig aufzubauen und durch zeitlich abgestimmte Auffrischungen zu stabilisieren, sodass das Immunsystem im ersten Lebensjahr zuverlässig gegen besonders gefährliche Infektionskrankheiten gewappnet ist.