Kinder gehen lachend mit Regenmänteln auf einem Feldweg

Die besten Freizeit­aktivitäten bei schlechtem Wetter

Wenn das Wetter trüb und matschig ist, lädt das nicht gerade zu einen Tag im Freien ein. Dabei tut Eltern und Kindern ein Ausflug an der frischen Luft oder ein Ortswechsel immer gut – besonders wenn ihnen an einem verregneten Wochenende die Decke auf den Kopf fällt. Hier kommen die besten Freizeitaktivitäten für die ganze Familie – für drinnen und draußen.

Zu viel Zeit daheim tut nicht gut – das ist klar: In ungelüfteten Räumen fühlen sich Viren besonders wohl und die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus, Haut und Haare werden stumpf. Also: Nichts wie raus! Doch was soll man tun, wenn man die Wanderrouten in der Umgebung schon auswendig kennt und die Fahrradtour keinen Spaß macht, wenn einem der Regen ins Gesicht schlägt? Bekanntlich gibt es ja schlechtes Wetter nicht – nur schlechte Kleidung. Wir haben Ihnen die besten Tipps für Outdoor- und Indoor-Freizeitaktivitäten zusammengestellt.

Was geht draußen?

Von Sonnenschein keine Spur, aber die Decke fällt Ihnen und Ihrer Familie langsam auf den Kopf? Kein Problem, denn auch bei Regenwetter locken zahlreiche Outdoor-Aktivitäten, an denen Groß und Klein garantiert Spaß haben werden:

 

1. Fahrrad-Parcours für Kinder

Das Fahrrad eignet sich nicht nur für lange Ausflüge mit der Familie – auch im eigenen Garten oder im nahegelegenen Wald können Sie mit wenigen Mitteln für Spaß und Unterhaltung auf dem Drahtesel sorgen.

Sie brauchen nur ein wenig Platz, befahrene Straßen sind tabu. Mit Eimern, Flaschen, Büchsen oder ähnlichen Utensilien lässt sich ganz einfach eine Slalom-Strecke bauen. Auch eine gute Übung: Zeichnen Sie einen Kreis mit rund fünf Metern Durchmesser in den Boden, den man abfahren muss. Das ist gar nicht mal so leicht!

Kind fährt auf dem Fahrrad

Außerdem können Sie Gegenstände wie zum Beispiel Eimer mit Henkel oder alte Kuscheltiere mitnehmen. Eine Person stellt sich an den Streckenrand und hält den Gegenstand in greifbare Höhe. Das Kind muss diesen in der Fahrt greifen und mitnehmen. Und mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich eine kleine Wippe bauen: Bringen Sie ein Rundholz mit etwa 10 bis 15 cm Durchmesser an ein mindestens 2 m langes und 30 cm breites Brett an – nicht ganz mittig, damit das Brett zurückwippt, wenn man das Hindernis bewältigt hat. Und natürlich gilt: Im Anschluss alle mitgebrachten Materialien für den Parcours wieder mit nach Hause nehmen.

Wappnen Sie sich mit Regenjacke und festen Schuhen, dann kann es auch bei leichtem Regen nach draußen gehen. Auch Fahrradhelme und Schoner sind Pflicht. Der Vorteil bei schlechtem Wetter: Wenn der Regen zu stark wird, sind Sie schnell wieder Zuhause. 

2. Fotosafari mit der Familie

Leuchtende Wasserspiele in Pfützen, lustige Familienfotos im Regen oder das Bild eines bunten Regenbogens in der Ferne – Regenwetter ist oft nicht nur trüb und grau, sondern hat auch seine schönen und farbenfrohen Seiten. Gehen Sie auf Fotosafari und fangen Sie genau diese Motive mit Ihren Kindern ein – mit einer Polaroid-Kamera ist das Bild auch direkt fürs Familienalbum bereit. Außerdem ist der klassische Fotoapparat auch für jüngere Kinder leicht zu bedienen.

Sie können auch ein Spiel daraus machen: Wer schießt das lustigste Familienfoto? Einen Preis gibt es für das Familienmitglied, das in der besten Pose eingefangen wird – natürlich auch für die Person, die das Bild geschossen hat. Und am Schluss können Sie noch eine schöne Collage daraus basteln.

Ältere Kinder wollen vielleicht die Funktionen eines Smartphones austesten – zum Beispiel die Videoaufnahmen. Eine Inspiration gefällig? Regentropfen lassen sich zum Beispiel im Zeitlupenmodus in dem Moment einfangen, in dem sie in eine Pfütze fallen und so ein beeindruckendes Wasserspiel erzeugen.

zwei Jungen hocken auf dem Boden eines Feldweges und suchen etwas

3. Geocaching

Geocaching ist ein echtes Abenteuer für die ganze Familie. Die moderne Schatzsuche motiviert jedes noch so lauffaule Kind, sich draußen zu bewegen. Und auch die Eltern haben bei dieser Schnitzeljagd jede Menge Spaß. Außerdem lernt man seine unmittelbare Umgebung besser kennen. Sie benötigen hierfür nicht mehr als ein GPS-Gerät (oder ein Smartphone mit Navi), kleine Schätze zum Tauschen und einen Stift.

Tipp: Auf der Plattform geocaching.com können Sie sich kostenlos registrieren. Richten Sie online oder über die Geocaching-App ein Benutzerkonto ein, dann kann der Spaß auch schon losgehen. Man erhält Zugriff auf eine Karte aller Geocaches in der Nähe. Wer ein GPS-Gerät verwendet, gibt dort die Koordinaten des Caches ein. Über die App kann man direkt zu nahe gelegenen Zielen navigieren. Dort angekommen, kann man sich mit Namen und Datum in ein sogenanntes Logbuch eintragen. Den kleinen Schatz (ein Tauschgegenstand) darf man mitnehmen, allerdings nur im Austausch gegen einen neuen.

Wichtig: Nicht jeder Geocach enthält einen Schatz. Die sogenannten Trackables zum Beispiel dürfen nicht mitgenommen werden, sondern müssen wieder zurückgelegt werden.

Dieses Abenteuer ist für Kinder ab etwa fünf Jahren geeignet. Mehr Inspiration finden Sie auf der weltweit größten Geocaching-Datenbank.

4. Wasserfeste Schnitzeljagd

Auch eine Schatzsuche ist für echte Entdeckerinnen und Entdecker im Regen kein Problem. Verstecken Sie die Hinweise wasserdicht verpackt in Schraubgläsern oder packen Sie Schatzkarten in Folie.

Planen Sie die Route etwas kürzer und rüsten Sie sich bei Regen richtig aus: Mit Gummistiefeln und Regencape macht auch die Schnitzeljagd im Freien Spaß. Zu Rätseln oder für kleine Bastelaufgaben am besten Möglichkeiten zum Unterstellen mit einplanen. Von Mutproben wie auf einem Ast balancieren sollten Sie wegen der Rutschgefahr eher absehen.

5. Für Wagemutige: Trendsportart Stand-up-Paddeln

Wer einen Fluss, See oder Kanal in der Nähe hat, kann sich aufs Brett schwingen: Stand-up-Paddeln ist angesagt – und wenn es in den Frühjahrsmonaten wärmer wird, verderben auch ein paar Regentropfen nicht den Spaß daran. Allerdings sollte man es nicht übertreiben: Bei Gewitter, starkem Wind und starkem Regen sollten Sie das Ufer suchen.

Mutter und Kind beim Trendsport Stand-Up-Paddeln

Beim Stand-up-Paddeln, kurz SUP, paddelt man stehend auf einem Surfbrett-ähnlichem Board. Die Herausforderung: das Gleichgewicht halten. An vielen Orten lässt sich die Ausrüstung mittlerweile auch mieten. Hier sollten Sie im Vorfeld in Erfahrung bringen, ob in Ihrer Region die Verleihstationen geöffnet sind.

An warmen Sommertagen wagen sich manche in Badekleidung auf das Brett, bei kälteren Temperaturen sollten Sie das aber nicht tun: Passen Sie die Kleidung an die Wasser-, nicht die Lufttemperatur an. Wer ins Wasser fällt, erleidet sonst im schlimmsten Fall einen Kälteschock. Setzen Sie auf spezielle Thermo-Schwimmkleidung, Baumwolle ist tabu – denn die saugt sich mit Wasser voll und erschwert das Schwimmen.

6. Wildpark besuchen

Der Wildpark versprüht einen ganz besonderen Zauber in der kalten Jahreszeit. Viele Tiere halten zwar Winterschlaf, andere kann man dafür umso besser beobachten. Die Stimmung im Wildpark ist ruhiger und gedämpfter, aber es ist garantiert nicht weniger spannend. Anders als im Tierpark erleben Sie im Wildpark viele heimische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Manche Parks bieten zu dieser Jahreszeit besondere Events an wie eine Wildpark-Rallye, eine Wolfstour oder Winter-Basteln. Außerdem erfährt man Spannendes über die heimische Tierwelt, zum Beispiel über Wintervögel und deren Fütterung. Dick eingepackt ist ein Spaziergang durch die winterliche Natur ein schönes Outdoor-Erlebnis für Groß und Klein.

Tipp: Auch bei schlechtem Wetter oder leichtem Regen kommt es nur auf die richtige Kleidung an. Diese muss sowohl vor Nässe als auch vor Kälte schützen. Wasserdichte Matschhosen und eine gefütterte Regenjacke sowie gefütterte Gummistiefel sind genau das Richtige, um draußen zu spielen und die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Lieber drinnen bleiben

Sinken die Temperaturen unter die Wohlfühlgrenze oder hört der Regen überhaupt nicht mehr auf, nützt alles nichts. Dann hilft es nur noch, eine trockene und gemütliche Indoor-Alternative zu finden. Hier einige Ideen für das gut geschützte, aktive Familienwochenende

1. Auf dem Indoor-Spielplatz austoben

Mittlerweile gibt es in nahezu jeder größeren Stadt mindestens einen Indoor-Spielplatz oder eine Trampolin-Halle. Diese befinden sich aufgrund der Größe meist in Industriegebieten oder am Stadtrand beziehungsweise im näheren Umland. Um die Freizeit bei schlechtem Wetter und starkem Regen zu füllen, sind Indoor-Spielplätze ideal. Hier finden Sie so ziemlich alles, was das Kinderherz begehrt: Neben Bällebad und Hüpfburg gibt es Klettermöglichkeiten und Riesenrutschen, Trampoline, Schaukeln und allerlei fahrbare Untersätze für kleinere und größere Kinder. Während Eltern entspannt eine Tasse Tee oder Kaffee trinken, können die Kleinen spielen, was das Zeug hält. Eine Trampolin-Halle ist für ältere Kinder ein großer Spaß und auch Erwachsene können sich hier mal so richtig austoben und den ein oder anderen Salto schlagen. Hüpfen darf man vielerorts erst ab einem Alter von fünf Jahren.

Tipp: In den Spielplatzhallen muss man immer die Schuhe ausziehen, auch als Erwachsener – auch wenn man überhaupt nicht mitspielt. Am besten bringen Sie deswegen Hausschuhe mit.

Diese Indoor-Aktivitäten sind perfekt, wenn es wirklich in Strömen regnet und für Geburtstage, die man jahreszeitbedingt nicht draußen feiern kann. Hier finden Sie die besten Spielplätze in ganz Deutschland und hier Trampolin-Hallen in Ihrer Umgebung.

2. Besuch im Planetarium

Zurücklehnen und einen Blick in den Sternenhimmel werfen, das können Familien in vielen Städten Deutschlands im Planetarium. Zum einen lässt sich hier in Ruhe das Himmelszelt mit seinen Sternen und Planeten erkunden, zum anderen gibt es unterhaltsame Musik-Shows, Musicals und Konzerte mit tollen Lichteffekten. In den meisten Planetarien werden spezielle Programme für Kinder angeboten oder eine audiovisuelle Sternenkunde, bei der die Kinder viel lernen können.

Tipp: In Jena und Berlin können Sie die größten Planetarien Deutschlands besuchen. Beide haben eine Kuppel mit einem Durchmesser von 23 Metern.

Diese Indoor-Aktivität ist ein aufregendes und lehrreiches Erlebnis für junge Forscher und ihre wissbegierigen Eltern. Hier finden Sie ein Planetarium ganz in Ihrer Nähe.

3. Zusammen einen Escape-Room lösen

Escape-Rooms sind der neue Spiel- und Knobel-Trend: Die Spielräume werden vom Anbieter im Sinne einer Geschichte vorgestaltet, zum Beispiel in Form eines alten Dachbodens, einer Schiffsreise oder eines klassischen Räuber-und-Gendarm-Krimis. Für die Familie gilt es jetzt, in einem Zeitraum von meistens ein bis zwei Stunden einer Lösung auf die Spur zu kommen und dabei eine Reihe von Rätseln zu lösen. 

In den meisten größeren Städten gibt es mittlerweile Anbieter. Viele davon stellen ihr Angebot auch auf Anzahl und Alter der Familienmitglieder ab – deshalb vorher buchen nicht vergessen. Meistens gibt es Angebote für Kinder ab 8 Jahren. Achtung, einige Anbieter setzen auf reine Erwachsenen-Spielräume!

 

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4. Ins Schwimmbad gehen

Der Klassiker unter den Schlechtwetter-Aktivitäten motiviert nach dem Motto: "Wenn schon nass, dann aber richtig!" Ein schönes Schwimmbad oder eine Therme mit Wasserrutsche und Kinderschwimmbecken gibt es fast überall. Bewegung im Wasser bringt in Schwung, baut Stress ab und das Beste: Auch Erwachsene kommen bei diesem Ausflug mit einem schönen Spa- oder Massagebereich auf ihre Kosten – vorausgesetzt man kann sich bei der Kinderbetreuung abwechseln.

Denn Aufsicht am Wasser ist wichtig, auch für Kinder, die schon den ersten Schwimmkurs bestanden haben. So kann das Badevergnügen zu einer sicheren und erfrischenden Indoor-Aktivität werden – dem Regen zum Trotz.


 

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