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Outdoor-Spiele im Trend: Was 2020 im Freien gespielt wird

Der Sommer ist da! Zeit, die Tage im Freien zu verbringen. Aber anstatt im Park, Schwimmbad oder Garten faul in der Sonne zu liegen, kann man die langen Sommertage auch aktiv gestalten. Outdoor-Games machen Spaß und liegen voll im Trend. Bewegung an der frischen Luft tut außerdem gut – und für diese Spiele wird man niemals zu alt.

Für Freunde, Paare und Familien mit Kindern gibt es auch 2020 wieder kreative Spieltrends, die alle Generationen zusammen spielen können. Außerdem sind die Spiele für jedes Fitness-Level geeignet. Wir stellen die besten Outdoor-Games 2020 vor. So macht sportliche Betätigung Spaß – ob im Urlaub oder einfach nach Feierabend und Schulschluss.

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Spikeball

Spikeball ist ganz neu im Kreis der Outdoor-Trendsportarten. Manchen ist es auch als Roundnet bekannt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Spikeball „Schmetterball“. Es verbindet Elemente aus Volleyball und dem vor allem in den USA sehr beliebten Schulhof-Ballspiel Four Square. Um Spikeball zu spielen, benötigen Sie ein Spikeball-Set bestehend aus einem trampolinartigen Spielnetz und mehreren Bällen.

Das Netz wird in der Mitte des unbegrenzten 360-Grad-Spielfeldes platziert. In der Regel treten zwei Mannschaften bestehend aus zwei Personen gegeneinander an. Ähnlich wie beim Volleyball versucht man nun zu punkten, indem das gegnerische Team den Ball nicht mehr kontrollieren kann. Nur gilt es beim Spikeball, den Ball nicht über ein Netz, sondern auf das Trampolin-ähnliche Spielnetz in der Mitte zu schlagen.

Pro Spielzug sind drei Ballberührungen mit jedem Körperteil erlaubt, um den Ball auf das Netz zu schmettern und zu punkten. Landet der Ball zweimal auf dem Netz, trifft den Rand oder fällt daneben, begeht das Team in Ballbesitz ein Foul und die Gegner sahnen Punkte ab. Ein Spikeball-Set ist in Windeseile aufgebaut und sowohl am Strand als auch im Garten oder sonstigen freien Plätzen ein großer Spaß.

Kubb: Wenn Wikinger das Schachspiel neu erfinden

Das aus Schweden stammende Gesellschaftsspiel Kubb ist hierzulande auch als Wikingerschach bekannt. Kubb kommt vom Kubbar, dem schwedischen Wort für Holzklotz. Es heißt, dass schon die Wikinger ihren Spaß daran hatten, mit den aus Kantholz bestehenden Spielsteinen (Kubbs) und Wurfhölzern im Wettbewerb gegeneinander anzutreten. In den 1990er Jahren wurde das in Vergessenheit geratene Spiel in Schweden wiederentdeckt. Mittlerweile erfreut es sich auch außerhalb Skandinaviens immer größerer Beliebtheit. Seit 1995 gibt es sogar eine jährliche Kubb-Weltmeisterschaft im schwedischen Gotland.

Für das Spiel werden zwei Mannschaften mit jeweils ein bis sechs Personen benötigt. Das Ziel ist es, mit den sechs Wurfhölzern die Kubbs des gegnerischen Teams umzuwerfen – und am Ende den König. Wenn der König in der Mitte des Spielfeldes gefallen ist, steht die siegreiche Mannschaft fest. Das Tolle ist: Kubb kann man im ganzen Jahr spielen. Denn auch wenn es vorzugsweise auf dem Rasen gespielt wird, sind auch Sand, Kies, Schnee oder sogar Eis als Spielfläche möglich.

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Präziser und weiter werfen mit dem Aerobie Frisbee

Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen einer klassischen Frisbeescheibe und einem Aerobie ist seine Form: Ein Aerobie ist ring- und nicht scheibenförmig. Dank dieses Unterschiedes kann man den kleinen, gerade mal drei Millimeter dünnen Ring um einiges weiter werfen als das Frisbee. Das Flugverhalten ist dank des geringen Luftwiderstandes im Vergleich deutlich stabiler. Entwickelt wurde das Aerobie schon 1984 von dem US-amerikanischen Erfinder und Ingenieur Alan Adler. Aerobie Frisbee ist der perfekte Distanz-Sport. Selten hat präzise weit werfen so viel Spaß gemacht. Der Weltrekord im Aerobiewerfen liegt übrigens seit dem 14. Juli 2003 bei sagenhaften 406,30 Metern. Knapp 30 Sekunden war der aerodynamische Wunderring dabei in der Luft. Wenn das kein Ansporn für diesen Sommer ist!

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Seilartistik mit der Slackline

Immer häufiger sieht man in öffentlichen Parks zwischen zwei Bäumen gespannte Bänder, auf denen balanciert wird. Was auf den ersten Blick wie Seiltanz in moderater Höhe anmutet, mag leicht aussehen. Slackline, wie der Sport heißt, hat es aber in sich. Wer schon einmal einen Fuß auf die in unterschiedlichen Breiten erhältlichen Bänder gesetzt hat, um von einer Seite zur anderen zu balancieren, kann womöglich ein Lied davon singen. Entwickelt hat sich der Sport ursprünglich in den 1970er und 80er Jahren aus der Freikletterer-Szene. Die Kletterer, die normalerweise ohne Hilfsmittel steile Bergwände erklimmen, nutzen die Slackline als Nebenbeschäftigung an Ruhe- und Regentagen. Beim Slacklinen ist ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination gefragt. Ein kleiner Tipp für den Anfang: Bei den ersten Versuchen taucht bei Anfängern das typische Beinwackeln auf. Das ist ganz normal. Die Muskeln müssen sich erst noch an die ungewohnte Ausgleichsbewegung gewöhnen. Mit ein bisschen Übung und Ausdauer verschwindet das „Zittern“ innerhalb kurzer Zeit. Also nicht entmutigen lassen.

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Gemütlicher Rasensport: Croquet oder Krocket

Croquet, oder auch Krocket, ist ein echter Outdoorspiel-Klassiker, den die meisten bestimmt schon mal gespielt haben. Die aus Frankreich stammende Präzisionssportart erinnert an Golf. Das Ziel: farbig markierte Bälle mit einem hammerförmigen Schläger in vorgegebener Reihenfolge durch die kleinen U-förmigen Drahttore zu spielen. Beim Croquet treten normalerweise zwei Mannschaften gegeneinander an — entweder als Doppel (vier Personen) oder als Einzel (zwei Personen). Ein ebener Untergrund ist definitiv von Vorteil. Die ruhigste Hand und die beste Schlagtechnik taugen nichts, wenn der Ball unvorhersehbar über den Rasen hoppelt.

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Beim Leitergolf Wurfgeschick beweisen

Seinen ersten großen medialen Auftritt hatte Leitergolf hierzulande vor einigen Jahren in der Fernseh-Spielshow "Schlag den Raab". Seitdem hat sich Leitergolf zu einem generationenübergreifenden Spiel mit Kultstatus entwickelt. Wer keine Lust mehr auf Klassiker wie Boccia oder Boule hat, oder einfach ein neues, spannendes Wurfspiel kennenlernen möchte, der ist bei Leitergolf gut aufgehoben. Alles, was man braucht, ist eine dreisprossige Leiter und Sets von jeweils drei sogenannten Bolas (zwei mit einem Seil verbundene Bälle) pro Mannschaft. Ziel ist es, die Bolas auf einer der Sprossen der Leiter zu werfen. Bleiben sie hängen, werden je nach Sprosse unterschiedliche Punkte vergeben. Geschicklichkeit und Fingerspitzengefühl sind gefragt. Leitergolf kann man auf so ziemlich allen Böden spielen.
Tipp: Das Leitergolf-Set kann man sich auch sehr einfach selber bauen. Anleitungen findet man leicht im Internet.

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Crossminton: Der Ferrari des Racketsports

Den meisten dürfte Crossminton eher als Speedminton geläufig sein. Crossminton ist allerdings der offizielle Name des Sports, der Anteile von Tennis, Squash und Badminton zu einem Hochgeschwindigkeitsspiel vereint. Die Idee zu Crossminton hatte Anfang der Nullerjahre der Berliner Bill Brandes, der Badminton auch ohne Netz, mit mehr Speed und auf größere Distanz spielen wollte. Also entwickelte er einen kleineren schwereren Ball, mit dem genau das möglich ist. Herausgekommen ist der „Ferrari des Racketsports“. Ob man nun tatsächlich ein Spielfeld absteckt (normalerweise besteht es aus zwei 5,5 x 5,5 Meter großen Quadraten mit einem Abstand von 12,8 Metern) oder einfach loslegt und sich den kleinen Ball um die Ohren feuert, ist dabei vollkommen egal. Spaß macht es so oder so.

 

Eine Frau liegt mit einer Kaffeetasse in der Hand und einem Laptop bäuchlings auf der Couch, während ein kleines Mädchen aus ihrem Rücken sitzt © Getty Images

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