Diese 5 Lebensmittel sind besser als ihr Ruf

Eier erhöhen den Cholesterinspiegel, Butter schadet dem Herz-Kreislauf-System? Manche Lebensmittel kämpfen mit einem schlechten Image. Dabei beweisen Studien, dass oft das Gegenteil der Fall ist. Wir klären die gängigsten Ernährungsmythen auf.

Während manche Lebensmittel zu sogenannten Superfoods stilisiert werden, eilt anderen Nahrungsmitteln ein schlechtes Image voraus: Sie werden als vermeintliche Dick- und Krankmacher abgestempelt und stehen auf der sinnbildlich Schwarzen Liste. Ernährungsmythen rund ums Essen gibt es viele – stimmen müssen sie deswegen aber noch lange nicht. Von Butter über Popcorn bis Salz: Lesen Sie hier, welche fünf Lebensmittel besser sind als ihr Ruf.

1. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Stimmt nur bedingt. Menschen mit hohen Cholesterinwerten im Blut haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und ein Hühnerei enthält in der Tat ziemlich viel Cholesterin, weshalb es lange Zeit als gefährliche Cholesterinbombe galt. Was viele jedoch nicht wissen: Das Cholesterin aus der Nahrung beeinflusst den Cholesterinspiegel im Blut kaum. 

Seit dieser Erkenntnis konzentrieren sich Ernährungswissenschaftler auf die positiven Eigenschaften von Eiern. Und von denen gibt es eine Menge. Denn Eier haben nicht nur Cholesterin an Bord, sondern auch reichlich Vitamine. Zum Beispiel Vitamin A, das gut für Augen, Haut und das Immunsystem ist. Außerdem enthalten sind die Vitamine D, K, B2, B6, B12, Folsäure, Phosphor, Natrium, Kalium und Calcium. Als idealer Proteinlieferant sind Eier zudem ein beliebtes Nahrungsmittel von Sportlern, da sie den Muskelaufbau fördern.

Die gute Nachricht für alle Eier-Liebhaber: Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) dürfen gesunde Menschen Eier bedenkenlos essen. Diabetiker und alle, die bereits eine Fettstoffwechselstörung haben, können sich zwei bis drei Eier pro Woche gönnen.

2. Butter schadet dem Herz-Kreislauf-System

Stimmt nicht. Denn was viele nicht wissen: Butter ist ein Weg, um gesättigte Fettsäuren und fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Außerdem ist Butter gesünder als die pflanzliche Alternative Margarine. In Maßen genossen (bis zu 20 Gramm pro Tag) ist Butter ein wertvolles Naturprodukt, das aufgrund der in ihr enthaltenen Vitamine A, C und E mögliche Entzündungsprozesse hemmt und das Immunsystem unterstützt. Die in der Butter enthaltenen Milchfette schützen sogar das Herz. 

Damit nicht genug: Wer häufiger Vollfettmilchprodukte konsumiert, hat ein geringeres Risiko an Fettleibigkeit zu leiden. Und auch Menschen mit Magenbeschwerden sollten Butter essen: Das Milchfett der Butter ist nämlich leicht verdaulich und trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

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3. Salz ist gesundheitsschädigend

Stimmt nur bedingt. "So wenig wie möglich!" lautete lange die Faustregel, wenn es um den Konsum von Salz ging. Diese Empfehlung gilt heute als überholt. Studien kommen nämlich zu dem Ergebnis, dass auch zu wenig Salz – genau wie zu viel Salz – ungesund ist. Während zu viel Salz (über 15 Gramm am Tag) den Druck in den Blutgefäßen ungesund ansteigen lassen kann, ist zu wenig Salz (weniger als 5 Gramm am Tag) ebenfalls nicht gesund. Laut Studien führt ein zu niedriger Salzkonsum zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen – ganz unabhängig vom Blutdruck. In Deutschland essen Männer im Durchschnitt 10 Gramm und Frauen 8,4 Gramm Salz täglich.

Salz besteht zu 60 Prozent aus Chlorid und zu 40 Prozent aus Natrium. Diese beiden Mineralien sind essenziell für den Körper. Chlorid spielt bei verschiedenen Funktionen des Körpers eine Rolle, beispielsweise bei Nervenimpulsen und der Flüssigkeitsbilanz. Natrium ist wichtig für den Knochenaufbau, erhält die Nervenfunktion und entspannt die Muskeln. 

Gut zu wissen: Jeder Mensch reagiert anders auf Salz. Einige können ohne Probleme viel Salz essen, andere reagieren mit hohem Blutdruck oder Luft im Bauch. Wer sensibel auf eine hohe Natriumzufuhr reagiert, sollte Salz besser in Maßen konsumieren.

4. Popcorn ist ein ungesunder Snack

Stimmt nicht - so lange man auf die Zubereitung achtet. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Popcorn reich an Antioxidantien ist, da es zu 100 Prozent aus unverarbeitetem Vollkorn besteht. Antioxidantien neutralisieren sogenannte freie Radikale in unserem Körper und sollen somit zu einem verminderten Krankheitsrisiko beitragen. Kaum zu glauben: In Popcorn stecken fast doppelt so viele dieser gesundheitsförderlichen Substanzen wie in Obst.

Leider gilt das nicht für alle Popcorn-Arten: Mikrowellen- oder Karamell-Popcorn enthält meist Geschmacksverstärker wie Zucker und Fett, was den Gesundheits-Booster schnell zur fettigen Kalorienbombe werden lässt. 

Deshalb das Popcorn am besten mit einer Heißluft-Popcornmaschine selbst zubereiten. Hierbei auf Öl, Butter und Zucker weitestgehend verzichten. Auf diese Weise entsteht ein gesunder Snack, den Sie guten Gewissens essen können.

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5. Brot macht dick

Stimmt nicht. Deutsche essen im Schnitt 80 Kilogramm Brot jährlich. Keine Überraschung also, dass die Unesco die deutsche Brotkultur als Weltkulturerbe anerkannt hat. Umso erstaunlicher ist es, dass das Brot trotz seiner Beliebtheit seit einiger Zeit mit Vorurteilen zu kämpfen hat. 

Kritiker behaupten, dass das im Korn sitzende Klebereiweiß Gluten Darmprobleme auslöst, Alzheimer begünstigt, träge und müde macht. Mittlerweile ist bewiesen: Brot macht weder dick noch dumm. Es gibt nur sehr wenige Menschen (in etwa ein Prozent der Bevölkerung), die unter einer Glutenunverträglichkeit – einer so genannten Zöliakie – leiden. 

Alle anderen sollten Vollkornbrot – egal ob Dinkel, Roggen oder Weizen – unbedingt regelmäßig in ihre Ernährung integrieren. Denn: Brot ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das reich an sättigenden Ballaststoffen und entzündungshemmendem Zink ist. Dadurch wirkt es vorbeugend gegen Verstopfung, Gallensteine, erhöhte Cholesterin- und Zuckerwerte im Blut. Hinzu ist Vollkornbrot ein wertvoller Lieferant von B-Vitaminen, Magnesium, Zink, Jod und Fluor.