Herzinsuffizienz früh erkennen: Warnsignale
Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Deshalb sollten mögliche Warnzeichen ernst genommen werden.
Die wichtigsten Warnsignale sind Leistungsintoleranz, also schlechtere körperliche Leistungsfähigkeit und vor allem Luftnot. „Man sollte hellhörig werden, wenn das Steigen von Treppen schwieriger wird und man häufiger pausieren muss, aber auch wenn das flache Liegen zu Luftnot führt oder in der Nacht häufiger Wasser gelassen werden muss“, erklärt Prof. Dr. Baldus.
Geschwollene Beine können darüber hinaus ebenfalls auf eine Herzschwäche hinweisen, insbesondere des rechten Herzens, welches in so einem Fall Schwierigkeiten hat, dass Wasser aus der Peripherie des Körpers zu mobilisieren. Auch ein beschleunigter, eventuell zusätzlich unregelmäßiger Puls kann ein Hinweis auf eine Herzschwäche darstellen und sollte Anlass geben, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.
„Die körperliche Untersuchung, die Bestimmung von sogenannten Biomarkern im Blut, also Eiweißmolekülen, die bei Herzschwäche vermehrt im Blut nachweisbar sind und nicht zuletzt die Ultraschalluntersuchung des Herzens helfen, eine solche Diagnose zu stellen beziehungsweise auszuschließen“, betont der Experte.