Mann macht im urbanem Umfeld Parcours

Fitnesstrends 2022: Diese 8 Sportarten machen dich fit

Ob mit dem Bike über Stock und Stein oder bei einer Partie Spikeball im Park: Die Fitnesstrends sind auch in diesem Jahr wieder vielfältig und locken mit Spaß und Spannung, gerade nach der Corona-Pandemie. Wir stellen dir acht Sportarten vor, mit denen du dich spielerisch in Form bringst.

Routinen zu etablieren ist gar nicht so leicht, gerade wenn es um gesunde Ernährung oder um regelmäßige Bewegung geht. Einfacher gelingt dir das, wenn du einen Sport findest, der dir Spaß macht. So kannst du die unterschiedlichsten Muskelgruppen stärken, dein Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen und tust ganz nebenbei noch etwas für deine Gesundheit. Mit diesen Fitnesstrends gelingt dir das bestimmt und wir verraten dir, was sie für deine Fitness bringen.

1. Gravel-Bike

Mountainbikes sind dir zu behäbig und das klassische Rennrad eine Spur zu schnell? Dann ist vielleicht das Gravel-Bike genau das Richtige für dich. Das aerodynamisch gebaute Modell mit den robusten Laufrädern lockt besonders die Radlerinnen und Radler, die gerne schnell und sportlich, aber nicht nur auf asphaltierten Wegen, sondern auch gerne mal auf Feld- oder Waldwegen unterwegs sind.

Das bringt’s:

Mit dem Gravel-Bike kannst du lange Strecken zurücklegen und dabei richtig Geschwindigkeit aufbauen. Die ausgedehnten Touren bringen deinen Kreislauf ordentlich in Schwung und trainieren deine Ausdauer. „Gleichzeitig zielt das Training auf deine Beinmuskulatur ab“, so Fitness-Trainer Sven Zimmermann. „Durch die gesamte Körperspannung, die du auf dem Bike hast, werden auch zusätzlich Rumpf und Arme gestärkt.“

Sportärztliche Vorsorgeuntersuchung

Wer sich nach mehreren Jahren Abstinenz wieder sportlich betätigen will, ist oft unsicher, wie es um seine körperlichen Voraussetzungen bestellt ist. Wer Verletzungsgefahren vermeiden will, ist mit der sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung gut beraten. Zum sportmedizinischen Check-up

2. Padel-Tennis

Padel-Tennis ist inzwischen schon in einigen Ländern angekommen und wird bereits auf Profi-Niveau betrieben. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Tennis und Squash, bei dem immer zwei Spielerinnen oder Spieler im Doppel gegeneinander antreten. Der Ball wird über das Netz geschlagen, während die Wände ringsum ins Spiel mit einbezogen werden dürfen. Das Beste: Während man im klassischen Tennis einige Trainingsstunden benötigt, kannst du beim Padel-Tennis schon nach einer kurzen Einführung richtig durchstarten.

Das bringt‘s:

„Padel-Tennis ist vorrangig wunderbar geeignet, um unsere Auge-Hand-Koordination zu schulen“, meint der Fitness-Profi Sven Zimmermann. So trainieren wir unsere mentale Beweglichkeit, damit man nicht nur lange körperlich, sondern auch geistig fit bleibt. „Außerdem ist der flinke Ballwechsel perfekt für unser Reaktionsvermögen“, so der Experte. 

3. Athletic Flow

Wenn dir Yoga bisher zu spirituell und High Intensity Intervall Training zu extrem war, solltest du einmal den Fitness-Trend Athletic Flow ausprobieren. Bei der Mischung aus anstrengenden Körpergewichtsübungen aus dem HIIT-Training und klassischen Positionen aus dem Yoga können auch Einsteiger direkt mitmachen. Nicht nur im Studio, sondern auch im Freien.

Das bringt’s:

„Athletic Flow ist ein ganzheitliches Training, das nahezu alle Muskelgruppen beansprucht. Die Cardio-Einheiten verbessern die Ausdauer, zusätzlich wird die Flexibilität trainiert“, so der Fitness-Experte. Oftmals trainiert man bei Sportarten zu einseitig, setzt nur auf Kraftübungen oder Dehnbarkeit. Im Athletic Flow kommt keiner dieser wichtigen Aspekte zu kurz.

4. Trailrunning

Beim Trailrunning geht es wortwörtlich über Stock und Stein: Während man beim Joggen meist auf asphaltierten und geebneten Wegen unterwegs ist, läuft man beim Trailrunning auf einem möglichst vielseitigen Untergrund mit kleineren Hürden, Steigungen und Gefälle. Beim Trailrunning kannst du das Trainingsfeld, nämlich die Natur vor der eigenen Haustür, voll auskosten. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch günstig.

Das bringt’s:

Mit Trailrunning verbesserst du nicht nur deine Ausdauer. Durch die Möglichkeit, in der Schnelligkeit zu variieren, kannst du mal den Puls ordentlich in die Höhe treiben und damit dein Herz-Kreislauf-System richtig in Schwung bringen. Auch dein Kopf wird durch das Trailrunning gefordert: Durch die unterschiedlichen Hürden auf deinem Weg wird dein Koordinationsvermögen verbessert.

Kostenübernahme von Gesundheitskursen

Die IKK classic unterstützt deine Teilnahme an Gesundheitskursen vor Ort und Onlinekursen zu Bewegung, Ernährung, Entspannung und zum Umgang mit Suchtmitteln finanziell. Zu den Kursen

5. Spikeball

Beim Spikeball steht man mit zwei bis vier Spielerinnen oder Spielern um eine Art Trampolin und spielt sich den Ball über ein Netz zu. Dabei geht es darum, den Ball so auf das Netz zu schmettern, dass das gegnerische Team nicht mehr an den Ball herankommt. Die Regeln sind ähnlich wie beim Volleyball, allerdings sind beim Spikeball alle Arten der Ball-Berührung erlaubt. Spikeball besteht lediglich aus einem Trampolin, einem Netz und einem Ball und ist damit schnell und flexibel aufgebaut.

Das bringt‘s:

„Spikeball funktioniert nur im Team, daher kannst du bei diesem Trendsport wunderbar deine Teamfähigkeit trainieren“, so Fitness-Experte Sven Zimmermann. Diese Social Fitness zahlt sich nicht nur in unserem Alltag und im Job aus, sondern weckt vielleicht auch deine Lust, gleich noch weiteren Teamsportarten eine Chance zu geben. „Zusätzlich förderst du in diesem sportlichen Spiel auch Ausdauer, Beweglichkeit und nicht zuletzt deine Hand-Auge-Koordination“, so der Trainer.

6. Bikram-Yoga

Bikram-Yoga wird auch „Hot Yoga“ genannt und lässt spätestens dann zumindest erahnen, was man bei diesem Fitnesstrend zu erwarten hat. Hierbei praktiziert man eine strikt geregelte Aneinanderreihung von unterschiedlichen Positionen. Hier geht's mal nicht an der frischen Luft zur Sache, sondern in einem auf 38 Grad aufgeheizten Raum – und das 90 Minuten lang. Durch die Hitze wird dein gesamter Organismus optimal durchblutet, außerdem werden Bindegewebe und Muskeln elastischer und geben dir dadurch einen größeren Bewegungsspielraum.

Das bringt‘s:
Durch die vielen Atemübungen hilft Bikram-Yoga dabei, einen mentalen Ausgleich zu Stress und Sorgen im Alltag zu schaffen. „Zusätzlich trainierst du hier, wie auch im klassischen Yoga, deine Flexibilität und ganzheitlich deine Kraftausdauer“, so der Fitnesstrainer. 

7. Parcours

Parcours ist ein Fitnesstrend, der schon in den letzten Jahren für Aufsehen sorgte. Kein Wunder, schließlich bewegt man sich dabei nicht einfach von A nach B, sondern überwindet auf dem Weg allerlei Hindernisse wie Mauern, Treppen oder Geländer, ganz ohne Hilfsmittel. Ziel ist es dabei, möglichst effizient und kraftsparend ans Ziel zu kommen. Inzwischen gibt es auch spezielle Parcours-Hallen, in denen du die Sportart ausüben kannst.

Das bringt‘s:
„Durch das Überwinden unterschiedlichster Hürden werden Beweglichkeit und Schnellkraft, also die Fähigkeit der Muskeln, innerhalb kurzer Zeit einen großen Kraft-Impuls zu erzeugen, gefördert“, erklärt der Fitness-Profi. Aber auch die mentale Gesundheit kommt nicht zu kurz, schließlich geht es auch darum, möglichst kreativ über die Hindernisse zu kommen.

8. Inlineskating

Ja, richtig gelesen. Dieser Retro-Trend ist wieder zurück. Ob auf gemeinsamen Skate-Nights in der Großstadt oder draußen in der Natur: einfach die Skates an die Füße schnallen und los geht’s.

Das bringt‘s:
Jeder, der schon einmal Rollen unter den Füßen hatte, wird direkt merken: Bei diesem Sport kommt es aufs Gleichgewicht an! Durch das Inlineskaten kannst du dieses trainieren – und das ist wichtig, schließlich steigt das Risiko für Gleichgewichtsstörungen im Alter. Um die richtige Balance zu halten und flott voranzukommen, ist zusätzlich deine Körperspannung essenziell, was deine Rumpf-Muskulatur ordentlich fordert.

IKK Bonus

Wer regelmäßig Sport treibt, seine Impfungen auffrischt oder zur Vorsorge geht, kann sich mit dem IKK Bonus belohnen. Die Anzahl der Maßnahmen ist unbegrenzt – je aktiver du am Programm teilnimmst, desto lauter klingelt es in deinem Portemonnaie. Zum Bonusprogramm

Richtig aufwärmen und regenerieren

Nicht immer ist eine Aufwärm- und Cool-Down-Phase in den Sport integriert. Deshalb, so Fitness-Trainer Sven Zimmermann, sollte man eine entsprechende Vorbereitung und Regeneration selbst in seinen Sportplan integrieren. „Dies ist nicht nur wichtig, um Verletzungen vorzubeugen, sondern auch, um der Muskulatur den Hinweis zu geben, dass sie jetzt ‚Feierabend‘ hat.“

Richtiges Warm-up:
- Nutze dazu das eigene Körpergewicht
- Immer von kleinen zu großen Bewegungen – und dabei nicht übertreiben
- Priorisiere große Gelenke wie Sprunggelenk, Knie, Hüfte, Schultern

Ideale Übung zum Warm-up:
Grundsätzlich ist es wichtig, die großen Muskelgruppen und Gelenke einmal „durchzubewegen“. Dazu kannst Du mit lockerem Armkreisen nicht nur die Schultern, sondern auch deinen Kreislauf ein wenig in Schwung bringen. Bei den Beinen kannst Du ebenfalls im Stehen die Hüfte ein wenig kreisen, das Knie mal nach oben ziehen & anschließend – auf der Höhe – nach innen und außen rotieren. Abschließend sind Hampelmänner eine sehr gute Ganzkörperübung.

Richtiges Cool-Down:
- Setze hier auf langsame, dehnende Bewegungen
- Beim Stretchen mit der Ausatmung die Dehnung steigern
- Für den Puls: auf die Atmung achten, „gefühlt“ mehr ausatmen als einatmen

Ideale Übung zum Cool-Down:
Beim Cool-Down ist Zeit und Geduld sehr wichtig. Es wird nicht herumgewackelt, sondern jede Übung in Ruhe und mit der richtigen Atmung ausgeführt. Auch hier sind die großen Muskelpartien sehr wichtig, wie z.B. die hintere und vordere Oberschenkelmuskulatur:

Vorderer Oberschenkelmuskel:
Im Stehen ein Bein anziehen, das Sprunggelenk nehmen und ans Gesäß führen. Klappt das, kann man mit der Hüfte noch ein wenig nach vorne gehen, um den Stretch noch ein wenig zu erhöhen.

Hinterer Oberschenkelmuskel:
Entweder im Stehen oder im Sitzen versuchen, mit den Fingerspitzen zu den Zehen zu kommen – keine Eile! Mit jeder Ausatmung versuchen, die Distanz ein wenig zu verringern. Wenn du schon mit den Fingern die Zehen berührst, Zehenspitzen aktiv anziehen und Knie durchstrecken – so erhöhst du noch einmal die Dehnung.

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