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Charismatisch und stark: Die Gewinner der Titel Miss und Mr. Handwerk

Jule Rombey und Andy Hansen sind „Miss und Mister Handwerk 2020“. Als Partner des Deutschen Handwerksblatts hat die IKK classic die Tischlerin und den Maler in München als Gewinner des zehnten Wettbewerbs von „Germany's Power People“ gekürt. Mit Überzeugung und Tatkraft repräsentieren die 20-jährige Schreiner-Gesellin und der 35-jährige Maler- und Lackierermeister das deutsche Handwerk.

Das Gewinnerpaar setzte sich gegen eine starke Konkurrenz durch. Mit rund 120 Handwerkern gab es so viele Bewerbungen wie noch nie seit Beginn des Wettbewerbs im Jahr 2009.  Nach einer Vorauswahl gaben beim Online-Voting auf der Website von "Germany's Power People" 730.000 Teilnehmer ihre Stimme für einen der sechs Kandidaten ab. Danach fand am 11. März in München die Wertung des Publikums und der Jury statt. Da die Internationale Handwerksmesse aufgrund der Corona-Krise abgesagt wurde, konnten die Titel Miss und Mister Handwerk nicht wie üblich auf dem Branchentreffen vergeben werden. Stattdessen wurde der Wettbewerb im Münchner Traditionslokal Wirtshaus in der Au durchgeführt.

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Germany's nächste Superhandwerker

Doch wie bekommt man den Handwerker-Titel? „Ich denke, es kommt darauf an, wie man sein Handwerk präsentiert und wie sehr man dafür brennt“, sagt Andy Hansen. Dass er für seinen Beruf Feuer und Flamme ist, ist auf den YouTube-Videos des Malermeisters unschwer zu erkennen. „Ich zeige, wie es auf meinen Baustellen so abläuft. Ich will zeigen, wie viel Spaß das Handwerk macht, wie kreativ man sein kann und dass man stolz darauf sein kann, ein Handwerker zu sein.  So versuche ich, mehr junge Leute für das Handwerk zu begeistern und sie dazu zu motivieren, eine Ausbildung in der Branche zu beginnen.“ Außerdem möchte der Malermeister zeigen, dass man als Handwerker „viel erreichen kann – vom Gesellen über den Meister bis hin zum Besitzer seiner eigenen Firma.“

Frauen-Power statt "Männersache"

Jule Rombey hat ein klares Ziel vor Augen: Die 20-Jährige macht aktuell ihren Meister als Schreinerin und wird anschließend in den Betrieb ihres Vaters einsteigen. Sie will Jugendliche dazu bewegen, ebenfalls einen Handwerksberuf zu erlernen – insbesondere weibliche Berufsanfänger: „Ich möchte gerade jungen Frauen zeigen, dass sie erfolgreich im Handwerk sein können und dass es keine reine ´Männersache´ ist.“ Aber wie setzt man sich als Frau in Handwerksberufen durch? „Ich gehe offen auf Menschen zu, das kommt immer gut an", sagt die Tischlerin.

Handwerk ist keine reine 'Männerdomäne' – das möchte ich anderen jungen Frauen beweisen.
Jule Rombey, Miss Handwerk

Handwerk als Traumjob

Doch was ist so reizvoll am Handwerk, dass Jugendliche dort eine Ausbildung anfangen sollen? „Einfach alles, das Gefühl, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, am Ende des Tages immer ein Stück weiter zu sein, zu sehen, was man geschaffen hat und natürlich den Kunden glücklich zu machen“, schwärmt Jule Rombey. Andy Hansen kann sich da nur anschließen: „Dass ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann und meinen Kunden zeigen kann, was sie noch nie gesehen haben. Man sieht jeden Tag, was man geschafft hat und denkt sich am Ende: Geil – das hast du gemacht.“

 

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Gibt es ein Erfolgsrezept?

„Spaß am Job zu haben und immer ehrlich zu mir, meinen Kollegen und Kunden zu sein“, sagt Jule Rombey. Leidenschaft ist auch für Andy Hansen  das Wichtigste: „Wenn man das tut, was man liebt, kommt der Erfolg von ganz alleine. Der Erfolg ist ein Extrabonbon für mich, denn mein Job erfüllt mich so schon voll und ganz.“

Und wie hält man sich als Handwerker fit? „Mit viel Wasser und einer kräftigen Mahlzeit dazwischen, denn ohne Mampf kein Kampf“, sagt Handwerksmeister Andy Hansen. Apropos Mahlzeit:  Stimmt das Klischee von der „ungesunden“ Handwerker-Ernährung wirklich?  „Puh, das ist schwer zu sagen, ich kenne welche, die sich mittags nur fettige Sachen reinhauen, und ich kenne welche, die nur Salat bei der Arbeit essen. Bei mir ist es phasenweise“, sagt der Maler- und Lackierermeister. Schreiner-Gesellin Jule Rombey geht da als gesundes Beispiel voran: Sie isst  in den Pausen Äpfel und Joghurt und trinkt ausschließlich Wasser und Tee.

Wenn man das tut, was man liebt, kommt der Erfolg von ganz alleine.
Andy Hansen, Mister Handwerk
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